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Thomas öffentliches Tagebuch

The world of a photographing lute enthusiast


Was geht denn da ab? Bayern wählt
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Wahrscheinlich ist die CSU selbst davon überrascht, wieviel "Erfolg" sie mit ihrer Provokation haben, einen nationalen Alleingang bei der Behandlung von Flüchtlingen zu fordern. Natürlich ist diese Forderung Unsinn und zielt darauf, am rechten Rand auf Stimmenfang zu gehen. Dass es erbärmlich ist, sich auf dem Rücken der Schwachen und derjenigen, die gar keine Chance haben sich zu wehren zu profilieren zu versuchen ist eines. Bereits die sogenannte Dubliner Regelung, wonach ein Schutzsuchender im ersten Land, in dem er aufschlägt, Asyl beantragen muss, ist andererseits rechtlich fragwürdig, da diese Regelung in Konflikt zur Genfer Flüchtlingskonvention stehen könnte.
Die nationale Regelung, die der CSU vorschwebt besteht aus dem ominösen Masterplan, über den man offenbar nichts genaueres weiss. Er ist auch bedeutungslos, da Deutschland sich vertraglich nicht ausserhalb des Völkerrechts stellen kann und auch im Rahmen der EU in ein (wenn auch fragwürdiges) Vertragsgewebe eingebunden ist, das die von allem Parteien ausser AfD und CSU in der Art interpretiert wird, dass eine europäische Regelung die naheliegendste wäre.
Dass die Anzahl der Flüchtlinge so hoch sei, dass panische Notfallaktionen notwendig wären ist auch nur ein Mythos. Tatsächlich ist sie stark gesunken.

Hier zeigt sich ein (vor allem bei Radikalen) beliebtes Mittel, ihre Inhalte zu transportieren bzw. Aufmerksamkeit zu generieren: Beschuldige eine beliebige Gruppe, stelle sie ausserhalb unserer Gesellschaft — generell: schaffe eine Situation, die sich auf "Wir gegen sie" reduzieren lässt. In einer solchen Situation ist der andere ein Feind und es geht nicht mehr um die Lösung eines Problems sondern darum, einen Konflikt zu gewinnen. Die Amis machen es erfolgreich und in grossem Still mit ihrem "War on Terror" und "War on drugs" etc. Durch die Kriegserklärung werden Fronten geschaffen und das eigentliche Problem gerät in den Hintergrund. Das ist besonders bei komplexen Themen sehr willkommen, da man komplexe Sachverhalte gar nicht mehr erklären und verstehen muss: man hat einen Gegner, den man bezwingen kann und muss.
Dass Probleme auf diese Weise gelöst werden ist natürlich nicht zu erwarten.  
Genauso natürlich in Bayern — die Absichten der CSU sind, "Kante zu zeigen", vor allem gegenüber der Schwesterpartei CDU. Das sichert bei einem emotionsgeladenen Thema wie dem Thema von Flüchtlingen grösstmögliche Aufmerksamkeit bei geringstmöglichem argumentativen Einsatz. Die einzig angemessene Reaktion, sich an den Kopf zu greifen und der CSU den Vogel zu zeigen, verbietet der verbliebene Rest Anstand. Sich argumentativ mit diesem Dünnsinn auseinanderzusetzen wertet ihn auf. Genügt es nicht, sich mit dem Dünnsinn einer AfD auseinandersetzen zu müssen, weil der Proporz bestimmt, sie müsse als im Bundestag vertretene Partei berücksichtigt werden?

Vom Gedanken her, Aufmerksamkeit für die CSU zu generieren und den starken Mann zu markieren, war die Aktion jedenfalls ein voller Erfolg. Wegen der Anmassung eines Bundeslandes und eines Ministers, in Bundeskompetenzen bzw. die Richtlinienkompetenz der Kanzlerin einzugreifen wäre der Rücktritt Seehofers und eine Rüge an die Adresse Bayerns angemessen.
Dass der politische Diskurs hier eine wunderbare Pirouette in der Luft dreht hätte von Presse  und TV deutlich herausgestellt werden können.
Dass Bayern mit der Rechtsaussen-Regierung Österreichs flirtet und dadurch die Positionen einer AfD ()bzw. in Österreich die FPÖ) für unter Demokraten diskutierbar aufwertet ist eine Schande, die der CSU hoffentlich den Wahlsieg kosten wird. Als Nebeneffekt allerdings dürfte sich nun niemand mehr wundern, wenn die CSU mit der AfD koaliert. Ein unermesslicher Schaden für die Demokratie generell und die demokratische Rechte (also CDU, CSU) insbesondere.
 

