April 3rd, 2018

Yesterday

April, April ...

Die Flucht vor dem Grau und Weiss in den sonnigeren Süden war ziemlich erfolgreich. Die Temperatur war verglichen mit den 0-2Grad hier angenehm zwischen 17 und 22 Grad, ich hatte viel zwar schon gesehen, aber im Frühling ohne Heerscharen an Touristen waren die Leute vor Ort entspannter und so etwas wie einen Spazergang auf der Stadtmauer von Aigues Mortes, an den bei um  die 40 Grad im Sommer kaum zu denken war, war sehr schön. In der nächsten Zeit könnten einige Fotos kommen ... Fotos! Ich wollte ja vor allem abgelaufene 220er Mittelformatfilme aufbrauchen, die sowieso nicht mehr hergestellt werden und die von der Farbanmutung (es handelte sich um Kodak Portra 160) sehr zu der Region passen könnten. Dazu noch abgelaufenen Velvia 50, den ich für Architektur, olle Steine und so benutzen wollte - und seit längerem hatte ich auch meine digitale Nikon (D750) mal wieder mit, da ich für sich bewegende Ziele (also vor allem Vögel) lieber die Digiknipse nehme. Da macht es halt weniger Loch im Portemonnaie, wenn man für ein Sujet mal 20 Bilder durchrauschen lässt. Faktisch war es gar nicht mal so schlimm. FIlm zu fotographieren trainiert! Doch ca. 2500 Fotos sind es doch geworden.



Auf der politischen Bühne haben es die Briten geschafft, dass sich auch andere Nationen lächerlich machen bei dem Versuch, Russland den Anschlag auf den ehemaligen Doppelspion und seine Tochter in die Schuhe zu schieben. Es wird fleissig Stimmung gemacht und kalter Krieg gespielt. Ich hoffe, die grössere Anzahl Bürger ist schlau genug, die Inszenierung zu durchschauen.
Einmal wird aus einem Anschlag auf Britische Bürger plötzlich ein Anschlag auf Britannien, dann wird auf der Basis von Hörensagen (irgendwann haben die Russen mal so ein Zeugs produziert. Ob das verwendete Zeugs aus Russland kam oder von wem es benutzt wurde wissen wir nicht, aber die Russen sind doch böse - das wissen wir doch. Darum halt!) ein Konflikt provoziert. Und die Verbündeten machen das alberne Spiel mit!

Deutschland hat Puigdemont festgenommen. Formal mag das seine Richtigkeit haben (auch wenn ich und andere zweifeln). Irgendwie müssten wir ja eigentlich davon ausgehen können, dass bei Partnern wie Spanien - oder wie oben erwähnt den Briten - rechtsstaatliche Prinzipien gelten, Menschenrechte und so. Dass es manchmal allerdings schlauer wäre, in die andere Richtung zu schauen, wenn ein Partner offensichtlich nur eine politisch unliebsame Meinung strafrechtlich verfolgen will. Nun tja - die Demokratien dieser Tage scheinen nicht mehr viel Wert darauf zu legen, das Mäntelchen zu tragen, welches den faulen Kern verdeckt.
Spanien jedenfalls sollte sich fragen, ob es sich einen Gefallen tut, indem es einen Repräsentanten einer Region verfolgt. Man kann und darf von seiner Politik halten, was man will. Das ist das eine. Das andere aber ist, dass er ein legitimer Repräsentant seiner Region ist. Demokratisches Verständnis ist in Spanien wohl Fehlanzeige.

Ein weiteres Thema für Demokraten ist sicher der polnische Umgang mit ihrer Geschichte. Es ist durchaus diskutabel, ob und inwieweit es polnische Kollaboration gab, nicht nur in der Frage der Judenverfolgung. Dass man nun per Gesetz verbietet, sich mit dieser Frage zu beschäftigen ist Gesinnungszensur. Hier wird eine Meinung (mehr ist sie nicht - da es ja nicht erlaubt ist, zu belegen oder zu widerlegen) per Gesetz vorgeschrieben. Toller Rechtstaats sowas - ein paar Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Freiheit von Forschung und Lehre fallen mir ein, die hier verletzt werden.

Yesterday

Neulich so zu sexuellen Übergriffen

Warum ich die modernen Feministinnen nicht mag?

Sie zerstören Menschenleben (klar - es sind ja nur Männer *kopfschüttel*) auf der Basis von unbewiesenen Anschuldigungen.

Auch das Aushängeschild der Deutschen Variante der Hexenjagd musste nun zurückrudern - Dieter Wedel mag ein Choleriker sein und sein Umgang mit Menschen derbe. Vielleicht ist er unsympathisch. Aber: Es finden sich keine Belege für sexuellen Missbrauch, wie die Bavaria inzwischen einräumen musste.

Auf den Prozess von James Levine gegen die New Yorker Met bin ich sehr gespannt. Das amerikanische Recht hat unter Obama die fragliche Entscheidung getroffen, in Missbrauchsfällen mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten zu dürfen/müssen. Dass das gängigen Rechtsprinzipien widerspricht ist offensichtlich, macht für mich den Fall von Levine aber spannend. Dazu kommt, dass die zentralen Missbrauchsvorwürfe sich auf Ereignisse von vor 50 Jahren beziehen. Es ist nun schwer, Vergleiche zu finden, um deutlich zu machen, wie entfernt die Vorwürfe sind - wenn die damals nach amerikanischem Verständnis jugendlichen möglichen Opfer wirklich das Drama einer Vergewaltigung erlebt haben sollten kann es durchaus sein, dass sie auch heute noch darunter leiden. Da wird ein Gericht urteilen müssen. Spannend ist es trotzdem, vor allem, da der Missbrauch auch in diesem Fall maximal in der Besetzungscouch gelegen haben soll. Also dem, was in amerikanischem Verständnis ein Deal ist.
Man muss sich ja klar machen, dass es darum geht, ob ein unmorialisches Geschäft strafbar sein kann. Und das nach 50 Jahren. Und dazu kommt das Problem des Nachweises, dass die Gegenleistung, also die Bezahlung für diesen Deal tatsächlich illegal war und stattgefunden hat.
Nur um es klarzustellen: Ich finde solche Deals eine Schweinerei. Wer seine Machtstellung ausnutzt ist ein Schwein. In den betroffenen Geschäftsfeldern (Show-Biz) scheint es allerdings üblich zu sein. Die meiner Meinung nach einzig sinnvolle Reaktion darauf wäre gewesen, den Stinkefinger zu zeigen. Als Lehre könnte man nun versuchen, Positionen und Situationen, in denen es zum Missbrauch von Macht kam zu kontrollieren. Es sollte ja schon Aufgabe der Gemeinschaft sein, Schwächere zu schützen und sie nach Möglichkeit gar nicht in die Situation kommen zu lassen, in der sie zwischen Job zum Preis sexueller Dienstleistung und dem Stinkefinger entscheiden müssen. Das erscheint mir der deutlich sinnvollere Weg als einen miesen Charakter strafbar zu machen.