lautenist

Nachdem ZDF heute gendert ist es von meinem Programm gestrichen. Die Aufgabe einer Nachrichtensendung ist, über die Geschehnisse des Tages zu berichten, nicht aktiv (Sprach-) Politik zu betreiben und schon gar nicht, eine Privatsprache zu benutzen.
Nach der Kulturzeit auf 3sat die zweite Sendung, die wegen dieses Unsinns aus meinem regelmäßig geschauten Programm fliegt (welches 3 Sendungen umfaßt).

Im Prinzip lohnt es sich nicht, sich um diesen Unsinn Gedanken zu machen, aber wenn mangelndes Sprachverständnis quasi offiziell zu fördern, indem es in den Nachrichten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen benutzt wird, ist eine Grenze überschritten. Nicht zu verstehen, daß ein Kugelschreiber weder Penis noch Vulva hat und trotzdem ein Geschlecht (nämlich das Wortgeschlecht), genauso wie der Mond, aber auch der Mörder, der Terrorist, der Arzt .... die deutsche Sprache hat nun Mal Funktionsbezeichnungen, die unabhängig vom biologischen Geschlecht sind, das männliche (Wort-) Geschlecht zugewiesen. Will man das biologische Geschlecht betonen kann man das im Deutschen. 

Das generische Maskulinum wird nun mal benutzt, wenn es scheißegal ist, ob der Mensch der es trägt einen Penis oder eine Vulva hat. Wenn ich zu einem Arzt gehe tue ich das, weil ich krank bin, ein Professor soll mir etwas beibringen, ein Mörder bringt jemanden um, ein Soldat genauso und ein Terrorist verbreitet Schrecken - vollkommen Wurst, ob das ein Mann oder eine Frau (oder Hermaphrodit) ist. 

Gendere ich betone ich ohne Not das Geschlecht, was eine unangemessene Sexualisierung darstellt. Nur noch die weibliche Form zu benutzen ändert die Grammatik, paßt aber nicht in die Sprache: "Jeder Ärztin hat studiert" ist einfach falsch.
Übrigens ist sogar die Motivation, das zu benutzen, falsch. Denn Geschlechtergerechtigkeit kann wohl kaum durch Eliminierung männlicher Begriffe erreicht werden und das Fehlen der Hermaphroditen, für die mit viel Aufwand das "diverse" Geschlecht eingeführt wurde.
Schon der Begriff "Mitgemeint" bedeutet eine Bildungslücke, weil die Gleichsetzung von Wort- und biologischem Gesetz angenommen wird. Wie gesagt - ich bin Hesse und nehme es eigentlich mit der Sprache nicht so genau. Aber die öffentlich-rechtlichen Nachrichten sollten das tun, wenn sie Relevanz behalten sollen.


"Lockdown wohl bis in den Februar hinein"
schreibt das Höchster Kreisblattin der heutigen Ausgabe fett auf den Titel - die haben Humor. Immerhin gab das den ersten Lacher des Tages.

Bis Ü80 geimpft sind dürften wir im März, wahrscheinlicher April sein, die Ü70 dann wohl so bis Juni, Stufe 3 bis August/September, Stufe 4 bis Weihnachten. Ernsthaft eine Entspannung erwarten kann man frühestens, wenn Stufe 3 geimpft ist. Lockern sie vorher geht der ganze Quatsch von vorne los und es dauert noch länger. 

Und das ist eher eine optimistische Annahme, finde ich. Angesichts der bekannten Inkompetenz der relevanten Stellen dürfte es eher länger dauern, vor allem auch, weil sie jetzt schon wieder die nicht klinischen und tödlichen Fälle marginalisieren.  

Wahrscheinlich werden sie vorher schon öffnen (die Wirtschaft!) und die Fallzahlen gehen durch die Decke. Dann werden wir sehen, was Spätfolgen von Corona anrichten können. 

Ich rechne jedenfalls eher damit, trotz eremitischem Leben die Seuche als eine Impfung zu bekommen. Die Impfgegner können darum beruhigt sein.

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