lautenist

Unbehagen in der Kultur

Ich glaube, ich muß mir den ollen Sigi nochmal durchlesen. Das mit dem "Unbehagen in der Kultur" - wobei mir die Kultur - und auch die Bildung - zu seinen Zeiten gradezu traumhaft hoch entwickelt erscheint. Befinden wir uns wirklich in Zeiten der Degeneration? Manchmal glaubt man ja wirklich, man sei von Menschen umgeben, deren kulturelles Niveau einer Gruppe Schimpansen oder Gorillas nicht überlegen ist ... *resignierender Riesenseufzer*

„Es wird aber behauptet, dass jeder von uns sich in irgendeinem Punkte ähnlich wie der Paranoiker benimmt, eine ihm unleidliche Seite der Welt durch eine Wunschbildung korrigiert und diesen Wahn in die Realität einträgt.“ (Sigi)


"Historisch äußerst bedenklich" findet NZZ-Kritiker Christian Wildhagen in der von Roberto Blanco neu befeuerten Debatte darum, ob Beethoven schwarz gewesen ist, den "Zug ins Biologistische, wenn nunmehr wissenschaftliche Untersuchungsmethoden, etwa der DNA-Analyse, für die Untermauerung politischer Ansichten und Ziele herhalten sollen", zumal "es nicht das Geringste an der Bedeutung der 9. Sinfonie oder der Missa solemnis ändert, ob diese Werke nun von einem Schwarzen, einem Transsexuellen, einem Asiaten oder schlicht von einem alkoholkranken Rheinländer komponiert wurden."

Nicht nur die NZZ findet das bedenklich - wobei ich finde es immer mehr befremdlich (nicht bedenklich), wie dieser rassistische Blödsinn grade von denen, die sich über Rassismus aufregen, in die Gesellschaft getragen wird. Der Begriff der Rasse wird vor allem durch diejenigen, die sich gerne als Opfer von Rassismus sehen, wie ein Banner vor sich hergetragen. Dabei gibt es effektiv nur noch eine menschliche Rasse, den homo sapiens


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