July 13th, 2021

Thomas

Man mag es kaum glauben ...

Drei wirklich hervorragende Spieler, die einfach nur das Pech hatten, einen Elfer zu versemmeln.
Zivilisation? Und was bedeutet das für die Chauvinisten, die England so toll finden, wenn die eigenen Spieler angefeindet werden? Es ist wirklich schlimm, wie bescheuert die Menschen mit so einem Stuss umgehen — und für das Land des "fair play" kann ein solches Verhalten nur peinlich sein.

Düzen Tekkal (CDU) ist eine jesidisch-deutsche Journalistin, Filmemacherin, Kriegsberichterstattern, Autorin und Publizistin, die sich für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und den Kampf gegen Extremismus und Gewalt einsetzt.

Collapse )
Thomas

gelesen: der Donnerstagmordclub von Richard Osman

Gleich zu Anfang sei gesagt: Als Krimi ist der Donnerstagsmordclub bestenfalls mittelmäßig: zu oft kennt Elizabeth einfach jemanden, der jemanden kennt oder andere Zufälle kommen den greisen, aber rüstigen Ermittlern zu Hilfe. Zu viel ist zu unglaubwürdig konstruiert und zu oft muß der Zufall zu offenkundig helfen, als daß der Krimi als gut bezeichnet werden könnte.

Daß das Buch dennoch eine sehr unterhaltsame Lektüre ist, entsteht durch die Erzählweise Osmans, die auch in der Übersetzung von Sabine Roth nichts verliert.

Die geschwätzige Erzählweise Joyces, die einige Kapitel aus ihrer Sicht erzählt, hätte mich übrigens fast dazu gebracht, daß Buch nach wenigen Seiten wegzulegen. Doch es handelt sich nur um eine andere Erzählperspektive und die etwas schusselige Joyce hat nun mal ihre Art, die Erlebnisse zu erzählen. Auch sonst ist das Buch mit viel feinem Humor garniert, ohne dabei die Senioren der Lächerlichkeit preiszugeben. Im Gegenteil! 

So rettet Osmans Qualität als Erzähler eine Geschichte, die man sich locker plaudernd erzählt vorstellen kann — oder als eine Lektüre bei einem Glas Wein oder Apfelwein, die aber keine tieferen Spuren in der Erinnerung hinterlassen dürfte.

Meine Wertung wäre 3,5 von 5 Sternchen