lautenist

Und wieder ein Corona-Aufreger

Was hat sich seit April 2020 geändert? 

Wir haben einen Impfstoff, aber kaum jemand wird geimpft.

Sonst gibt es einen Wust an in sich widersprüchlichen Maßnahmen, von denen ein paar helfen, die meisten aber Blödsinn sind. "Abstand halten, Kontakte meiden" heißt die wirkungsvolle Maßnahme. 

In diesem Umfeld Schüler in die Schulen zu zwingen und das "ein Stück Normalität" zu nennen ist zynisch. Eigentlich Körperverletzung. Mit Vorsatz. 

Lehrer und Betreuer vorgezogen zu impfen, in Risikogruppe 2 - wohl frühestens Ende April oder Mai? Man schickt Feuerwehrleute auch ohne Schutz ins Feuer und verspricht, sie im übernächsten Feuer angemessen zu schützen? 

Und sowas nennen die Strategie?

(Schnell-) tests schützen übrigens nicht vor einer Infektion. Die werden jetzt ins Gespräch gebracht, als eine Art umgekehrter Judenstern: der Geimpfte oder Genesene ist sauber und bekommt Sonderrechte - "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich". Manche sind halt gleicher.

Problem ist doch, ob wir die Seuche bekämpfen und zusehen, daß der Spuk schnell vorbei ist oder den Partikularinteressen folgen. Was derzeit passiert ist nun ein Herumgeeiere, welches uns locker ein Jahr Seuche zusätzlich einbringt. Die aktuelle Politik sorgt dafür, daß wir Wirtschaft und soziales Leben schädigen *und* die Seuche nicht effektiv bekämpfen. Grade, wenn es um Kinder geht ist das daneben.

Wenn sie aber nun Schulen öffnen wollen, Kinos oder was auch immer, dann sollte Voraussetzung sein, daß das sicher ist. Das kann man also in vernünftigem Umfang derzeit nur für Geimpfte machen, was aber eine Art Judenstern voraussetzt, heute am besten digital - das klingt modern und ist darum gut - also ist es nicht, aber es läßt sich leichter verkaufen. Es bleibt aber eine Diskriminierung und ist Arschloch (unsolidarisch) sein auf höchster Ebene

Das Problem ist, daß die Mehrzahl der Leute nun mal gesund sind und nicht einsehen, daß so eine Seuche nun mal Kacke ist. "Wir wollen Normalität" bedeutet nun mal "Wir wollen Seuche" exakt so lange, bis die Bevölkerung flächendeckend immunisiert ist (ca. 67 bis 76% werden bei der derzeitigen Variante des Virus gebraucht, um relativ sicher zu sein). Die kann man darüber erreichen, daß man die Leute schnell impft oder: man nimmt hunderttausende Tote in Kauf und macht prinzipiell erstmal gar nichts (im Prinzip ist das der Weg, den sie nun gehen wollen). Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, daß man der Krankheit durch vernünftige Behandlung den Stachel nimmt - hat bei der Pest funktioniert und ist gegen Viren deutlich erfolgversprechender als auf eine Impfung zu hoffen, die gegen Viren noch nie sonderlich erfolgreich war. Bereits im frühen Stadium hat es die EU verkackt (andere Nationen genauso), indem sie einseitig auf die Entwicklung eines Impfstoffs gesetzt hat (sie meine Posts vom Mai letzten Jahres oder wann immer die EU beschloß, zig Milliarden in die Entwicklung eines Impfstoffs zu pumpen). Wenn wir nun aber schon das Glück haben, daß es der weltweiten Forschergemeinschaft tatsächlich gelungen ist, einen Stoff zu entwickeln ist es doch krank, wenn man den nicht benutzt. Das ist die total verkackte Corona-Politik. Wenn die den Stoff nicht an die Leute bringen müßte das bedeuten "Sorry wir haben verkackt. Dauert noch etwas". Auch da wäre das Geschrei groß, aber entweder wir bekämpfen die Seuche oder denken an Politiker-Eitelkeit und Wahlkampf. Ich glaube inzwischen nicht mehr daran, daß diese Politiker da noch irgendwas geregelt bekommen. Und leiden müssen Gesundheitsämter, Ärzte, Pflegepersonal - letzten Endes wir alle, das ausbaden.

Aber ... ehem: Darum geht es nur am Rand, denn jetzt Schulen aufzumachen ist schlicht ein "Geht nicht" - hätten die für effektiven Schutz gesorgt, also Lehrer geimpft (nicht "wir impfen sie dann schon irgendwann im Mai oder Juni) kann man an Schule denken (Präsenzunterricht). Daß man die Schüler mit Schnelltests am besten ein paarmal die Woche durchtesten muß gilt dabei genauso - aber wie gesagt: Testen schützt nicht vor Ansteckung. Um das zu gewährleisten müßte man auch Schüler impfen (wie es Israel macht).

Nebenbei: Dieses Herumgehampel mit Zahlen ist logischer Dünnschiss. Es geht nicht mehr darum, Infektionsketten zu durchbrechen. Die Gesundheitsämter arbeiten gut und geben ihr Bestes. Glaube ich — gerne! Aber sie schaffen es nicht mehr. Ein weiteres Versagen von Spahn und Konsorten, die es versäumt haben, die Gesundheitsämter aufzurüsten. Sonst hätte die Zahl der Ansteckungen nicht auf 35 herabgesetzt werden müssen sondern die Gesundheitsämter kämen mit größeren Werten zurecht. Diese Zahlen hatten aber noch nie damit zu tun, daß man dann die Seuche im Griff hätte, sondern sie sollen angeben, daß bei einer Überlastung der Gesundheitsämter eine unkontrollierbare Ausbreitung droht. Die haben wir nun und der Wert ist ohne Aussage (man kann natürlich eine Aussage konstruieren, die aber immer verbunden werden muß mit den Annahmen, die man zugrunde legt: "ab einer Inzidenz von 35 können wir die entstehenden Toten und Verkrüppelten und sonst Kranken tolerieren" - das ist die derzeitige Aussage. Andere sind genauso denkbar und genauso willkürlich)

Die Zivilisationsdecke ist dünn.

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