June 3rd, 2019

Thomas

Nationale und kulturelle Identität

Diskussionen mit Rechten sind oft schwierig. Typisch ist, daß eine Aussage gemacht wird, die empört und natürlich infrage gestellt wird. Darauf reagieren Rechte nicht mit Argumenten sondern mit einer Flut weiterer Aussagen, die man erst einmal entkräften soll. Eine solche Gesprächsführung ist ermüdend und führt zu nichts. Ich hatte schon ausgeführt, daß ich Gespräche dieser Art für sinnlos erachte.

Nun habe ich mich zu später Stunde doch verleiten lassen, noch einmal zu diskutieren. Vor allem, weil mich der Bezug zum Dalai Lama befremdlich dünkte.

Ausschnitt aus der Diskussion.
Ausschnitt aus der Diskussion.

Die gesamte Diskussion kann man auf Facebook anschauen, wenn man mag.
Die Phrasendrescherei wird schnell deutlich. Schon im angerissenen Ausschnitt wird die "christlich-abendländische Prägung" bemüht, die der Dalai Lama sicher nicht im Sinn hatte. Die Landesverfassung von Baden-Württemberg dürfte ihm ziemlich fremd sein. Also wird die Interpretation einer Aussage mit der Interpretation einer Aussage begründet. Ein paar große Namen dazugemengt und dann muß der Gegenüber beeindruckt sein. Wunderprächtig! Bin ich aber nicht. Die Argumentation geht immer so weiter und dreht sich im Kreis. Ich erfahre weder, was Deutschland nun ausmacht, weder für den Dalai Lama noch für den Diskutanten, noch was der Migrationshintergrund mit der Steuerlast zu tun hat. 

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