lautenist

Zwischen den Jahren

Üblicherweise benutze ich diese Zeit zwischen den Jahren, um das Jahr etwas detaillierter zu planen. Das ist in diesem Jahr schwer. 

Sicher muß ich aus der gegenwärtigen Lethargie herauskommen. 

Sohnemann war so nett und hat mich auf seinem Netflix-Account "Stranger Things" und "Queen's Gambit" schauen lassen. Das war spannend genug, daß ich nur raus in die Kälte bin, um den Kompost rauszubringen und bei meiner Mutter nach dem Rechten zu sehen. Allerdings muß ich sagen, daß beim groben Durchstöbern nicht viel mehr auftauchte. Ich hatte überlegt, Cuties zu schauen. Einfach nur wegen des Shitstorms, den es deswegen gab. Die Serie verspricht aber nur Langeweile. Ich vermute, das war dann meine Woche Netflix. 

Beide Serien waren übrigens sehenswert, auch wenn ich den Hype nur verstehen kann, wenn man den Rest der aktuellen Produktionen dagegen vergleiche. Da ist Serien-Bullshit-Bingo damit zu spielen spannender als die Serie selbst. 

Zunächst fand ich die alten Kameras reizvoll, die dort immer wieder auftauchen, auch die Musik, und daß die Charaktere alle ernst genommen wurden und wenig dem derzeitigen Standard entsprachen. Wirklich angenehm! Sauber produziert. Winona Ryder ist immer noch hübsch — alles sehr angenehm anzuschauen. Auch, weil als Schönling nur sie wirklich durchgeht. Die Kinder und Teenager haben nun zwar viele Fans, aber sie sind weniger die Schönlinge, wie man sie aus US-Produktionen gewohnt ist. Auch Bullshit-Bingo kann man nur begrenzt spielen: Klar: Es muß ein Alibi-Schwarzer dabei sein! Aber hier angenehm unaufdringlich und natürlich. Auf Lesben und Schwule hat man verzichtet, meine ich. Ein bißchen Coming of Age, ein bißchen Mystery. Sehr nett, gut gemacht — tiefgründig aber nun wahrlich nicht. Wirklich herausgehoben aus dem Serieneinerlei wird Stranger Things durch die außergewöhnlich gute und aufwendige Produktion.

Daß eine Serie über Schach einen Hype auslöst, weckte mein Interesse. Anya Taylor-Joy scheint derzeit auch angesagt zu sein. Ich kannte sie schon und finde sie optisch faszinierend: sie schön zu nennen fände ich unangebracht, aber sie fasziniert (optisch). Als Schauspielerin hat sie einiges zu bieten und sie ist mir zeit ihrer Karriere deutlich lieber als die (meiner Meinung nach zu Unrecht) gehypte Jennifer Lawrence (gut spielen kann letztere nur Schlampen). Ob sie eine ganze Serie tragen kann fand ich eine interessante Frage.

Als ich den Trailer sah, der mit den Worten beginnt "es wird immer Männer geben, die Dir etwas beibringen wollen" wollte ich die Serie schon in den Mülleimer werfen, weil sie nur den feministischen Gender-Bullshit zu bedienen versprach. Glücklicherweise habe ich das nicht getan. 

Die Geschichte ist wie erwartet banal, wird aber durch die gute Produktion weit über den Standard katapultiert. Tolle alte Kameras sieht man! Generell ist mir bei beiden hier besprochenen Produktionen aufgefallen, wie detailgetreu die 80er (Stranger Things) und die 60er (Queen's Gambit) zum Leben erweckt werden. 


Der Rahmen, in dem man 2021 planen kann, wird wieder von der Seuche gesetzt. Dabei gehe ich davon aus, daß wir uns im ersten Quartal bis in etwa Ostern in irgendeiner Variante von Lockdown befinden, was eine Gestaltung nahe der im letzten Jahr (noch fühlt es sich befremdlich an, von 2020 als letztem Jahr zu schreiben) nahelegt. Im Prinzip sind das Spaziergänge in der näheren Umgebung. Ich möchte gerne die Weilbacher Kiesgruben ansteuern, aber auch wieder gerne das Süße Gründchen, das Altenhainer Tal, vielleicht den 3-Burgenweg?, je nach glätte und Feuchtigkeit — und dann zur Kirchbaumblüte will ich unbedingt nach Ockstadt. Und dieses Jahr möchte ich die Mandelblüte nicht verpassen.
Die nächsten paar Tage, vielleicht auch Wochen, wird es aber schwer sein, sich mit dem Roller zu bewegen. Glättegefahr! Und ich mag dieses Nasskalte Wetter auch nicht leiden. Hier überlege ich mir die nächsten Tage etwas in unmittelbarer Nähe.
Vielleicht lassen sich nun am Anfang des Jahres Schwarz-Weiß Fotos schießen? Ich würde gerne, wenn ich Städte und Orte besuchen, vor allem in Schwarz-Weiß fotographieren.
Darüber hinaus muß ich mir ernsthaft Gedanken machen, wie ich den Garten weiter entwickle. Ich zögere dabei, auch, weil ich doch hoffe, daß meine Mutter ihren Teil des Gartens wieder übernehmen kann.

Ich vermute, im Frühling werden dann erste Öffnungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche stattfinden — das ist dann natürlich völlig übereilt, weil zu dem Zeitpunkt dürften grade mal die besonders gefährdeten Personen geimpft sein. Das bedeutet, Rundtouren unter Vermeidung von Menschen wie im letzten Jahr. Aber dann kann ich den Roller benutzen. Leider dann wohl noch immer nicht für richtige Ausflüge, weil die Seuche wird das öffentliche Leben immer noch bestimmen. Erst im August/September rechne ich damit, verreisen zu können. Schön wäre dann eine ausgedehnte, mehrwöchige Reise — entweder nach Frankreich oder England (oder beides), die Donau entlang oder rund um die Ostsee. Mal schauen, was geht ...

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