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Singledasein, Entzugspfunde loswerden ... was gibt es zum Frühstück?

Nachdem ich auf meine alten Tage mit dem Rauchen aufgehört habe ging, wie das nun mal so ist, mein Gewicht nach oben und hat dabei eine selbstgesetzte Grenze überschritten. Wahrscheinlich war die schon länger überschritten, doch hatte ich mein Gewicht immer nur beim Heimatbesuch gemessen und die Waage dort ging wohl nach dem Mond.
Die Erfolge sind ganz okay, auch wenn ich noch weit vom Ziel entfernt bin. Aber generell dachte ich mir, vielleicht interessieren den ein oder anderen die wunderprächtigen Rezepte, mit denen ich mich durch mein einsames Singleleben schlage. Problematisch am Singledasein und der Ernährung kann einiges sein. In meinem Fall war es


  • Kantinenfutter - Kantinenfutter ist billig und schnell. Dafür aber auch ungesund und es schlägt an. Obwohl man nicht satt wird.

  • Schweizer Brot (fast alles aus Backmischungen und fast alles aus Hefe produziert. Man wird nicht satt von dem Zeug)

  • Gipfeli (für die Nicht-Schweizer: die schweizer Variante von Croissants)

  • entzugsbedingte Abend-Futtereien (mal hier ein Stückchen Käse, da was Süsses)

  • zu viel "Fast Food" - nicht mal McDs und Konsorten, sondern aus Bequemlichkeit Backoffenfritten, Conveniant Food und so

  • Mengen - Einkaufen für die Singleküche ist eine Herausforderung!

  • Zeit! Abends noch Zeit mit Kochen "verplempern"?

  • Zucker - das Zeugs macht süchtig und dick

  • Bier - nein! Bier kann kein Problem sein!


Den Gedanken, die Ernährung umzustellen, hatte ich schon länger. Auch die damit verbundenen Anpassungen an der Routine. Tatsächlich ist das ja das Schwerste. Aus dem Trott ausbrechen ist nicht leicht und es kommt immer wieder dazu, dass man in diesen Trott zurückfällt, wenn man nicht wachsam ist.

Erste Massnahme, und zugleich Basis für den Erfolg war, die Kantine zu meiden. Statt in die Kantine zu gehen, nehme ich mir etwas mit und koche mir abends etwas.
Direkt nach dem Aufstehen brauche ich Kaffee - ohne geht nichts! Aber Essen kann ich direkt nach dem Aufstehen nichts. Die erste feste Nahrung gibt es bei mir gegen 11.30 Uhr. Mein Frühstück.
Ernährungsphysiologisch sind zum Frühstück Proteine besonders wertvoll. Da ich auch faul bin, es morgens auf dem Weg zur Arbeit narrensicher sein muss und ausserdem auch noch gut schmecken soll bereite ich am Abend vorher gerne Overnight Oates zu, wobei ich einfach ca. 70g Haferflocken nehme (die qualitativ besten, die ich finden kann), dazu ne Banane draufschnippele und dann mein Behältnis (Einmachglas mit Bügelverschluss, 0.5 Liter) mit weiteres Früchten, Rosinen, Nüssen - oder worauf ich sonst Lust habe - auffülle, dann Milch drüber kippe, den Behälter schliesse und das Zeugs über Nacht im Kühlschrank ziehen lasse. Im verlinkten Beitrag sind noch viele Variationen genannt. Langweilig wird das nicht so schnell!

Mit einem solchen Frühstück besorge ich mir bereits eine Grundladung an Vitaminen und Proteinen. Ausserdem sättigt das Zeugs gut und die Kantine ist damit passé.

Ab und zu will ich aber natürlich auch etwas zu beissen haben und seitdem ich ein Brot auf Sauerteigbasis und Vollkorn bei Coop gefunden habe, das zudem auch noch etwas länger haltbar ist nehme ich ab und zu ein Brot mit. Das wird dann mit Poulet- oder Trutenbrustwurst (oder was ich grade habe, aber prinzipiell ist das lecker und gesünder als die beliebte Salami) oder mit Käse und Gurke belegt - ganz traditionell die Stulle eben. Dabei nur lieber weisses Fleisch, wenn es denn schon Fleisch sein muss.

Mein angestrebtes Verhältnis zwischen Overnight Oates und Stullen ist etwa 3/2 - also an 3 Tagen Overnight Oates und an 2 Stullen. Wobei es vor allem maximal 2 Tage Stullen sein sollten.
Ganz einfach, oder?

Tatsächlich sind in so einem Brotpack etwa 10 Scheiben drin, von denen ich meistens 2 übrig behalte, Bananen bleiben selten übrig. Ihre Verwendung - da werde ich sicher etwas zu schreiben und was sonst noch für das Frühstück gebraucht wird: das gibt es nach Bedarf. Reste habe ich also kaum noch (was mich am Brot vom Bäcker extrem störte: max 3 Tage haltbar, besser nach 2 Tagen aufgebraucht haben. Für einen Singlehaushalt bedeutet das: die Hälfte wird hart oder  schimmelig. Von diesem Brot wird man kaum satt, so dass man viel mehr Brot nimmt als gut wäre ), Das Frühstück ist lecker, Zeit  für die Vorbereitung verbrate ich kaum und spare auch Müll.

Tags: Frühstück, gesund leben, kochen, lautenistenleben
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