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Qualität in der Kunst

Was mich an den derzeitigen  Diskussionen über Kunst und Kultur entsetzt, ist die allgegenwärtige Gleichsetzung von Qualität mit Quantität.
Das wissenschaftliche Paradigma der Empirie, der Messbarkeit von Ergebnissen setzt voraus, dass Ergebnisse quantitativ erfassbar sind. Doch selbst, wenn ich von der Richtigkeit dieser Annahme ausgehe ist der kommerzielle Erfolg kein Indikator für die Qualität eines Werkes.
Vielleicht hat die missbräuchliche Verwendung von Normierungen in der Industrie (das Gut/die Ware x entspricht „DIN/ISO-Qualität“) zu Glauben beigetragen, Qualität sei quantitativ erfassbar. Das macht die Aussage aber keinesfalls richtiger.

Oder glaubt jemand ernsthaft, Bach sei qualitativ schlechter als Lady Gaga, bloss weil Lady Gaga kommerziell erfolgreicher ist?



ist das *besser* als das hier:




Tags: gedanken
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