Eine Frage, die mich nun doch bewegt ist, warum die Eskalation nun zu einem halbbatzigen Rücktrittsangebot Seehofers geführt hat: War es, dass die allgemein negative Reaktion auf die Provokation aus Bayern die CSU-Führungsriege zu einem Bauernopfer verleitet hat? Nach dem Motte: Lieber Seehofer verlieren als Bayern? Ist es ein Machtkampf Seehofer gegen Söder? Welche Rolle spielt der Zombie Stoiber, der plötzlich wieder überall auftaucht und seine Peinlichkeiten von sich gibt? 


Tote Pferde
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You cannot ride a dead horse

Wenn man feststellt, dass man ein totes Pferd reitet ist es die beste Strategie abzusteigen sagt ein Spruch der Dakota-Indianer.

Den üblichen Ratschlägen, wie man das Problem lösen könnte fügt die EU mit der Urheberrechtsreform eine neue Variante hinzu. Durch aktives Lobbying des im Sterben begriffenen Pferdes wurde erreicht, dass man es an den Tropf hängt. Dieser Tropf soll eine Finanzierung der aktuellen Presselandschaft dadurch sicherstellen, dass man das konkurrierende Medium Internet mit Regularien überzieht, welche eine legale Nutzung entweder teuer oder unmöglich machen. 

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Sport ist Mord
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Gestern bin ich durch Zufall mal wieder bei Lanz hängen geblieben.
Eigentlich ist mir der Typ zu schleimig, doch habe ich zugeschaltet, als Waldi Hartmann über die deutsche Fussball-Nati gelästert hat. Das weckte mein Interesse und die zwei Sportler, ein Fussball-Profi und eine Teilnehmerin der Paralympics, überzeugten. Dass Sportler nahezu zwangsweise doof sind ist sicher ein Vorurteil, welches ich natürlich immer wieder bestätigt bekomme. Nicht, dass sie nicht intelligent sein können! Oder eloquent. Oder ... In aller Regel, zumindest jedoch sehr häufig bedeutet die übertriebene Sportbegeisterung eine Reduzierung. Wenn man Sport treibt bleibt nicht viel Zeit für anderes. Dazu noch hormonelle Auswirkungen des Sports (Ausschüttung von Endorphinen) und der Effekt ist da. Dazu kommt natürlich noch, dass sich hartnäckig das Gerücht hält, Sport sei gesund. Natürlich bewegen sich die meisten von uns zu wenig und die Art zu leben, die wir etabliert haben, ist schlicht unnatürlich. Das lässt sich durch Sport, zumindest teilweise, kompensieren.
Viele Hobbysportler transportieren allerdings das sie umgebende, alltägliche Leistungsdenken auch in die Freizeit. Da lässt sich Sport natürlich trefflich für missbrauchen. Statt einer Oase, um dem Stress zu entfliehen wird auch die Freizeit verwendet, um Adrenalin zu produzieren — man fühlt sich an Crush aus "Findet Nemo" erinnert ("Du bist ein echter Adrenalinjunkie, Dude"). Das Hochgefühl nach vollbrachter Leistung scheint die Sportbegeisterten zu bestätigen. Nun soll jeder machen, was er will. Wer Sport treiben will soll das ruhig tun. In Massen ist es auch sicher gesund, sich zu bewegen und unterstützt den Kampf gegen Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen etc. Zusätzlich hat er einen sozialen Aspekt. 

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Singledasein, Einkauf und Kochen
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Die Detailhändler haben sich nicht auf Singles eingestellt. Die sollen sich am besten mit Fertigfutter ernähren — zumindest wenn man das Angebot anschaut. Da gibt es genug für Singles. Immerhin hat man mit diesem Angebot auch das schnelle Essen im Büro abgedeckt, das entweder aus Mikrowellen-Schnellfutter oder vorgepacktem Salat bestehen kann. Beides ist nicht wirklich empfehlenswert. Das stellt den Single, der versucht, sich gesund zu ernähren vor Probleme. Die meisten Angebote sind auf der Basis für 2 Personen. Das scheint in unseren Breiten die vorherrschende Nachfrage zu sein. Wie also nun Einkaufen und Bevorratenn, wenn man Single ist? 

