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Advent Advent

Zweiter Advent und nun kommen sie mit Ausgangssperren. Wow! Superscharfe Maßnahme! Davon abgesehen, daß sie kaum zu überprüfen ist: Wo soll man denn hin abends? Gut — "ein weiterer Haushalt" als Mengenangabe wird damit hinfällig.

Impfung: 6 Millionen Hessen auf 30 Impfzentren macht 200.000 pro. Max 3000 sollen pro Tag geimpft werden können. Macht 67 Tage — man braucht aber 2 Dosen. Also 4 Monate Minimum sind wir dann in einem schwebenden Zustand. Und noch ist nicht klar, ob Geimpfte das Virus weitertragen können. Also geht der Zirkus in jedem Fall noch eine Weile weiter.

Ich will auch keine Panik machen, aber die 95% Sicherheit bei einer Durchseuchung von vielleicht 3% der Bevölkerung klingt zunächst auch nicht vertrauenerweckend.
Natürlich ist meine Darstellung auch falsch. Tatsächlich erkrankten von den Geimpften 8 Personen, von der Plazebo-Gruppe 162. Auf eine Grundgesamtheit von 42000 Impfungen.
Problematisch bleibt, daß wir keine Daten zur Durchseuchung vorliegen haben. In Deutschland werden meines Wissens nur Verdachtsfälle und bestimmte (Risiko-) Gruppen getestet. Der Test in Ischgl ist wohl nicht repräsentativ (ca. 42% der Bewohner hatten das Virus — genauer Antikörper - in sich). Ein Test im Mai hier im Rhein-Main Gebiet hatte Werte zwischen 0,8% und 3% Durchseuchung.
In diesem Zusammenhang wären die Werte aus Tschechien oder Luxemburg interessant, die ihre gesamte Bevölkerung einmal durchgetestet haben. 


Meine Mutter ist ja nun in Kurzzeitpflege in einem Heim. Ich habe natürlich immer noch Rennerei, aber die ganzen kurzfristigen Einsätze (Botengänge) fallen weg. Das entlastet etwas. Nun scheint sie auch erstmals vernünftig medizinisch betreut zu werden. Sogar mit dem Krankenhaus in Höchst konnte ich vernünftig sprechen und sie haben Probleme eingeräumt, da sie in Corona-Hysterie waren (sie haben das natürlich für sie netter formuliert).  Sie kommt (mit ihrem Einverständnis) noch einmal zu Nachuntersuchungen hin, dann zunächst zurück in Kurzzeitpflege. Ich vermute, das wird dann eine Dauerpflege werden, weil sie alleine ja nicht mehr zurecht kommt. Wenn ich das so mitbekomme graust es mir vorm alt oder pflegebedürftig werden. Ich denke mal, für diesen Fall stibitze ich mir mal eine Ladung Insulin.


Ich hatte mit einem Freund SoundJack ausprobiert, um Onlineproben zu ermöglichen. Außer für Corona wäre das ja auch für internationale Proben etwas Cooles. Aber leider haben wir es nicht zum Laufen gebracht. Außer Krächzen war nichts zu hören. Ich bin mir ziemlich sicher, daß mein Setup stimmt. Der Freund sucht in den Krümeln, aber ohne eine laufende Referenzinstallation, gegen die ich meine eigene testen kann, sehe ich das als Zeitverschwendung an. Da stochert man nur sinnlos im Strohhaufen herum. Schade! Das Projekt sieht gut aus.
Außer: Die Oberfläche ist zwar aufgeräumt, könnte aber eine saubere Programmierung vertragen. Ein sauberes GUI ist (zugegeben zeitaufwendiger) Kleinkram für den Programmierer, erleichtert aber die Handhabung sehr.


Grade ist mal wieder eine Phase mit vielen Schmerzen. Eklig sowas — aber die Schmerzmittel halten es unter Kontrolle. Wie es ausschaut, wenn das nicht abflacht ist wie immer Sorge um die Weihnachtszeit, weil da ja alles zu hat. Und nun in Lockdown ist es noch schlimmer. Naja — noch bin ich mit den Schmerzmitteln nicht bei den Hämmern angekommen ...


Nikolausis (genauer Bethmännchen) und eine Weihnachtskarte mit einem Infrarotphoto, das ich von der Maxon aus in die Berge geschossen habe habe ich gestern verteilt. Fehlen nur noch die Mieter bei meiner Mutter.

Als nächstes kommen dann Jahresendarbeiten, die auch helfen, die trübe Zeit zu überstehen.


Irgendwann die Woche hatte es mich geritten und ich habe mir The Marvelous Mrs. Maisel angetan. Die 50er-Atmosphäre hat ihren Charme, das bonbonfarbene Mädel wirkt sehr amerikanisch perfekt (Jetztzeit), das jüdische Amerika dieser Zeit ist fremd, der Witz — naja! Am besten noch, wenn sich Midge (die Hauptdarstellerin) streitet. Ansonsten viele Anspielungen und nette Szenen. Nicht schlecht, aber die Begeisterungsstürme verstehe ich nicht.

