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lautenist


Thomas öffentliches Tagebuch

The world of a photographing lute enthusiast


Weihnachtsgeschichte und der kreative Kollaps
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lautenist

Es ist eine kleine Tradition, daß ich Weihnachten eine Geschichte oder ein Gedicht schreibe. Meistens nur für mich und niemand sieht die Geschichte. Früher sahen sie Anna und manchmal Sandra und hier und da gelang es einer von beiden, mich zu überreden, die Geschichte irgendwo zu veröffentlichen.
Auch dieses Jahr habe ich wieder tagelang über eine Handlung, über ein Thema nachgedacht, das für eine solche Geschichte geeignet wäre. Zu Weihnachten darf es durchaus persönlich sein. In der "besinnlichen Zeit" erlaubte ich mir immer, meinen Bezug zur Welt in eine Geschichte zu packen.
Nun fiel mir auf, daß meine letzten weihnachtlichen Geschichten sich sehr mit mir selbst beschäftigten. Wahrscheinlich deshalb sind sie schnell verschwunden. Dieser Drang, sich selbst so wichtig zu nehmen und sich selbst als Zentrum der Welt zu empfinden ist zeitgemäß. All die Aufforderungen, sich selbst zu lieben, all die im Internet verbreiteten Kalendersprüche, die einem nahelegen, man selbst müsse sich nur annehmen und man selbst sei wichtig und was andere denken sei nur wichtig, wenn man es selbst als positiv annehme — all das ist offenbar nach jahrelangem Dauerfeuer in persönlichen Gesprächen und aus dem Internet heraus nicht ohne Wirkung geblieben. Auch wenn ich mich natürlich dagegen wehrte und darauf bestand, den Menschen als soziales Wesen zu sehen. Also auch mich als Teil der Menschheit. Ich fand diese Sinnsuche in sich selbst immer schwierig, weil nur wenigen das Glück zuteil wird, als Person Unsterblichkeit durch ihr Wirken zu erlangen (wie Caesar, Cicero, Goethe oder Bach). Diese Überbetonung des Ego empfinde ich als eine Krankheit unserer Gesellschaft, begründet durch den Wunsch, etwas Besonderes zu sein. Klar! Jeder ist etwas Besonderes. Damit ist es aber auch wieder keiner.
Dagegen stelle ich das Bild eines Organismus. Wir sind wie ein Teil eines Organismus. Trump ist beispielsweise ein kranker Teil. Wir sind somit ein kleiner Teil eines größeren Ganzen. Schön, wenn wir vermißt werden, wenn wir den Organismus verlassen. Schlecht, wenn wir ihn stören, Krankheit bringen. Wir haben einen Teil für uns, Natürlich! Wir sind auch wichtig für das Gesamte: Wenn wir krank sind können wir die Krankheit an andere Zellen und Organe weitergeben. Wie zum Beispiel die AfD oder Trump oder LePen Gift für die Menschheit sind.   

Dieses Jahr nun fiel mir auf, wie schwer es mir nun fällt, mich wirklich in andere hinein zu versetzen. Alle Personen, die ich gestaltete, waren mir sehr ähnlich. Was ich früher als eine große Stärke sowohl meiner Person als auch meiner literarischen Bemühungen kam mir plötzlich wie verschwunden vor. Nun stellt sich die Frage: Bin ich unsensibel geworden? Oder sind die Menschen nun komplexer? Oder ist es einfach so, daß die Menschen ihr persönliches Scheitern, und ihre Defizite einfach besser verstecken?
Dazu ist mir aufgefallen, daß sich die Art und Weise, in der wir kommunizieren verändert hat. Dort hat sich ein Standard etabliert, dem gegenüber meine Art zu kommunizieren antiquiert wirkt.

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Rückblick 2018
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Langsam neigt sich 2018 dem Ende entgegen - Zeit für einen Rückblick. Da wir hier Seelenstriptease betreiben und der Reiz des Ganzen hier darin besteht, sein Privatestes von Innen nach Außen zu kehren natürlich exklusiv aus meiner ganz persönlichen Sicht. 

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Quote als Selbstzweck
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*grübel*
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Darf man Schmuck, der nicht schmückt, noch Schmuck nennen?


Chemnitz
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lautenist

Eigentlich wollte ich mir für eine Weile die Politik verkneifen, aber die Ereignisse lassen mir dann doch keine Ruhe.