Tatsächlich war in der Vergangenheit (und ist es teilweise auch jetzt noch) ein Problem, dass ich zuviel koche. Wenn ich eine Packung Pouletbrüstli kaufe sind nun mal 2 Stück drin. Poulet (Hähnchen) friere ich nicht gerne ein und im Kühlschrank hält es sich auch nicht sehr gut. Der übliche Ratschlag ist, das Gekochte eben auf zwei Tage zu essen. Das mag funktionieren, in meinem Fall hat es sich als unpraktisch herausgestellt, weil ich selten an 2 Tagen hintereinander das Gleiche essen will.   

Chicken Palak
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Regen, Schmerzen, also TV: Taboo, da Vinci's Demons
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Langsam trudeln die letzten Filme meiner Frühjahrsexkursionen und — ferien ein. Vollkommen aus dem Zusammenhang hatte ich in Arolsen dieses Foto gemacht

Pentax 645N, Fuji Provia 100
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Aigues Mortes
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Ende März war es möglich, es in diesem mittelalterlichen Städtchen auszuhalten. Angenehme Temperaturen um die 20° machten den Aufenthalt angenehm, wo ich bei meinem letzten Besuch vor der Hitze und der stickigen Luft geflüchtet war.

Idee war unter anderem, Infrarotfotos zu schiessen.
Einer der tollen Features einer Messsucherkamera (Rangefinder) ist, dass man auch mit aufgestecktem Filter noch ein Bild komponieren kann.
Das tolle Wetter liess mich hoffen, dass die Belichtungszeiten nicht zu gross sein müssten. Die Bilder, die entstanden, gefallen mir recht gut. Sie haben die Anmutung von alten Fotos, finde ich. Die Bewegungsunschärfe gibt etwas mystisches hinzu: man kann den Entstehungsprozess nicht genau einordnen.

Stadtszene - Rollei Infrared 400, Voigtländer Bessa III
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Aus meinem Bücherregal
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Während ich unterwegs war hatte ich als Unterhaltung einige Bücher mit, die ich gerne vorstellen mag:

