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Obstbäume, Blüten und Lautenmusik

Kirschbaum
Kirschbaum


Ich finde es immer noch zu kalt für Ausflüge! Tageshöchsttemperaturen unter 10 Grad, die Feuchtigkeit und oft auch noch ein kalter Wind dazu strafen den strahlend blauen Himmel mit Wolken wie gemalt Lügen. Jeden Tag wieder während der letzten Tage gehe ich raus und bin schnell wieder drin. Okay — gestern habe ich ein paar Blumenzwiebeln in die Erde und ein paar Samen auf sie gebracht in der Hoffnung, daß es keinen Nachtfrost mehr gibt. Ein richtiger Gärtner werde ich sowieso nicht und eigentlich schaue ich beim Garten vor allem, etwas zum Fotographieren zu haben und natürlich, daß so eine Art Minibiotop entsteht, in dem sich Vögel, Insekten, Eichhörnchen und Igel — halt das Gartengetier — wohlfühlen kann. Letzten Jahr hat das ganz gut geklappt. Immer mehr Vögel sieht man hier und auch Igel und Eichhörnchen scheinen sich wohl zu fühlen. Dafür, daß das alles noch sehr neu ist finde ich es schon nicht schlecht. 

Gestern war ich auch bei meiner Mutter — sie verschwindet immer mehr. Kaum mehr ansprechbar und nach nur einer Woche bereits wieder eine deutliche Verschlechterung. Traurig, daß ihre Brüder sie nicht besuchen wollen. Der eine meint, er hätte Angst vor Corona. Naja ... und meinen ersten Test in der Nase hatte ich. Auch eklig — sehr eklig. Das alleine könnte ein Grund sein, sich impfen zu lassen. Aber wahrscheinlich wollen die dann trotzdem Testen. Weil es ja so viel bringt.

Mein zweites Rosinenbrot ist immerhin gut geworden. Sehr lecker ist es. Das mache ich bestimmt öfter (Rezept folgt dann). Mir gefällt, daß sich langsam eine kleine Auswahl aus verschiedenen Brotrezepten bildet, aus denen ich auswählen kann (das Zwiebelbrot hatte ich wahrscheinlich noch gar nicht erwähnt?). 

Sicher stört es nicht, wenn ich ab und zu auch mal etwas Musik teile, oder? Vor allem Anna spielt so schön — mit überwältigendem Lautenton und viel musikalischer Intelligenz. Das ist eine Schönheit, die ich teilen will. Von mir gibt es hoffentlich auch bald wieder etwas auf die Ohren. 

Zamboni stammt aus der Spätzeit der historischen Lautenmusik und das hört man. Die Subtilität der Kompositionen weicht einer direkteren Ansprache, die den barocken Geistern wahrscheinlich platt und anbiedernd vorgekommen wäre, uns dagegen noch angenehm zurückhaltend und doch näher an dem uns vertrauten Lärm als an der tiefsinnigen Feinheit vorheriger Epochen. Man kann es vielleicht vereinfachen, wenn man sagt, die frühe barocke Musik sei introvertiert und diese Musik extrovertiert. Das wird der immer noch vorhandenen beachtlichen Tiefe und Fülle an musikalischen Einfällen zwar nicht gerecht, gibt aber ein bißchen die Tendenz wieder.

Um einen Eindruck von hochbarocker Musik und dem Kontrast zu Zamboni zu vermitteln hier noch ein bekanntes Stück, das die gleiche Interpretin auf einer Barocklaute interpretiert


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