lautenist

Gebete / Mission

Anruf einer befreundeten Familie, nachdem sie mir ein Briefchen eingeworfen haben, bei dem ich dachte, ich muß mal nachfragen, wie sie zu den darin enthaltenen Informationen gekommen war. Schließlich wollte meine Mutter kein Telefon, weil es für sie schwer zu bedienen ist. Es hat sich herausgestellt, daß meine Mutter doch angerufen hatte und meine Befürchtungen unbegründet waren.
Sie meinte irgendwann verschüchtert, sie würde für meine Mutter beten. Nichts dagegen — wenn Beten Ausdruck echter Anteilnahme ist und nicht Ersatz dafür wie in diesem amerikanischen thoughts and prayers-Gefasel sind Gebete nett und liebenswürdig, weil Ausdruck echter Anteilnahme. 

Nicht so nett sind diese aggressiv-missionarischen Sprüche, die unvermeidlich zu sein scheinen mit dem Tenor: irgendwann wirst auch Du Zuflucht in Gebeten suchen. Ja und? Kann sein, ist aber unwahrscheinlich, weil mein spirituelles Leben eben genau diesen christlichen (aber auch muslimischen) Missionsgedanken ablehnt. Da mag ich den Glauben der Alten an die alten Götter lieber. Alles, was man weiß ist: sie haben die Götter anderer Völker als deren Eigenart respektiert. 

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