lautenist

gelesen: Family Business von Lisa Sandlin

Lisa Sandlins Krimi um das Ermittlerteam Delpha Wade und Tom Phelan wird in der FR auch mit dem Label Feministisch gebrandmarkt. Es ist beachtlich, welche Blüten das treibt, denn es handelt sich bei Family Business um einen ganz klassischen Kriminalroman, bei der, wie in vielen Büchern des Genres, die weibliche Protagonistin, dem männlichen nicht hinterher steht. 

Der Fall selbst ist übersichtlich komplex, was Raum läßt für erzählerische Qualität. Und mit der kann Lisa Sandlin durchaus punkten. Natürlich darf man von einem Krimi keine sonderlich tiefe Charakterisierung erwarten, aber immerhin lernen wir die beiden näher beleuchteten Personen, Delpha und Tom, gut kennen und die üblichen Holzschnitte bleiben aus. Das Buch liest sich flüssig und spannend. Mir gefällt besonders die flüssige Erzählweise, die unaufdringlich die Protagonisten vorstellt. Der Spannungsbogen ist gut gesetzt.
Die Übersetzung von Andrea Stumpf ist manchmal ein kleines bißchen holprig, aber noch sehr gut geraten. Ich vermute, im Original befindliche sprachliche Spezialitäten verursachten diese kleinen Stolperer, die den Lesefluß kaum stören.

Wer gerne bessere Krimis liest, die sich nicht in Plattitüden verlieren wird den Roman sehr mögen. 

Error

default userpic

Your reply will be screened

Your IP address will be recorded 

When you submit the form an invisible reCAPTCHA check will be performed.
You must follow the Privacy Policy and Google Terms of use.