lautenist

gelesen: der Donnerstagmordclub von Richard Osman

Gleich zu Anfang sei gesagt: Als Krimi ist der Donnerstagsmordclub bestenfalls mittelmäßig: zu oft kennt Elizabeth einfach jemanden, der jemanden kennt oder andere Zufälle kommen den greisen, aber rüstigen Ermittlern zu Hilfe. Zu viel ist zu unglaubwürdig konstruiert und zu oft muß der Zufall zu offenkundig helfen, als daß der Krimi als gut bezeichnet werden könnte.

Daß das Buch dennoch eine sehr unterhaltsame Lektüre ist, entsteht durch die Erzählweise Osmans, die auch in der Übersetzung von Sabine Roth nichts verliert.

Die geschwätzige Erzählweise Joyces, die einige Kapitel aus ihrer Sicht erzählt, hätte mich übrigens fast dazu gebracht, daß Buch nach wenigen Seiten wegzulegen. Doch es handelt sich nur um eine andere Erzählperspektive und die etwas schusselige Joyce hat nun mal ihre Art, die Erlebnisse zu erzählen. Auch sonst ist das Buch mit viel feinem Humor garniert, ohne dabei die Senioren der Lächerlichkeit preiszugeben. Im Gegenteil! 

So rettet Osmans Qualität als Erzähler eine Geschichte, die man sich locker plaudernd erzählt vorstellen kann — oder als eine Lektüre bei einem Glas Wein oder Apfelwein, die aber keine tieferen Spuren in der Erinnerung hinterlassen dürfte.

Meine Wertung wäre 3,5 von 5 Sternchen

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