lautenist

gelesen: Altlasten von Sara Paretsky

Lesenswert ist der Krimi schon, den Sara Paretsky hier vorlegt. Neben der eigentlichen Krimigeschichte wird viel aus den ländlichen USA erzählt, was das Buch eigentlich erst interessant macht. Neben Alltagsrassismus, Vorläufern von MAGA, die sich zur Entstehungszeit des Romans bereits anbahnten, amerikanischer Bigotterie, aber auch typisch amerikanischer Offenheit und Freundlichkeit wird vieles abgedeckt, auch Skurrilitäten wie, daß man die Minuteman-Silos als Wohnsilos vermarktet.

Die "Feministische Erschließung eines populären Genres", den die Herausgeberin und Übersetzerin sieht, würde ich natürlich eher Agatha Christie zugestehen, wenn mir diese Attributierung irgendwie relevant vorkommen sollte. Daß eine Frau über eine weibliche Ermittlerin schreibt, ist nun wirklich nichts Neues und das als Feministisch zu betonen legt einen arg verschrobenen Feminismusbegriff nahe. 

Was mir außer der mißglückten, wenn auch erfolgreichen Vermarktung mißfällt sind die vielen sprachlichen und grammatikalischen Fehler, die auf ein fehlendes oder mangelhaftes Lektorat schließen lassen.
Ich sollte im Original englische Bücher wirklich besser im Original lesen und nicht auf Übersetzungen zurückgreifen. Auch wenn ich dem Perlentaucher/Eichendorff21 dadurch ein paar Euro versage

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