Im ZDF bin ich irgendwann mal spätnachts über die französische Reihe "They were ten" nach Agatha Christies "And then there were none" gestolpert. Zuerst natürlich über die hübsche Mathilda Lutz, aber auch sonst geben sich dort die Stars des aktuellen französischen Films ein Stelldichein

Eine ganz nette Miniserie, die dank der Darsteller sehenswert ist. Die Handlung ist zwar nett und gut ins Heute und die Tropen transportiert, aber eher altbacken. 

Wieso Amazon mir die Serie Motherland vorgeschlagen hat, kann ich mir nicht erklären. So einen Scheiß' aus der aktuellen Clichékiste habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Wer  Aluhüte mag — oder die SJW — oder Feministinnen? — MAGA-Idioten? — könnte die Serie mögen. Ich finde sie gequirlte Kacke und dazu noch schlecht umgesetzt. 

Unter Schmerzmitteln ist die Wahrnehmung etwas getrübt. Und ich kann nicht nur lesen und Klimpern. Außer der tollen Musik, die ich versuche darzustellen (da kommt sicher demnächst noch was dazu) bin ich von "Der Engel des Patriarchen" von Kettly Mars total begeistert. Ich war immer neugierig, wie das denn gehen soll, im Voodoo Christentum und afrikanischen Religionen zu mischen. Das wird hier unterhaltsam in einem schaurigen Roman aus Haiti dargestellt. Ich bin begeistert!

Oh — während ich hier die Trailer zu dem, was ich die Tage geschaut hatte, zusammengesucht habe, bin ich über den Trailer zum Kingsman-Prequel gestolpert. Das werde ich mir in der ein oder anderen Form sicher antun (weiß der Himmel, ob man nächstes Jahr wieder gefahrlos in ein Kino kann)


ein tolles Stück von John Dowland ist Semper Dowland Semper Dolens 

Auch ein Video, über das ich gestolpert bin. Einerseits schön gespielt, aber irgendwas stört mich (nein — die Rechte Hand von Lukas Henning, die sich nicht zwischen Daumen innen und außen entscheiden kann, ist es nicht)

Und noch ein weiteres Video — schon älter, aber ich bin erst jetzt drüber gestolpert (ich bin kein guter Fan, scheint's). Blind to the Beautiful von Fish, dem ehemaligen Sänger von Marillion, das auch heute noch sehr aktuell erscheint, wie so oft bei Fish mit eindrucksvollem Text und visuell beeindruckendem Video

"Hurricanes with children's names Rewrite our history..."

Hier noch der komplette Text zu Blind to the Beautiful

There are no pictures accompanying this
Blind to the Beautiful
The stars are fading, ashes to ashes and dust to dust,
The bread we have broken, the wine we drank from tarnished cups,
And I stopped believing in miracles a long long time ago,
I lost my faith and I sacrificed my soul,
I worshiped fallen idols, chased false prophets to an end,
To where I just can't see the beautiful anymore

The ice retreating, mountains exposed in the sun,
The earth is baking, raindrops precede the floods
And hurricanes with children's names write our history
Signatures tracked by satellites on high,
We should have talked about the weather a bit more seriously,
More than stocks and shares and corporate wares,
We were blinded by the skeptics and their greed
I just can't see the beautiful anymore; I just can't see the beautiful anymore

I howled and I cried when the melody died, the song was finally over,
There was nothing to say, words stole away, their meaning lost in the ether,
What there was left stopped making sense, a broken up alphabet, language dispersed
I just can't hear the beautiful anymore

The oceans are rising, islands in time disappear,
The canyons burning, forests consumed by the flames,
Wildfires rage across the plains to be starved by barren soil,
Deserted farms where seeds refuse to grow,
I close my eyes to cloudless skies I dream of what we had before,
I just can't see the beautiful anymore
I just can't see the beautiful anymore
Show me the beautiful; bring back the beautiful, show me the beautiful
I want to see the beautiful once more

Und abschließend, um noch etwas adventliche Stimmung zu verbreiten, ein Liedchen, von Allison Young dargeboten — die ist lebende Diabetes (so süß) und eine tolle junge Musikerin

ich mag ja auch den alten Jazz im Django (und verwandtem- Gypsie engt es mir zu sehr ein) Stil — während Corona habe ich einige Darbietungen zu schätzen gelernt und Ensembles wie die Post Modern Jukebox, bei der Allison Young auch als Gast bei einem ELO-Cover mitgewirkt hat (Da kann man sie als verführerische Dame erleben).
Die Avalon Jazz Band hat nun eine recht hübsche und sehr französisch (und herrlich normal) wirkende Sängerin und inzwischen haben sie auch einen gewisse YouTube-Ruhm. Ich mochte ihr Corona-Lied

aber zum Abschluß ein weihnachtliches Liedchen 


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