lautenist

gelesen: Psalm 44 von Danilo Kiš

Langsam geht es dem Füßchen besser, das mich so elendiglich geplagt hat. Und so beginne ich damit, das kleine Büchlein von Danielo Kiš zu beschreiben. Auf weniger als 150 sehr intensiven Seiten entsteht eine Geschichte aus Auschwitz, die aber deutlich früher beginnt. Bereits 1962 wurde die Geschichte verfasst, doch erst in diesem Jahr auf Deutsch veröffentlicht.

Besonders beeindruckt hat mich der wohl zeitlose Monolog des Vaters ab Seite 79, in dem er sich beeindruckend und meiner Meinung nach sehr zutreffend über die Gründe für Verfolgung von Menschen durch Menschen äußert: 


"Es handelt sich nicht um Hass auf Schwarze, auf Iren oder Juden, es geht also nicht um eine ethnische, oder rassische oder nationale Entität, sondern lediglich um menschliche Intoleranz, die [...] einen Vorwand sucht [...]"

Unglaublich beeindruckend!
Und diese 2 Seiten machen nur einen winzigen Teil des Buches aus, welches eigentlich eine Flucht beschreibt, aber auch so viel mehr. 

Lesebefehl!

Error

default userpic

Your reply will be screened

Your IP address will be recorded 

When you submit the form an invisible reCAPTCHA check will be performed.
You must follow the Privacy Policy and Google Terms of use.