Tatsächlich finde ich es am widerlichsten an allem, was da in Chemnitz abgelaufen ist, dass die Nazis einen Mord (dann auch noch an jemandem, den sie selbst verfolgt haben, also einem "Menschen mit Migrationshintergrund") instrumentalisieren.
Ich habe spontan an die Ermordung Von Raths 1938 denken müssen, die als Vorwand für die Novemberpogrome dienten. Oder den Reichtagsbrand 1933, der Vorwand für das Ermächtigungsgesetz lieferte.

Weiterhin unerträglich ist dieser so leicht anzusprechende Rassismus, der mühelos die völkische Gemeinschaft der Deutschen (also ethnisch reine Deutsche - "Arier" im Gegensatz zu "Ausländern", egal, ob sie deutschen Pass haben oder nicht) beschworen werden kann.

Dass ein Ministerpräsi es nicht fertig bringt, eine rechtsstaatliche Position zu formulieren, die in Einklang mit dem Grundgesetz steht dürfte kontraproduktiv sein: Dass den niemand mehr wählt hat er verdient. Dass die Leute stattdessen Nazis wählen bringt mich auf die Rolle der Medien: Was der Boulevard (BILD, Focus etc,) abziehen hat mit Berichterstattung nichts zu tun. Das ist eine Kampagne - und zwar nicht gegen eine diffus bestimmte Gruppe von Menschen, die in Deutschland leben, sondern gegen Demokratie und Rechtstaatlichkeit.

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Abenteuer Telefonie
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Langsam ist vieles von dem, was ich hier in der Schweiz noch zu erledigen hatte in sicheren Tüchern und ich beginne, mich den zu erledigenden Punkten in Deutschland zu widmen. Nachdem ich überlegt hatte, ob ich überhapt Mobiltelefon brauchen würde und feststellen musste, dass es heutzutage vielleicht ohne geht, aber vieles viel einfacher geht und in meinem speziellen Fall sogar einige Entscheidungen neu und anders getroffen werden müssten hatte ich also einen Anbieter gesucht.
Zunächst suchte ich 1&1 als Anbieter aus, da die meine Homepage auch während meiner Zeit in der Schweiz hosteten und das weitgehend problemlos lief. Ich erteilte also einen Auftrag für Telefonie, Internet und Natel als Ersatz für meinen bisherigen Vertrag. In der Folge gab die Meldung für einen Rückruf. Nach ewigen Wartereien wurde mir beschieden, das könne man nicht machen. Verdutzt fragte ich zurück, warum denn nicht? Der Vertrag sei so alt. Man kann sich vorstellen, dass ich etwas überrascht war und meinte, das sollte doch eigentlich grade dafür sprechen, mir eine Anpassung durchzuführen. Fand der Onkel und meinte, es ginge, ihm fehle aber die Berechtigung und er müsse mich weiterleiten. Also bei der nächsten Station wieder das Gleiche und die gleiche Diskussion wieder. Diesmal wurde ich aber weitergeleitet, weil der Mensch das nicht "im System" eintragen könnte. Nächste Station, ich langsam genervt und wieder das gleiche Gespräch. Nur diese Dame stellte sich stur und meinte, ich soll einen neuen Vertrag abschliessen und den alten kündigen — auf März 2019. Gut — die Kündigung hat 1&1 bekommen, einen neuen Vertrag bekommen sie aber nicht.

Nächster Anbieter war dann die Telekom — Das Angebot der Wahl hiess Magenta eins L: Mobil, Festnetz — halt das komplette Paket. Mit einem kleinen Bonus bei den Gebühren als Zückerli. Ich also bestellt — zumindest versuchte ich das. 

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Portraits, Tätowierungen, natural light
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Ich will Tätowierungen nicht bashen. Natürlich gefallen sie mir nicht und ich finde es selten dämlich, seinen Körper als modisches Feature dauerhaft über einen Eingriff manipulieren zu lassen. 

Tätowierungen sagen meistens auch nichts aus, entgegen dem Cliché, da jemand anderes die Tättowierung ausführt und meistens auch nur aus einem Katalog ausgewählt wird, was man sich tätowieren lässt. Die Aussage einer Tätowierung ist in unserem Kulturkreis auch nicht so bekannt, dass sie automatisch erkannt würde, mit Ausnahme der KZ-Häftlingsnummern und SS-Blutgruppen vielleicht. 

