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Langes Wochenende - Teil 3: Pilatus – Zürich - Luzern

Der Samstag versprach, sehr heiss zu werden. Da war der Plan, auf den Pilatus zu fahren sicher nicht die schlechteste mögliche Idee, um der Hitze wenigstens teilweise zu entfliehen.
So trieb ich meine Gäste recht früh aus dem Bett, da ich mit einem rechten Ansturm auf die Bahn rechnete und eine der ersten Bahnen erwischen wollte. Da Ron von Sonja sehr begeistert schien und ihr auch gesagt hatte, er sei in der Schweiz wollte sie auch bei einem unserer Ausflüge mitkommen. Sie hatte sich dann diesen ausgesucht. So dass nun auch sie mit ihren Kindern mit dabei war. Mich freute das vor allem für Ron – und ich mich vor allem auf die Kinder. Wer weiss, ob ich sie noch einmal wiedersehe!

Die Bahnfahrt mit der Zahnradbahn auf den Pilatus ist ein Erlebnis! Eine sehr schöne (und steile) Strecke, die aber trotzdem recht bequem war. Oben bietet sich dann eine wunderschöne Aussicht, welche die Fahrt lohnend macht.
Wie befürchtet füllte sich die Gipfelregion recht schnell und zu allem Überfluss fand noch eine Veranstaltung statt (der „Mountain Man“), so dass es für meinen Geschmack schon arg viele Leute dort hatte. Dazu kam eine allgemein schlechte Laune: Damian war schlecht drauf und motzte viel herum (als Kind darf er das – nerven tat’s trotzdem, vor allem, weil ich doch gehofft hatte, die drei würden dazu beitragen, den Tag für Ron zu einem Erlebnis zu machen), Donatella separierte sich recht schnell, Sonja fand einen ehemaligen Klassenkameraden, mit dem sie plauderte (ausnahmsweise war es *nicht* das Handy, das sie von der Beteiligung am real life abhielt *ggg*), so dass schlussendlich Ron und ich alleine unterwegs waren, um den Berg zu erkunden.

















Irgendwann haben wir uns dann, dank vorhandener Handis, nach und nach wieder zusammengefunden. Doch da Damian unbedingt nachhause wollte, trennten sich Sonja mit ihren Kindern dann wieder von uns. Während der Diskussion, was wir denn nun wie machen sollten ging Donatella weg – und wieder verloren. Ron und ich suchten sie anschliessend doch sie blieb verschwunden. Wieder musste das Handy helfen. Donatella war aufgebracht und meinte, wir hätten sie stehen gelassen – offensichtlich nicht das, was wirklich geschah und da inzwischen meine Laune angesichts des Desasters auch nicht besser geworden war habe ich ziemlich geschimpft.  Wir sind dann noch einmal um den Gipfel gewandert und haben das nächste Bähndli nach unten genommen.

Anschliessend ging es zu mir nachhause, wo ich dann kochte. Um den üblen Tag noch schlimmer zu machen hat mein Ofen zunächst den Dienst verweigert, so dass sich das Essen noch verzögerte.
Vom Zwiebelkuchen wurde recht wenig gegessen während der Salat schnell leer war. Die Reste der Zwiebelkuchen gab ich dann den Maidlis. Deren strahlende Gesichter und das Tempo, mit dem der Zwiebelkuchen vertilgt wurde gaben mir den Glauben an meine Kochkunst wenigstens teilweise wieder zurück.

Angesichts des aus meiner Sicht katastrophalen Tags beendete ich den Tag in der Hoffnung, nur mir sei der Tag so katastrophal erschienen.

Sonntags wollte sich Donatella noch mit ihren Freunden in Zürich treffen, die Stadt anschauen und dann abfahren. Ihre Freunde hatten dann aber abgesagt.
Ursprünglich wollte ich eine Bootsfahrt über den Zürisee nach Rapperswil machen und von dort dann wieder nach Zürich zurück. Es war jedoch so heiss, dass mir eine Fahrt mit dem Boot kein schönes Erlebnis zu werden versprach. Da klangen die kühlen Kirchen und die schmalen, schattigen Strässchen in Zürichs Altstadt verlockender.

So führte ich Ron und Donatella durch die Zürcher Altstadt, so gut es meine Ortskenntnis erlaubte, wir schauten uns Fraumünster und dem Grossmünster von Innen an und schwitzten uns so durch Zürich. Donatella wollte dann noch einkaufen, was mich anschliessend dazu verführte, den Unterschied im Einkaufen bei Mann und Frau zu demonstrieren. Während sie für den Einkauf von Kuchen ca. 15 – 20 Minuten (gefühlt waren es eher 3 Stunden) benötige, war ich mit dem Kauf von Luxemburgerli in ca. 1 Minute fertig.









Anschliessend setzten wir Donatella in den Zug und fuhren zu mir nachhause, wo dann – nach einer angemessenen Abkühlphase – endlich und zum ersten Mal an diesem Wochenende Lautenspiel zu hören war. Ich konnte mich nicht zurückhalten und so war es wohl hauptsächlich ich, der gespielt hat, was mir hinterher sehr leid tat. Schliesslich war Ron der Gast und eigentlich hätte ich ihn auch liebend gerne spielen gehört. Aber es überkam mich …



Montag schliesslich reiste Ron ab. Auf dem Weg zum Flughafen sind wir noch nach Luzern und haben uns diese schönste Stadt der Schweiz angeschaut. Es war extrem heiss (für Schweizer Verhältnisse), so dass das Sightseeing etwas mühsam war. Ich hatte keinen Foto mitgenommen, da ich die Sehenswürdigkeiten Luzerns schon x-Mal fotografiert hatte und mit dem Handy auch ganz passable Fotos zustande bringe. Die reiche ich dann noch nach.

Alles in allem hoffe ich sehr, meinen Gästen hat es bei mir gut gefallen. Für mich war das Wochenende sehr anstrengend gewesen, doch auch voller schöner Momente.
Die Anzahl Gäste mit offenbar unterschiedlichen Interessen und unterschiedlichem Temperament hatten nicht in dem Mass zu einer Bereicherung geführt, das ich mir erhofft hatte. Beim nächsten Mal (sollte es ein nächstes Mal geben) werde ich darauf achten, lieber weniger Gäste zu haben, mich aber dafür auf sie konzentrieren zu können.
Ansonsten hoffe ich, die Landschaft, Land und Leute sorgten für ein entspanntes Wochenende für meine Gäste und ich hoffe, sie haben sich bei mir wohl gefühlt und die Reibungen und Längen habe nur ich als solche empfunden.

Tags: fotography, trivia photography, trivia photography lute
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