Kazuo Ishiguro Der begrabene Riese

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Plädoyer und so ...
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In diesem Monat habe ich noch gar nichts gepostet!
Grund ist, dass mich die Grippe erwischt hatte, ich einige Tage in der alten Heimat verbracht habe und nun nicht weiss, wo ich anfangen soll.
Ziemlich viel ist passiert. Ziemlich viele Gedanken sind mir durch den Kopf gegangen.
Was mir dabei aufgefallen ist, ist dass grade das politische Geschehen oft ziemlich rast und viele Themen, die ich ansprechen wollte, nun gar nicht mehr aktuell sind.
Aufreger war natürlich Gaulands Fliegenschiss - doch muss man sich über diese Idioten noch aufregen? Jeder wusste, was er gewählt hatte - genauso wie bei Trump, May, dem Baby-Ösi etc. Die Frage, die mir in dem Zusammenhang spannend erscheint ist, warum? "Die Russen waren es", wie die Amis das gerne bringen, hat doch bloss etwas von einer Entschuldigung der Demokraten für ihre Unfähigkeit, auf Trump als Kandidat ein geeignetes Rezept zu finden. Doch selbst in Frankreich, wo ausnahmsweise nicht die braune Kacke gewählt wurde hat man mit Macron eine fragwürdige Alternative: Sicher ein ernstzunehmender Politiker mit nachvollziehbaren Ansichten. Aber würde ich einen neoliberalen Politiker wie ihn wählen? Wohl kaum.
Wieso ist die Politik so verkommen? In den USA wurde mit Sanders der letzte ernstzunehmende Kandidat recht frühzeitig der Clinton geopfert, die wohl einfach auf's Alter noch aus dem Schatten ihres Mannes heraustreten wollte und als erste Präsidentin amerikanische Geschichte schreiben wollte. Hatte sie sonst inhaltlich etwas zu bieten? Sicher nichts, was sie für mich wählbar gemacht hätte: sehr neoliberal, wenig progressiv und man hätte somit bestenfalls die jetzige Katastrophe verhindert, aber die USA sicher nicht nach vorne gebracht. Schulz gegen Merkel in Deutschland? Ernsthaft? AfD bekam fast 13%. Angesichts des Mangels an Alternativen fast noch überraschend wenig. Ich erkläre mir das mit Schulz' Absage an eine erneute Grosse Koalition. Durch das erneute Umfallen der SPD hat sie sich auf absehbare Zeit unwählbar gemacht. Alternatives Personal war der richtige Ansatz. Schulz ist halt gescheitert - er ist keine Kanzler-Persönlichkeit. Da scheint der Deutsche "den Vater (oder heute die Mutti) der Nation" zu erwarten. Nun wieder die bekannte Mannschaft einzusetzen, ausgerechnet mit der Nahles als Vorsitzender sorgt sicher nicht für eine grössere Zustimmung. Die Briten haben May tatsächlich gewählt. Wenn mir Briten erzählen, eine Abstimmung über den Brexit würde heute ganz anders ausgehen muss ich sie auf diese Wahl verweisen. Das war eine Bestätigung des Brexit-Votums. Und die Tories hatten schon vorher deutlich bewiesen, wie inkompetent sie sind. Die Italiener reihen sich nun ein, nachdem die Österreicher den Milchbubi mit faschistoidem Gedankengut zum Kanzler machten.
Mein Eindruck: Die heutige Politikerkaste, der gesamte politische Betrieb wird vom Wahlvolk als verkommen wahrgenommen. Schon früher sagte man "die da oben machen doch, was sie wollen". Heute ist es einmal eine gewisse Selbstherrlichkeit der Politiker und andererseits ein desillusioniertes Verhältnis zur Demokratie beim Wähler, verbunden mit einer fantasielosen, gestaltungsunwilligen Politik - die sicher weniger grobe Fehler (wie damals die Notstandsgesetze oder die Wiederbewaffnung der Nundesrepublik) nahezu ausschliesst, aber andererseits aber nur noch verwaltet. Wenn Anstösse kommen scheinen sie überwiegend aus der Wirtschaft, von mächtigen Interessenverbänden, angestossen worden zu sein. Da kann es sinnlos erscheinen, zur Wahl zu gehen. Und wenn man zur Wahl geht meint man, jemand ausserhalb des Systems würde vielleicht etwas ändern. Das Ganze verbunden mit einem "Früher war alles besser" und schon haben wir die derzeitigen Ergebnisse in der und durch die Volkspsyche erklärt. Gelöst wird dadurch freilich nichts. Brandt sprach von "mehr Demokratie wagen" - wie soll man diese Richtung gehen, wenn alles zurück zum Nationalstaat geht, internationale Lösungen skeptisch beurteilt werden. Tatsächlich scheint mir das zu fehlen, was die Zeit bis in die beginnenden 90er geprägt hat zu fehlen: ein positiv empfundenes Ziel, eine Gesellschaft, die man anstreben will. Die Ziele heute zerfallen in Partikularinteressen, von denen zur Zeit der konstruierte Genderkonflikt alles zu durchdringen droht. Tatsächlich ist "Gerechtigkeit" ein zentrales Thema, bei dem Geschlechtergerechtigkeit natürlich eine Rolle spielt. Eine! Viel wichtiger erscheinen mir dennoch Fragen wie soziale Teilhabe, die internationale Dimension von Gerechtigkeit (wie können wir ein Staatensystem aufbauen, welches die Güter der Erde gerecht verteilt oder: Wie können wir so wirtschaften, dass wir uns im Spiegel anschauen können? Da stellen sich Fragen wie das Verhältnis zu Saudi-Arabien, China etc. neu). Das wäre übrigens eine konservative, werteorientierte Ausrichtung der Politik. Dass die "Wirtschaft es schon richten" wird hat sich definitiv als falscher Ansatz erwiesen. Privatisierung ist gescheitert (so pauschal stimmt das auch nicht, aber die Pauschalisierung in die andere Richtung ist genauso falsch. Man müsste fragen "Passt eine/war die Privatisierung verträglich mit unseren Werten"). Eine Gesellschaft, die sich am wirtschaftlichen Wohlstand orientiert ist verfehlt. Werte zuerst - einige davon werden wirtschaftlich geprägt sein, aber: sicher nicht alle!

Ausser solchen politischen Gedanken habe ich mein Fahrrad nach Deutschland gebracht und bei meiner Mutter deponiert. Hier mein Bergdörfchen ist von lauter Bergen umgeben (wie sich das für ein Tal gehört), so dass die Wege sehr anstrengend sind. Die Idee, den Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurückzulegen und Ausflüge mit dem Fahrrad zu unternehmen habe ich sehr schnell fallen gelassen und durch den Elektroroller ersetzt. Aber was ist Fahrradfahren toll! Es hat riesigen Spass gemacht, durch die Vortaunus- und Taunusregion zu radeln. Fotos folgen - auch wenn ich nicht so viele gemacht habe, wie gedacht. Das Radeln an sich war schon so toll - ich hatte oft keine Lust anzuhalten.

