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Diminution: Es ist ein Ros entsprungen ...

Gestern habe ich ein wenig Weihnachtsmusik auf der Renaissancelaute aufgenommen. Mehr oder weniger vom Blatt gespielt, darum verzeihe man mir die dürftige Performance. 

Es basiert auf Jesaia 11,11: Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht und stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Die hier dargebotene Version orientiert sich an der Musizierpraxis des 16.Jahrhunderts und bietet Diminution anstelle der später üblichen Variation. Diminuierung bedeutet dabei, daß man zwischen die Noten des ursprünglichen Stücks andere Noten hineinquetscht. Das kann in allen Stimmen vorkommen. Der originale Ton kommt meistens vor, manchmal aber nicht genau an der Stelle, an der man ihn erwarten würde — das entspricht in etwa dem barocken doublieren. Auch das in einem mehrstimmigen Satz mehrere Stimmen diminuiert werden können, alleine oder zusammen — je nach Vermögen des Improvisierenden buw. Komponisten. 

Natürlich ist es aber auch ein Weihnachtsgruß in diesem sehr eigenartigen Jahr.

Ich versuche übrigens dann im Anschluß, das gleiche Stück auch auf Vimeo hochzuladen. YouTube macht sich immer mehr unbenutzbar — ich hoffe, LJ läßt irgendwann embedding von Vimeo Videos zu ... 

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