lautenist

gelesen: "London Rules" von Mick Herron

"cover your arse" lautet die erste der titelgebenden Londoner Regeln im fünften Buch um das Slough House und die dort untergebrachten Slow Horses um Jackson Lamb. 

"As a master of wit, satire, insight ... Herron is difficult to overpraise" urteilt der Daily Telegraph und ich kann ihm nicht widersprechen.  Im Gegenteil! Herron wird immer besser, was mir bereits nach dem ersten Band der Reihe (Slow Horses) kaum möglich erschien.
Natürlich geht es auch in dieser Auflage um eine bizarre Geschichte aus der Welt der Geheimdienste, in die die Versager aus dem Slough House unwillkommen hineingezogen werden. Eine Reihe Terroranschläge erschüttert London, die auf einem alten Geheimdienstplan zur Destabilisierung eines Landes beruhen. Doch ebenso natürlich gibt es genug witzige und satirische Betrachtungen, unter anderem aus der zur Entstehungszeit des Romans grade besonders aktuellen Brexit-Situation und den Konflikten über erste Muslime in hohen öffentlichen Ämtern (der Londoner Bürgermeister scheint erkennbar) werden scharfzüngig auf's Korn genommen.
Ich habe das Buch auf englisch gelesen, da die deutschen Übersetzungen sehr hinterher hinken. Die Sprache ist gutes britisches Englisch. Um in den vollen Genuß des Wortwitzes zu kommen sollte man die Sprache gut lesen können. Es handelt sich aber um eine mit heute üblichen Englischkenntnissen durchaus machbare Aufgabe.
Die Taschenbuchausgabe bei John Murray ist gut und lesbar gestaltet.
Ein sehr empfehlenswertes Buch — wie die ganze Reihe. Wie schon angedeutet, meiner Meinung nach bislang das Beste 


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