lautenist

biologische Entitäten

Wie nennt man die menstruierenden, gebärenden biologischen Entitäten eigentlich heutzutage?

Wie ich auf diese Frage gekommen bin?

http://www.phsa.ca/transcarebc/Documents/HealthProf/Gender_Inclusive_Language_Clinical.pdf

Ich habe nichts dagegen, wenn Menschen ein Problem mit ihrem Geschlecht haben und es wechseln — oder einfach auch nur als ein anderes Geschlecht leben wollen ohne den mühsamen Transformationsprozess durchzumachen. Das sehe ich als ihre Freiheit.
Es ist aber keineswegs so, daß mir das männliche Geschlecht zugewiesen wurde. Ich habe männliche Geschlechtsorgane und bin darum männlich.
Das ist kein willkürlicher Akt meiner Eltern oder irgendeiner Verwaltung, sondern eine Tatsache.
Wäre das Geschlecht zugewiesen kann ich es beliebig ändern: Mann und Frau (und Hermaphroditen) gibt es dann nicht mehr, sondern nur noch ein von der aktuellen Stimmung abhängiges, beliebiges Gefühl. Denn: was männlich oder weiblich ist wird dann nicht mehr von biologischen Fakten bestimmt.

Wenn es keine Geschlechter mehr gibt, weil sie ja willkürlich bestimmt sind — was ist die Folge? Keine Damentoiletten mehr — das dürfte vor allem die meisten Frauen stören. Binden oder Tampons, genauso wie die üblichen Methoden zur Verhütung sind dann ja Manifestationen eines Willkürakts und gehören verdammt, oder?
Wie das mit dem ganzen identitären Scheiß zusammengehen soll bleibt auch offen. Wenn es keine Frauen mehr gibt — gibt es dann  auch keinen Feminismus mehr? 

Die Vorstellung, die Welt anzupassen und gerecht zu gestalten ist sicher ehrenhaft. Doch ist sie zum Scheitern verurteilt, schon gar, wenn man die Sprache mißbraucht, um scharfe Beschreibungen unmöglich zu machen, weil sie verletzend sein könnten. Das Individuum könnte durch eine korrekte Beschreibung verletzt werden — Kinder und Jugendliche kennen das "Du Fettwanst" ist eine Beleidung und wird vom Individuum als solches empfunden werden. "aber wenn's doch stimmt" ist dann die freche Entgegnung. Was passiert? Der unhöfliche Begriff wird ersetzt durch einen nicht minder beleidigenden Begriff — "adipöse Bioentität" oder so etwas. Problem ist nicht, wie hoffentlich deutlich wird, der Begriff, sondern einen Menschen wegen eines als physischen Makel empfundenen Tatbestands herabzuwürdigen. Wenn ich den Begriff ändere ändere ich doch nichts, aber auch gar nichts an dem beleidigenden Tatbestand. Arschlöcher finden ihren Weg, sih auszudrücken. Nachdem "Neger" als neutraler Begriff für Menschen schwarzer Hautfarbe in Verruf kam und man darauf heute verschämt als "N-Wort" referiert (ich dachte, als ich das zuerst hörte, an "Nigger" — "Neger" hatte ich nie als negativ konnotiert verstanden) fanden sich schnell neue Begriffe — was hat das also gebracht? Sprache wird künstlich unverständlich gemacht. An der Beleidigung ändert es nichts: Arschloch bleibt Arschloch.

Wenn aber nun die Wirklichkeit negiert wird, um die Fantasie einer Gruppe zu befördern — was ist das? Die Menschen, die gerne als anderes Geschlecht leben würden dürfen sich dann ja auch nicht "normaler" fühlen — denn wenn das Geschlecht als biologische Wirklichkeit abgeschafft wird sind Transgender-Leute ja in ihrer Identität nicht besser gestellt. Sie leben eine Rolle. Und das bleibt so. Die Wirklichkeit bleibt — auch wenn man sich der Möglichkeit beraubt, sie zu beschreiben. 

Die Frage, wie man die menstruierenden und gebärenden Frauen bezeichnet wird von "woken" Menschen mit Cis-Frauen beantwortet werden. Während Trans-Frauen Männer sind, die als Frauen leben. Ich habe den Eindruck, daß der Begriff den Unterschied eher betont, denn mir ist es schnurzpiepegal, ob jemand cis oder trans ist (solange keine sexuellen Interessen im Spiel sind). Wichtig ist mir, den Menschen zu respektieren. Wenn er als Frau angesprochen werden will dann tue ich das.  Wenn er als Mann angesprochen werden will dann tue ich eben das. Das ist die soziale Wirklichkeit. Und die ist veränderlich. So ist es denkbar, daß ein Banker tagsüber knallharter Macho und männlicher als Schwarzenegger ist und abends dann in Stöckelschuhe und Kleid schlüpft. Da ist absolut nichts verwerfliches dabei (außer das Machos natürlich auch nicht den besten Ruf genießen): er wechselt die Rolle.

Womit wir beim eigentlichen Problem sind: das (biologische) Geschlecht ist ein (inzwischen veränderbares) Faktum. Wie wir leben, uns anziehen, all der ganze Krempel — die Clichés, aber auch hormonell bedingte Eigenarten — sind etwas anderes. Biologischer Fakt muß nicht der gelebten Wirklichkeit entsprechen. Und nun versuchen die woken Leute, die biologischen Fakten der gelebten Wirklichkeit anzupassen. 

Zugewiesen wird das Geschlecht nicht — es bleibt bei Männern und Frauen (und Hermaphroditen — ca. 0,1% der Menschen haben kein eindeutiges Geschlecht). 

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