October 8th, 2019

Thomas

Worms - digitale Fotos vom heiligen Sand und aus dem Dom

Der älteste jüdische Friedhof Europas mit seinen uralten Gräbern und seiner faszinierenden, leicht verwildert wirkenden Anlage, den vielen Leben, die anhand der Grabsteine vor dem inneren Auge erstanden hielt mich lange gefangen. Und ich kam mir in keinster Weise morbide vor, eher war ich etwas verschämt, weil ich im Leben anderer Menschen geschnüffelt hatte.

Dieser Besuch war als Test eines fotographischen Setups aus Filmkamera zuzüglich der kleinen Olympus für drinnen gedacht. Den heiligen Sand fand ich dann aber auch in Farbe sehr beeindruckend. Außerdem wollte ich ein neues Objektiv testen. Etwas überfrachtet, ich weiß! Das digitale "best of" enthält schon 70 Fotos, die ich für diesen Post radikal weiter kürzen muß - und nun tut jedes Bild, das ich weglasse, weh.


Die Grabsteine des Rabbi Meir ben Baruch von Rothenburgs und Alexander ben Salomon Wimpfen

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Der Wormser Dom erlebte 1235 die Hochzeit Friedrich II., stupor mundi genannt und Bestsellerautor mit seinem noch heute aktuellen Buch über die Falknerei mit Isabella von England und den Bruch der Kirche mit Luther 1521. Wie oft bei solchen Bauwerken ist es schwer, genau anzugeben, wann sie denn gebaut wurden, da er zwischen 1130 und 1181 auf älteren Bauwerken aus römischer und merowinger Zeit erbaut wurde. So sind die Saliergräber in der Gruft aus dem 10. und beginnenden 11.Jarhundert



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Thomas

das Klimakonzept der Grünen

Das "Klima-Konzept" der Grünen, wenn man es so nennen kann, wird hier in der Zeit umrissen.

Immerhin haben sie den Entwurf des wissenschaftlichen Dienstes gelesen und eingearbeitet. Deutlich besser als das, was die GroKo vorgelegt hat.
Daß sie sich auf das derzeit beliebte Thema CO2 konzentrieren war zu erwarten - dabei folgen sie dem wissenschaftlichen Dienst und die Forderungen sind nachvollziehbar beschrieben. Das ist okay und wäre ein möglicher Weg.
Bei der Energiewende und der Landwirtschaft meinen sie, Vorgaben setzen zu können (also Verbote). Das ist mir als Ziel nicht schlecht, aber der Weg ist mir noch zu diffus. Auch die Formulierung der Alternativen ist eigen: wenn ich eine Ölheizung durch Pellets (Holz) ersetzen soll ist das so ähnlich wie der berühmte Soja-Diesel - alles andere als ökologisch. Da ist außer dem CO2-Preis alles noch zu wenig konkret, um es zu beurteilen. Das Zusammenspiel von Energie, Wirtschaft, Ökologie, Mobilität, Biodiversität, Agrarwirtschaft, was eigentlich die Beurteilung einer geplanten Politik erst ermöglichen würde, fehlt.
Die Rolle des Militärs wüßte ich auch mal gerne - und da die Nasen über Jahrzehnte gepennt haben müssen wir uns auch damit beschäftigen, wie wir mit Katastrophenmigration umgehen wollen bzw. die Lebensumstände in den bedrohten Gebieten so verbessern helfen, daß Flucht vor Katastrophen unwahrscheinlich wird. Und dann zum Schluß ein klares Wort zur Verteilung der Lasten und möglichen Alternativen.
Die USA als Verweigerer faktenbasierter Politik lassen es notwendig erscheinen, auch außenpolitische Elemente zu berücksichtigen. Strafzölle für Länder wie Brasilien, die Brunei oder die USA wären doch mal was, oder?
Kurze Begründung: Vernünftige Politik, die darauf zielt, die Erde bewohnbar zu erhalten erfordert Aufwand. Länder wie Brasilien und die USA verweigern diesen Aufwand und ziehen aus dieser Verweigerung Vorteile und belasten die Staatengemeinschaft dadurch unanständig. Das könnte und müßte man unterbinden

Zusammengefasst: besser als der Vorschlag der GroKo (was inzwischen jeder Grundschüler schaffen würde), aber dafür, daß dieses Thema der Kern grüner Politik sein müsste, sehr schwach und fast ohne Aussage.

Die Bundesregierung hatte ein Konzept vorgelegt - der resultierende Gesetzentwurf, der gestern vorgestellt wurde soll noch schlechter sein, wird hier
wissenschaftlich bewertet

Prof. Quaschning lehrt an der HTW Berlin Ingenieurwissenschaften und Regenerative Energiesysteme


Derzeit beherrscht mir zu sehr das Thema Kohlendioxid. Natürlich ist das einer der Kernpunkte der Katastrophe, doch bereits vor 40 Jahren wurde der Bericht "Global 2000" an den US-Präsidenten (damals Jimmy Carter) übergeben. 1980 wurde er in deutsch bei 2001 veröffentlicht. Ich verlinke hier nur mal den ersten Band und illistriere damit vielleicht einwenig, was an Problemen 1977/1978 gesehen wurde. Die Prognosen, die im Band 2 enthalten sind, sind größtenteils korrekt, doch zum damaligen Zeitpunkt rechnete man noch mit mehreren Alternativen zur Klimaentwicklung. Die globale Erwärmung war nur eine davon. Man muß auch sehen, daß einige Themen neu hinzu gekommen sind.