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Overnight Brot

Das Ergebnis -  lecker!
Das Ergebnis - lecker!

Während die Herbst- Mai-? Stürme über das Rhein-Main-Gebiet brausen und es mich vorhin selbst im Dorfverkehr fast vom Roller geweht hat kann ich ein paar Brotrezepte posten, die ich in der letzten Woche erfolgreich ausprobiert habe. Alle habe ich im Römertopf gebacken. Ich bin von den Ergebnissen überzeugt. Diese Brote brauchen sich nicht vor den teuren aus einer Bäckerei verstecken. Und es ist wirklich kein Hexenwerk. 

Vor vielen Jahren, grade ausgezogen, habe ich bereits begeistert mit dem Römertopf gekocht. Ich mochte damals vor allem, daß man in aller Ruhe vorbereiten kann und während das Essen im Ofen gart hat man Zeit, sich um Wichtigeres, damals vor allem meine Gäste, zu kümmern. Als ich während der Seuche wieder anfing, mein eigenes Brot zu backen, gab mir zunächst meine Mutter ihren Römertopf, noch ein altes Original aus den 70ern ohne Glasur, welches ich nun immer noch für eine Vielzahl Gerichte benutze: Fisch, Gulasch, Hähnchen — es gibt sehr viele Einsatzmöglichkeiten. Um Brot zu backen habe ich ihn aber zunächst nicht benutzt.
Ich habe eben grade gesehen: Auch diese Ur-Version gibt es (wieder).
Um Brot zu backen habe ich mir aber den hier zugelegt. Auch der eignet sich für alle Gerichte, die man im Tontopf machen kann, die Form ist für Brot perfekt und die Größe ist für meinen Singlehaushalt generell sehr gut geeignet.

Ein Brot mit Sauerteig hatte ich schon beschrieben.  Nach einigen Fehlversuchen gelang mir nun auch ein Rosinenbrot (Beschreibung folgt — muß nur noch schauen, ob eines der Fotos halbwegs vorzeigbar ist), das ich am Wochenende verschlungen habe und nun habe ich ein simples, sehr gut alltagstaugliches Brot gebacken, das ich gestern schnell nach der Impfung zusammengerührt und heute morgen dann in den Ofen geschoben habe.

Wichtig ist, daß man den Römertopf wässern muß. 45 Minuten sollte er in kaltem Wasser stehen. Ich habe ihn, der Einfachheit halber, am Abend vorher bereits ins Wasser gestellt. 

Weiterhin ist wichtig, daß man den Römertopf immer in den kalten Ofen schiebt. Sonst platzt er und das wäre schade.

Aber zum Rezept.
Ich habe
200g Weizenmehl (Typ 550)
200g Dinkelmehl (Typ 1050)
2 Teelöffel Salz
1 Päckchen Trockenhefe (Seit der Seuche nehme ich Trockenhefe — es geht natürlich auch mit frischer) mit
400 ml warmer Milch (sie soll nicht kochen)
und einem guten Speuz Agavendicksaft verknetet.

Zum Verkneten habe ich einen ganz normalen Handmixer mit den Knethaken auf kleinster Stufe benutzt. Zum Abschluß habe ich das noch mit der Hand durchgeknetet, damit der Teig wirklich vermengt ist (bei dem Handmixer blieben mehlige Reste, die ich so eingearbeitet habe). Dann habe ich das mit einem Küchentuch abgedeckt bei mir im Wohnzimmer über Nacht auf die Heizung gestellt — irgendein heimeliges und warmes Plätzchen sollte es sein. Dann habe ich gemütlich ein gute-nacht-Bier getrunken und bin ins Bett. Am nächsten Morgen habe ich den Teig noch einmal (mit der Hand durchgeknetet), den Römertopf aus dem Wasser geholt, grob abgetrocknet und mit Backpapier ausgelegt. Teig rein und mit einem scharfen Messer oben eingeritzt. Deckel drauf und in den kalten Backofen. Bei 200°C auf Umluft habe ich dann 70 min. gebacken. Nach dieser Zeit habe ich den Deckel entfernt und das Brot nochmal ca. 10 Minuten ohne Deckel braun gebacken. Voila! 


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