?

Log in

No account? Create an account
Yesterday

lautenist


Thomas öffentliches Tagebuch

The world of a photographing lute enthusiast


Previous Entry Share Next Entry
Salins du Midi/Salin de Giraud
Yesterday
lautenist

Arles ist flächenmässig ein grosses Städtchen. Neben der eigentlichen Stadt und dem grössten Teil der Camargue gehört auch der Weiler Salin de Giraud zu dieser Stadt. Hinter dem Weiler findet sich eine langgestreckte Landzunge, die die Salinen vom Mittelmehr trennen. Eine fast unwirkliche Gegend mit interessanten Farben.
Dieser Landstrich versprach, für ein paar interessante Fotos gut zu sein, wenn ich schon ansonsten überall vor verschlossenen Türen stand.

Ein schmales Strässchen führt in die Ödnis



... die unvermeidlichen Flamingos sind natürlich auch hier zu sehen.



Kaum ein Baum, der den Wind brechen könnte. Darum war der Wind sehr stark. Die Autotür musste ich nicht anschubsen, damit sie schliesst. Und tatsächlich einiges an Kraft aufwenden, um die Tür gegen den Wind zu öffnen.



Wenn man dort Bäume oder Sträucher fand waren sie verkrüppelt



ein weiterer Salzberg entsteht?



In der leeren Landschaft wirkt der Salzberg klein.



Eine Landschaft wie von einem anderen Planeten









Eine Indurstrielandschaft, im Wechsel mit den einzigartigen Gegebenheiten der Camargue - sie durch die Salinen gleichzeitig formend ...



.... und von ihr geformt werdend.



Alle Fotos wurden mit einer Nikon F80 auf CineStill 50d Film gemacht.

  • 1
Glaube, ein bisschen sieht man das, dass das Mittelmeerraum ist, wenn man weiß, wie die Landschaften dort üblicherweise ausehen...

Interessant, dass man "Salzminen" (der Begriff ist wahrscheinlich herrlich inkorrekt, aber mir fällt kein besserer ein) so nennt.
Habe den Begriff "Saline" nämlich noch nirgendwo gehört.

Was mir an den Bildern auch wieder auffällt, ist, dass die nicht so bodenlos überbeleuchtet aussehen.
Das Auge, was an die Digitalfotografie schon so sehr gewöhnt ist, empfindet das schon als relativ dunkel, obwohl man am Himmel jeweils erkennen kann, dass es an der Beleuchtung nicht so sehr mangeln kann. Sonnenschein und gutes Wetter ist alles da.

"Saline" ist schon üblich (https://de.wikipedia.org/wiki/Saline). Bei mir im Nachbarkaff gab es eine Salinenstrasse - dort wurde lange Salz gewonnen. Ein mühseliges Geschäft!

Digitale Sensoren reagieren anders auf das Licht als chemische Substanzen (die verschiedenen Farbsensiblen Schichten eines Films). Digitalfotographen versuchen gerne, ihre Fotos zu "pimpen", indem sie die Bilder saturieren (also die Farbsättigung = Saturierung hochsetzen) und "lebendige Farben" wählen.
Viel von den Aktionen, die heute über Programme einfach möglich sind gab es früher auch schon im Dunkelraum. Jeder Film (im Sinn von Marke) hat eine unterschiedliche Farbwiedergabe. Theoretisch könnte ich die gescannten Negative digital so bearbeiten, dass sie wie Digitalfotos ausschauen. Da müsste man dann ziemlich genau schauen, um den Unterschied feststellen zu können (kann man aber natürlich). Nur - wer kann so etwas wollen?
Für mich ist die Ästhetik vieler der heutigen Fotographien fragwürdig. Darum benutze ich Film. Ich bearbeite sehr wenig digital, um den Charakter möglichst beizubehalten. Manchmal mache ich es, wenn das Labor nicht das Ergebnis herausbekommen hat, das ich wollte. Das ist klar, weil die einen ganzen Film (also 10, 12, 16 oder 36 Bilder) betrachten während ich ein einzelnes Bild optimieren möchte.


Kann ich mir vorstellen, dass die an den Bildern irgendsowas machen, damit das so aussieht...
Insofern leutet das aber ein, dass einen diese künstliche Farbintensität stört. Wie nämlich schon bei Ton gilt: Alles einfach maximal aufreißen klingt nicht gut, sondern verzerrt nur, und wird auch auf die Dauer ein "Fest" für die Hörnerven, mit anderen Worten "macht dir das Gehör kaputt".
Gehör braucht eine Anpassung daran, was es gut und was es schlecht wahrnehmen kann, sonst überläd man sich auf die Dauer mit Frequenzen und Schall.
So dürfte das auch mit optischen Reizen sein.

Es ist noch was anderes, wenn das mit Absicht so gewählt wurde für einen bestimmten Zweck. Dann soll es ja etwas bestimmtes bewirken.
Dürfte aber weitaus weniger häufig der Fall sein.
In der Regel soll dieses "Farbinferno" ja der Mainstream sein.

In Ibiza heissen die Salzgewinnungsanlagen und der südlichste Strand:"Salinas" - also vom Wort "Sal" - "Salz her stammend.

Ja, das ist bei den frenchies ziemlich ähnlich

  • 1