Dazu kommt: Erkennen, was mir dauerhaft anhaftet kann ich nur retrospektiv. Dort, wo Tätowierungen zur Kultur gehören sind es meist Zuschreibungen von Aussen (zum Beispiel während Initiationsriten) oder sollen bestimmte Leistungen oder Ereignisse dauerhaft sichtbar in Erinnerung halten bzw. auch einem Fremden auf den ersten Blick verdeutlichen, wen man dort vor sich hat. Jakuza zum Beispiel — oder die Mafia.  

Entfernen ist noch schmerzhafter und teurer als sich die Dinger stechen zu lassen.

Das hat aber viel mit Geschmack zu tun und dass man sich über den wunderbar streiten kann, ist schon lange bekannt.

Was aber objektiv betrachtet werden kann sind, wie Tätowierungen auf Fotographien behandelt werden. 

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Der einfache Teil des Abschieds
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lautenist

Schon interessant: Es dauerte 3 Wochen, bevor überhaupt jemand auf meine Kündigung reagierte (ausser Briefpost, welche die Formalien mit der Versicherung regelte und der Kündigungsbestätigung, ebenfalls per Briefpost). Dann noch einmal 6 Wochen, bis die Nachfolge ansatzweise bestimmt war. Und nun besteht kein Interesse daran, dass ich den Nachfolger einarbeite. WTF?

Immerhin habe ich so tagsüber viel Zeit zu vertrödeln.

Ich glaube langsam (ehem ... das schrieb ich im Juni 2011), ich hätte vielvielviel früher gehen sollen. 

Der doofe Teil ist, dass es dann abends von 0 auf 180 geht — und in der allgemeinen taglichen Ödnis dämmern neben dem Hirn auch die sonstigen Interessen vor sich hin, aber dennoch kann ich den Aufreger im Privaten aus der letzten Zeit berichten:


Klar versuche ich auszumisten. Ich hatte eine Wohnung, die eigentlich viel zu gross für mich alleine ist. Optimistisch bin ich von viel Besuch ausgegangen und ausserdem sollte sich Sohnemann wohl fühlen, wenn er auf Besuch käme. Und "Zu gross gibt es doch eigentlich gar nicht". Dachte ich.
Nun sammelte sich im Laufe der Zeit natürlich viel an, was nun in die kleinere Wohnung nicht mit muss. Also ausmisten und wegwerfen: Bücher und DVD auszusortieren tut besonders weh, doch wenn die nicht einmal für geschenkt weggehen bleibt wohl nichts anderes. Auch die nicht verkauften Exemplare der Lauten-CDs, die ich aufgenommen habe landeten ausser einigen Souvenir-Exemplaren im Müll. Eine merkwürdige Gesellschaft, in der wir leben — wahrscheinlich wäre es in der Stadt einfacher gewesen, jemanden zu finden, der mir das Zeugs abgenommen hätte. Was mich aber wirklich geärgert hat ist, dass das Angebot, DVDs und BluRays zu verschenken — und zwar viele! zwar gut angenommen wurde, doch die Leute haben die Sachen nicht abgeholt. Und das passierte mir nun 2x hintereinander. Das hätte ich bei einem Geschenk nicht erwartet. Ich schätze den Wert wohl noch zu hoch ein, wenn ich meine, man könne das Abholen.
Das führte aber dazu, dass ich mir Gedanken über eine Gesellschaft mache, die für die Müllhalde produziert: So eine DVD wird von mir 2 oder 3x geschaut — wenn es hoch kommt! dann vielleicht verliehen. Vielleicht wird sie 5x benutzt — und landet dann im Müll. Ist das nicht unglaubliche Verschwendung?
Ein ähnliches Problem habe ich mit Büchern — dass Bücher wenigstens organisch sind und sich nutzbringend recyclen lassen, reduziert meine Bedenken. Aber ich gehöre auch zu denjenigen, für die Bücher Freunde sind, nichts Anorganisches. Einen Freund wirft man nicht einfach auf den Müll (auch das wird heute gerne praktiziert). Ich fürchte fast, ich zerstöre ein ein Leben lang gehegtes inniges Verhältnis, wenn ich nun anfange, Bücher in den Müll zu geben (auch die wollte übrigens niemand für geschenkt haben — dort fand ich nicht einmal Interessenten, es wurde nur auf die Brocki verwiesen. Eigentlich sollte es logisch sein, dass die sich nicht als Müllhalde für abgelegte Bücher benutzen lassen wollen und an die Bücher, die sie annehmen Anforderungen stellen). Durch diese Erfahrung kam mir nun der traurige Gedanke, dass Bücher heute auch Wegwerfprodukte sind. Ein paar Geschichten erlangen eine gewisse Popularität, aber bei den "Hits" der letzten Jahre handelt es sich um Geschichten wie die Harry Potter-Reihe oder Dan Brown-Bücher, die einen generellen Trend, wonach Erwachsene Kinder- und Jugendbücher lesen auslösten, oder es handelt sich, wie in letzteren Fall um einen platten, wenn auch gut lesbaren, rasant geschriebenen Trivialroman — einen etwas besseren Jerry Cotton, um es provokativ zu formulieren. In diesem Zusammenhang erscheinen ebooks tatsächlich Sinn zu machen. Diese Bücher braucht man sich nicht in den Schrank stellen. Diese Bücher wird aus der nächsten Generation niemand mehr lesen (wollen). Das ist eine ganz andere Beziehung zu Büchern als ich sie kenne und selbst pflege. Vielleicht hätte ich zu Jerry Cotton- oder Perry Rhodan-Heftchen eine Beziehung dieser Art. An Trivialromanen habe ich aber nur eine Serie gelesen und auch diese Heftchen hatte ich aufgehoben und sogar immer wieder gelesen — ich meine. meine Mutter hatte diese Hefte entsorgt. Ich hätte sie sicher heute noch!
Dass ich durch diese Überlegung nun lerne, dass ich durch den Kauf von Büchern Müll produziere, der vermeidbar gewesen wäre ist eines. Dass ich andererseits noch einmal durch die Bücher gehe und noch mehr entsorge als ich bereits geplant hatte das andere. Denn mit zurück nach Deutschland kommt nur, was ich als Referenz immer mal anschaue oder Geschichten, die vielleicht auch einmal meine nicht existierenden Enkel und Urenkel interessieren könnte — falls die dann noch wissen, was ein Buch ist. 

