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Der Friedensnobelpreisträger mordet ...

Heute reagierte ich mal wieder empört auf eine Meldung in der Zeitung. Wieder einmal haben die USA in direktem Auftrag des Friedensnobelpreisträgers einen Menschen ermordet.

Wenn die Europäische Menschenrechtskonvention schon das Recht auf Schutz vor willkürlicher Inhaftierung als Menschenrecht einstuft, so muss das Recht auf Leben doch noch höher gewertet werden. Man kann diese Rechte doch als Basis jeglicher Rechtsstaatlichkeit verstehen.

Vielleicht galt die Gleichung „Demokratie = Achtung der Menschenrechte = Rechtsstaat“ noch nie; man denke nur an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, die Bombardierungen Tokios, Dresdens, Guantanamo und weitere Verbrechen westlicher Demokratien. Doch: Geht es nur mir so, als würden die Rechtsverstösse immer dreister? Oder empöre ich mich deshalb so sehr, weil dieser „Erfolg“ in den USA auch noch gefeiert wird?

Wer kann es eigentlich den Menschen in arabischen  (oder jedem beliebigen anderen Staat – in Arabien finden sich zur Zeit nur die meisten Opfer) verübeln, wenn sie die Morde im Staatsauftrag auf ihrem Boden verdammen? Noch dazu im Auftrag des Staatschefs eines fremden Staates begangen, der sich nicht schämt, als moralische Instanz aufzutreten.
Kann man Obama eigentlich für diese (von ihm persönlich angeordneten) Morde haftbar machen?

Nachtrag: (*Naivität on*) In alter Zeit verstand ein Staat unter anderem als seine Aufgabe, seine Bürger zu schützen und schon mancher Mord an einem Staatsangehörigen diente als Casus Belli. Dass die Welt den USA nicht den Krieg erklären liegt wohl nur an dem unvorstellbaren Zerstörungspotential in den Händen der USA (*Naivität off*).

Tags: meinung
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