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Kultur zuhause

Hier im schönen Obwalden mitten in der Innerschweiz erscheint es oft so zu sein, als würde sich das kulturelle Leben auf Blasmusik und Kirmesveranstaltungen beschränken. Das mag an der geographischen Lage zwischen Interlaken und Luzern liegen, welche beide natürlich ein reichhaltiges kulturelles Angebot bieten. Und doch fehlen mir ein Angebot, das zwar durchaus dem „gehobenen Geschmack“ entsprechen darf, aber nicht mit dem sportlichen und hochpreisigen Angebot der grösseren Städte konkurrieren will. Ich denke dabei an „kleine“ Konzerte, Ausstellungen und Vorträge aus allen Bereichen der Kunst. Veranstaltungen wie Lautenkonzerte (selbstverständlich), aber auch ein Streichquartett oder ein Piano-Rezital oder die Präsentation von Gemälden oder Fotos; oder die Lesung von Literatur. Dabei sollen eben nicht die „grossen“ Namen zum Zuge kommen, für welche in den Städten auch grosse Preise verlangt werden.
Diese Vakanz im kulturellen Leben Unterwaldens verbunden mit dem Wunsch, meine eigene Kunst sowohl zu präsentieren, sie als auch die Kunst anderer zu diskutieren führte mich zu der Idee, selbst Veranstaltungen zu organisieren, die diese Lücke füllen. Sie sollten nicht kommerziell gedacht sein, sondern eher in der Tradition von Hauskonzerten ein Treffen von Künstlern und Publikum ermöglichen.
Dazu sollte jeder einen kleinen Kostenanteil (in etwa in der Grössenordnung von 20 bis 30 Franken) übernehmen.

Ein erster Anlauf, eine solche Veranstaltung durchzuführen, fand kein Echo, was sicher auch daran lag, dass ich den Text dazu in Englisch, auf meiner Homepage und über Facebook veröffentlichte und wenig bis keine Werbung dafür betrieben habe.
Ich muss auch gestehen, dass ich mir nicht sicher bin, ob mein Wohnzimmer die passende Räumlichkeit für eine solche Veranstaltung darstellt.  Schon alleine die Frage, woher eine Reihe Klappstühle organisierbar sein könnten, kann einen in Verzweiflung bringen. Wobei ich eine wunderbar für solche Veranstaltungen geeignete Kapelle grade nebenan hätte. Nach den Erfahrungen mit dem Versuch, dort ein Konzert zu veranstalten, mag ich aber nicht mehr daran glauben, dass die hiesige Kirchengemeinde auch nur einen Hauch von Interesse hat.
Bei dieser Gelegenheit ist mir dann auch aufgefallen, dass ich im privaten Umfeld zu wenige Menschen kenne - und schon gar niemand in der näheren Umgebung - um die Veranstaltung privat zu starten.

Es tut mir schon leid, von dieser Idee Abschied zu nehmen, doch ich alleine in einem Dorf und vollkommen ohne soziale Kontakte habe wohl keine Chance, dort etwas anzuregen und durchzuführen, weder öffentlich noch privat. Schade!






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