Dieses Geschichte hat allerdings tatsächlich auch einen positiven Twist — und das ausgerechnet über Facebook.
Als ich gestern Nacht auf Facebook motzte gab es das Angebot einer Freundin aus Basel, die Sachen zu nehmen und Mitarbeiter einer karitativen Anstalt, bei der eine Praktikantin dort wohnt, wo ich schaffe wurde auf dem Umweg über Deutschland auf dieses Angebot aufmerksam. Mal schauen, ob ich das doch loswerde. Jedenfalls habe ich gelernt, dass man gewisse Sachen besser nicht kaufen sollte, zum Beispiel DVD und BluRay und dass man bei Büchern überlegen sollte, ob man sie nicht besser schnell nach dem Lesen wieder abgibt.


Mehr pro forma habe ich mich als arbeitssuchend bei der Jobbörse des Arbeitsamtes (wdG, wie das heute heisst) eingetragen. Die Chancen, über 50 einen Job zu bekommen schätze ich ziemlich gering ein.
"Dummerweise" haben ein paar Head Hunter mein Profil entdeckt und beginnen mit dem typischen Gewerkel von denen, indem sie erst einmal Interviews führen und Informationen/Profile sammeln. Eine dieser Firmen ist anscheinend auch recht seriös und scheint sich zu kümmern. Mit denen hatte ich ein brauchbares, vernünftiges Interview und sie scheinen seriös nach Angeboten für mich zu suchen. Eine andere dieser Agenturen bearbeitet den deutschen Markt mit lauter Leuten, die die Sprache nicht sprechen, meinen Lebenslauf nicht lesen und den anhand halb verstandener Informationen verteilen wollen, schlimmer, als ich es auf verzweifelter Jobsuche täte in der Hoffnung, vielleicht einen Glückstreffer zu landen. Solche Agenturen vernichten den Ruf der Branche. Tatsächlich meide ich Personalvermittlungsagenturen — bzw. bin sehr wählerisch. Die Inder hatten das noch insofern geschickt gemacht, dass ich bei dem Stellenangebot nicht gleich sah, dass es sich um eine solche Agentur handelt. Einen Moment unachtsam und schon wird man von denen zugespamt. Ziemlich überrascht war ich, als die mir dann eine Liste mit doch einigen Angeboten und darunter etwa einem Drittel, das sogar in Frage kommen könnte, schickten. Ich musste die aber bremsen, damit sie mich nicht auf völlig ungeeignete Stellen bewerben. Dabei wollte ich die Jobsuche erst wirklich beginnen, wenn ich zurück in Deutschland wäre, weil ich jetzt in den Abendstunden mit dem Umzug hinreichend beschäftigt bin. 


