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Wochenendbericht

Am Samstag ging es zunächst nach Dübendorf, um dort ein Konzert zu spielen.
Ich war erstaunt, dass Otto dabei war, dessen Frau vollkommen überraschend letzte Woche gestorben ist. Vielleicht war es aber auch hilfreich, unter Leuten zu sein und Musik zu machen, anstatt zuhause zu sitzen und zu trauern. Er hat mich, wie eigentlich immer, vollgeblubbert und mehr oder weniger lustige Geschichten erzählt. Und so war es eher ich, der etwas verlegen war, weil er nicht wusste, wie er darauf reagieren soll. Ich habe dann mit erzählt und gewitzelt.


Nach dem Konzert ging es noch auf den Nachtmarkt in Winterthur. Ich kenne solche Märkte aus Sulzbach und war gespannt, wie sie wohl in der Schweiz und in einer (wenn auch kleinen) Grossstadt sein würden. Zusammengefasst fand ich die Atmosphäre sehr angenehm, die Aussteller waren tendenziell professioneller als in Sulzbach, es gab keine selbstgemachten Teddybären (welche die Sulzbacher Märkte zu beherrschen scheinen) und auch keine Gemälde. Das Angebot war etwas weiter gespannt und umfasste neben Schmuck auch Holzbearbeitungen (Möbel vor allem), ein Schmied war da, aber auch selbstgemachte Lebensmittel und Klamotten gab es. Musik gab es vom Band und die Versorgung mit Essen und Getränken war professionell organisiert.
Das Ganze fand im Sulzer-Areal in Winterthur statt, einem ehemaligen Industriegebiet, das nun auf verschiedene Art und Weise genutzt wird.












Für den Sonntag war eigentlich ab dem Mittag schlechtes Wetter angesagt. Somit hatte ich keine Pläne gemacht – ausser endlich mal den Haushalt zu erledigen. Doch der Tag war wunderschön mit strahlendem Sonnenschein, doch nicht zu warm. Da hielt es mich nicht drinnen und ich ging auf einen Spaziergang raus. Diesmal mit dem Makroobjektiv, um Blumen, und - falls ich finden sollte - Insekten zu fotographieren.
Zunächst ging ich durchs Dorf zum Wasserfall, wo ich Insekten fand – allerdings der unangenehmen Art: Nicht umsonst haben von den 10 Plagen 2 mit stechenden Insekten zu tun. Denn Bremsen sind wohl genau dazu geschaffen worden.
Von dort ging es dann weiter den See entlang, wo ich mich noch eine Weile auf einer Bank hinsetzte, um die Sonne und den See zu geniessen, bis mich die immer mehr juckenden Bisse der Bremsen in die Wohnung und zu Fenistil trieben.


















Tags: trivia photography
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