lautenist

Eine neue Form von Werbung

Die Durchhalteparolen a la Kolberg gingen mir schon im Frühjahr auf den Senkel.

Die Öffis machen eine Berichterstattung wie ich sie mir weiland von der Ostfront vorstelle ("Für Führer, Volk und Vaterland verloren wir an der Ostfront Corona 500 Soldaten Menschen"). Differenzierter wurde es in der Hessenschau aufbereitet, so daß man sich wirklich ein Bild machen konnte.  Nun aber macht der lokale Nahverkehr (RMV) Werbung für sich, weil seine Lokführer Maske tragen. Zum Fremdschämen

Ob das darüber hinwegsehen lassen soll, daß die Öffis und die Bahn außer einer Maskenpflicht herzlich wenig getan haben, um ihre Passagiere zu schützen? Ich fahre mit dem Laden nicht mehr — nicht nur wegen der Seuche. Durch die Seuche sind mir die Ziele weggefallen, die ich mit den Öffis ansteuern wollte, doch Zugausfälle, Verspätungen, mieser Service wurden irgendwann auch so sehr lästig. 

Wir kannten Greenwashing — wie nennt man nun die aktuelle Form der Reklame, wo man Corona und die Angst, genauso wie die Blockwartmentalität der Bevölkerung ansprechen will?

Mal schauen, wie nun die Siegesmeldungen und die Rückschläge (die bei diesen Politikern unausweichlich kommen werden) vermarktet werden. Zur Zeit steht die Hoffnung hoch im Kurs  
schaut, wir haben Impfzentren,
schaut, die erste Impfung

Das alles basiert auf einem Krisenmanagement, das nur eine einzige "Lösung" der Situation kennt: Die Impfung und alles ist vorbei
Bei dem beschleunigten Zulassungsprozeß und fehlenden Langzeitstudien muß man noch schauen, ob die Wirkung wirklich so gut ist wie behauptet. Was, wenn der Virus mutiert? Wie lange hält die Wirkung eigentlich vor?
Politisches Ziel ist, den Status Quo Ante wieder herzustellen. Was in jeder Hinsicht dumm ist. Unmöglich ist es auch noch. 

Error

default userpic

Your reply will be screened

Your IP address will be recorded 

When you submit the form an invisible reCAPTCHA check will be performed.
You must follow the Privacy Policy and Google Terms of use.