April 9th, 2018

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Frühling in der Camargue - Pont du Gau

Ausnahmsweise verbrachte ich meine Frühlingsferien nicht zuhause. Der Schnee und das Grau waren mir in einem solchen Mass zuviel, dass ich beschloss, in den Süden zu fahren. Italien? Stunden vor dem Gotthardtunnel zu verbringen hatte ich keine Lust. Ausserdem waren die Preise in den Gegenden, die mir eingefallen waren, astronomisch. England? Ähnlich - dazu kam, dass die An- und Rückreise mehr als  2 Tage verschlingen würden, was bei einem Kurzen Urlaub arg lästig wäre. Gegenüber in der Normandie? Schon besser! Aber eigentlich auch zu kalt - warum also nicht wieder nach Südfrankreich? Also fuhr ich wieder in die Camargue, in das gleiche wunderbare Hotel, welches ich schon vor 2 Jahren im Sommer gebucht hatte.
Die Anreise verlief ereignislos - erwähnenswert ist vor allem die Kirschblüte, die entlang der Rhone wunderschöne Farbtupfer in die Landschaft gesetzt hatte. Angekommen entschuldigten sich die Hoteliers für das Wetter: es waren 17 Grad! Deutlich besser als die 0-2 Grad, bei denen ich die Schweiz verlassen hatte. Zum Abendessen ging ich, wie es üblich werden sollte, das kurze Stück (etwas mehr als einen halben Kilometer) vom Hotel in das Dörfchen Saintes Maries de la Mer, ein Touristendorf mit wunderschönen, unendlichen Sandstränden, ansonsten aber kaum erwähnenswert. Natürlich musste ich gleich ein Jungbullensteak futtern - bei den Stieren der Camargue handelt es sich um im 19.Jahrhundert importierte spanische Kampfstiere, deren Fleisch fettärmer ist als das normale Rindfleisch und generell von ziemlich hoher Qualität Lecker war es!
Am nächsten Tag begann dann mein Besuchsprogramm - und am Ende hatte ich ausser ewig vielen Fotos einen Sonnenbrand. Eingerahmt hatte ich meinen Aufenthalt mit Besuchen im Pont du Gau - was sich "ornithologischer Park" nennt. Tatsächlich sind fast alle Tiere dort allerdings wildlebend. SIe werden angefüttert und sind darum wenig scheu. So ergeben sich sehr viele Fotogelegenheiten. Natürlich habe auch ich mich an den Futterstellen herumgetrieben, war aber als einer der ersten im Park und bevor die ersten Besucher kamen bin ich in die entlegeneren Bereiche gegangen, die von den Touristenmassen nicht mehr so stark besucht werden. Generell kann man sagen: die Woche vor Ostern war der perfekte Reisetermin. Kaum Touristen bis Oster-Samstag, was viele meiner Besuche sehr aufgewertet hat.
Nicht ganz einfach ist, Bilder auszuwerten, die einen Eindruck vermitteln. Wer in der Camargue ist sollte unbedingt dort hin - ein Erlebnis!



Unter dem Cut finden sich noch ganz viele Bilder, ausnahmsweise digital geschossen - mit Click kommt Ihr auf eine grössere Ansicht. Das ist auch nur eine kleine Auswahl. Mehr Fotos finden sich auf meinem Flickr. Wenn die "echten" Fotos (also auf FIlm) ankommen, mache ich wahrscheinlich einen extra Eintrag. Film ist für die Landschaft und die Stimmung viel besser geeignet, digital macht eignet sich für sich bewegende Objekte (wie Vögel) besser.

Collapse )





Abends ging es natürlich wieder in's Städtchen zum Futtern. Ich fand eine Pizza ganz angebracht. Früher war Pizza in Frankreich kulinarisch nicht empfehlenswert, inzwischen scheint man sie wirklich geniessen zu können. Es war halt früher ein bezahlbares Essen während gutes Futter in Frankreich nahezu unbezahlbar war.

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Sind Likes und Faves ...

..  ein öffentliches Bekenntnis zu einer Sache oder Aussage?
Etwas zu Teilen bedeutet, man findet es beachtenswert?

Irgendwie schon, oder?

Die sozialen Medien machen sich hier zunutze, dass wir unsere Begeisterung für etwas gerne teilen, grade gegenüber "Freunden" - nur sind viele "Freunde" auf sozialen Medien eben nicht unsere Freunde.
Dadurch wird aus etwas, was als private Äusserung gedacht ist ein öffentliches Bekenntnis.
Dass soziale Medien diese Aussagen speichern und dazu Verwenden, uns Werbung auf dieser Basis vorzusetzen - oder diese Aussagen an jemanden verkaufen, der sie dann zu irgendetwas verwendet macht die Situation nicht besser.
Die Vorstellung, "Privacy" liesse sich in einem Medium, das per se öffentlich ist (also das Internet) herstellen, ist naiv. Die Sozialen Medien sichern uns in ihrer "Privacy Police" zu, sie würden nichts Böses mit diesen Aussagen tun - ein Versprechen. Und dabei wechselt das, was sie unter "Böse" verstehen so oft wie bei anderen die Unterwäsche. Wenn jemand also etwas dort einstellt ("Wer sieht Deine Beiträge?") vergessen die Diensteanbieter immer zu erwähnen, dass sie meine Beiträge, Likes und Faves immer sehen und auswerten. Das ist ihr Geschäft. Damit verdienen sie ihr Geld.




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Ganser mal wieder

Daniele Ganser hat auch seinen letzten Lehrauftrag entzogen bekommen.
Er braucht ihn sowieso nur für sein Renommé. So kann er sich heute nicht mehr mit dem Attribut Dozent schmücken. Er lebt wohl überwiegend von Buchverkäufen und seinen gut laufenden Shows.
Natürlich bekommen seine Fans und Anhänger nun Schnappatmung und empfinden es als skandalös, dass nach ETH Zürich und der Uni Basel nun auch die Uni St. Gallen die "Arbeit" Gansers nicht anerkennt. Tatsächlich stellt er nur Fragen, einige durchaus originell. Bei der Auswahl seiner Quellen geht er äusserst selektiv und tendenziös vor, so dass die Wissenschaftlichkeit seiner Arbeitsweise anzuzweifeln ist. Inwieweit ein Erkenntnisgewinn durch seine Tätigkeiten stattfindet und ob das überhaupt beabsichtigt ist ist ebenso fraglich.
Ich gönne ihm seine Show. Die scheint er ganz gut und erfolgreich abzuziehen. Was ich nicht mag ist, wenn sich so jemand als Wissenschaftler ausgibt.
Die Reaktionen seiner Anhängerschaft sind allerdings nervend.
Und das Ergebnis dieser Umfrage


empfinde ich als sehr bedenklich.

Natürlich darf man bei den Teilnehmern einer solchen Umfrage voraussetzen, dass sie Ganser eher zugeneigt sind, aber dennoch ...