lautenist

Video zu einem Klassiker — nach 50 Jahren

Fast genauso interessant wie das Video sind die Kommentare darunter, die alles Mögliche in das Video hineininterpretieren, vor allem ihre persönliche und ganz individuelle Tragödie. Der Song gibt das her, ohne das man den Text überinterpretiert. Grade das nur ganz kurz eingeblendete Bild von Aylan Kurdi, dem ertrunkenen Flüchtling, der die deutsche Flüchtlingspolitik zunächst änderte, bevor man wieder dazu überging, Flüchtlinge doch lieber absaufen zu lassen als hier aufzunehmen, brachte viel Echo.

Doch irgendwie höre ich das Lied, das ich fast 50 Jahre kenne, in einem anderen Kontext ... und zwar vor dem Hintergrund der Theodizee (also wie kann ein allmächtiger Gott all die Ungerechtigkeit und all das Leid der zulassen und trotzdem "lieb" oder "gut" sein?). Schließlich setzt sich das Album kritisch mit Gott, Religion und Kirche auseinander.

Vielleicht ist es wirklich der Zeitgeist, der Alles und Jedes nur auf sich selbst bezieht, diese widerliche Egozentrik, ja, schon Egomanie, die heute unser Verhältnis zu Allem und Jedem bestimmt. 

Error

default userpic

Your reply will be screened

Your IP address will be recorded 

When you submit the form an invisible reCAPTCHA check will be performed.
You must follow the Privacy Policy and Google Terms of use.