Was ich sonst nicht mit nach Deutschland nehme sind viele Möbel. Ich hatte für die kleine Wohnung in Aadorf ein paar IKEA-Möbel gekauft, die mit mir durch die Schweiz gezogen sind. Dieser Set wurde dann noch einmal um ein paar weitere Möbel ergänzt. Als ich mir langsam Gedanken machte, mich dauerhaft niederzulassen habe ich ein paar etwas bessere Möbel gekauft und das werden die einzigen Möbelstücke, die mich begleiten, plus meinem Sekretär.
ich war nie ein Fan von IKEA und der dahinter stehenden Idee, sich einzurichten. Natürlich wechselt man "heutzutage" die Wohnungseinrichtung hier und da mal. Auch mein eigener Geschmack hat sich geändert — aber nicht wesentlich. Und Möbel sind für mich auch kein modisches Accessoire, was man alle paar Jahre austauscht. Sie gehören zu einem Heim — und das wiederum ist ein Platz, in dem man sich zuhause fühlt, geborgen. Da muss nicht einmal alles schön sein! Wer kennt nicht die schmuddelige Studentenbude, die aus zusammengestoppelten Möbeln und Einrichtungsgegenständen bestand? Ein Heim soll auch aus Vertrautem bestehen. Ich denke, viele benutzen ihr Heim zum Repräsentieren — mir genügt es, wenn sich Gäste, Menschen, die mir lieb und teuer sind, sich bei mir wohlfühlen. Und natürlich vor allem ich soll mich wohlfühlen. Darum muss Vertrautes mit zurück. Ausser dem Sekretär ist es ein Poster aus dem kunsthistorischen Museum Wiens, welches auch die komplette Rundreise mit mir machte.
Über mich selbst und mein Verhältnis zu den Orten, an denen ich lebte, zu denken gibt mir, wie wenig ich als unverzichtbar mit zurück nehme.

meine langjährige Freundin




Gegender
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lautenist

Bei Fefe habe ich diesen Artikel gefunden, in dem die Überlebenschance bei einem Herzinfarkt in Verhätnis zum Geschlecht gesetzt wird.
Dabei kommt heraus, dass Frauen eine schlechtere Überlebenschance haben. Es sei denn, sie werden von einer Frau behandelt. 

Diese ständige Unterstellung, Frauen seien Opfer männlicher Aggression nervt. Und irgendwie bekommen die sogar noch den Dreh hin und behaupten, Frauen machen es besser.
In jedem Fall frage ich: Warum? Warum sollten Männer Frauen schlechter behandeln? Warum sollten Frauen es besser können? Was ist der Zweck einer Frage nach der Qualität der Behandelnden in Verbindung zum Geschlecht?
Ich kenne die Studie nicht im Detail, doch: handelt es sich in den Notaufnahmen nicht um Teams? Wie steht es um die Krankengeschichte? Sind die Fälle überhaupt vergleichbar oder müsste man nicht unterschiedliche soziale Situationen in Betracht ziehen? Zum Beispiel, ob statistisch gesehen eine längere Zeit verging, bis der Notfall behandelt wurde? Grade angesichts der Abhängigkeit von den Umständen eines solchen Notfalls: Ist die Fragestellung überhaupt sinnvoll? (tatsächlich ist sie das in den seltensten Fällen)


Rückblick
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lautenist

beim nochmaligen Durchlesen kamen mir meine Erinnerungen schon an Aadorf zu persönlich vor, um sie in einem "öffentlichen Tagebuch" zu präsentieren. Darum werde ich hier stoppen und in dieser Form keine weiteren Erinnerungen mehr präsentieren.