Fotos sind inzwischen hunderte angekommen, die ich sortieren und hochladen muss, um die Berichte über meine Ferien und weiteren Ausflüge zu llustrieren.



Und Rezepte und Ideen zum Thema "Gesünder Leben ohne Krampf und Zwang" stehen auch noch an.

Weitere Überlegungen betreffen mein Arbeitsleben ... doch dazu demnächst mehr.


Märchenland Nordhessen
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Die letzte Woche verbrachte ich in Nordhessen. Dort absolvierte ich ein umfangreiches Besuchsprogramm, um mir viele Sehenswürdigkeiten anzuschauen, die ich entweder schon lange nicht mehr besucht hatte oder die ich mir endlich einmal anschauen wollte. Nordhessen ist eine waldreiche, sehr schöne Region voller Fachwerkstädtchen, aber auch mit der Lokal-Metropole Kassel und dem Herkules und natürlich dem Edersee. Die Hanauer Gebrüder Grimm lebten eine Weile dort und sammelten dort die meisten ihrer weltberühmten Märchen. Glücklicherweise kann man dem Kitsch, der mit dem Versuch, diesen Hintergrund touristisch zu vermarkten einhergeht, noch gut entgehen.
Die Anreise aus der Schweiz verlief problemlos und bei einem ersten Spaziergang durch Bad Zwesten, wo ich Quartier genommen hatte, konnte ich die Sehenswürdigkeiten des Ortes schon erkunden. Sehr übersichtlich alles dort.
Das Hotel machte laut Werbung deutlich mehr her als es dann im echten Leben hielt. Doch immerhin die Küche war top und die Servierdüse des Abends, eine junge Blondine, war sehr lieb und ich habe mich gut und nett mit ihr unterhalten. Wenn man aus der Innerschweiz kommt fällt generell auf, wie offen und kontaktfreudig es dort zugeht. Ich fand das ziemlich angenehm.

Am nächsten Tag stand der erste Ausflug auf dem Programm. Es sollte gleich zum nahegelegenen Edersee gehen. Und als Start natürlich zum Schloss Waldeck. Ein altes Foto von mir und Freunden, welches dort aufgenommen wurde brachte mich ja überhaupt erst auf den Gedanken, dort ein paar Tage zu verbringen. Also wäre das Schloss sicher ein guter Start.



Den schönen Blick über den See hatte ich noch so in Erinnerung



Das schöne Wetter und der Ausblick machten es schwer, sich in die Verliese zu begeben. Doch wenn ich schon mal da war wollte ich natürlich auch die Ausstellung zur Geschichte des Schlosses als Gefängnis anschauen.

Mehr Fotos aus den Verliesen ...Collapse )


Eine kleine, aber feine Ausstellung wäre mir entgangen.



Nach diesem Bescuh wollte ich an den See. Doch dort war kein Parkplatz zu finden, so dass ich vor der Hitze in den Wildpark flüchtete.


Arles
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Das Labor lässt sich viel Zeit ... doch einige weitere Filme sind zwischenzeitlich angekommen, so dass ich weiter von meiner Woche in Südfrankreich (genauer: der Camargue) berichten kann.

Eigentlich war mein Ziel am Dienstag (27.März) Nimes, doch mein Navi führte mich von Einbahnstrasse zu Einbahnstrasse, aber nicht zu dem anvisierten Parkhaus. Irgendwann war ich dann mit den Nerven am Ende und entschloss mich, den Besuchsversuch abzubrechen und stattdessen nach Arles zu fahren, wo ich auch gleich einen Parkplatz in Altstadtnähe fand.

Die Städte der Provence haben einen ganz eigenen zeitlosen Charme.





Stimmungsbilder aus Arles ...Collapse )



Die Attraktionen der historischen Altstadt sind aber dann doch sehr römisch geprägt.

Sowohl Theater als auch Arena sind sehr sehenswert.







mehr von Römern arrangierte Steine ...Collapse )

Die weiteren römischen Überbleibsel habe ich nicht auf Foto dokumentiert.

Schwarz-Weiss Bilder sind mit einer Rolleicord IV, meistens auf Rollei Superpan 200 (Alternativ Agfa Copex Rapid) aufgenommen. Für Farbfotos benutzte ich eine Nikon F80 und Agfa Precisa 100 Diafilm (entspricht Fuji Provia 100)



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