June 11th, 2012

Thomas

Fronleichnamsausflug nach Zürich

Das letzte lange Wochenende für eine längere Zeit liegt hinter mir. Und war so ereignisreich, dass ich diesen Blogeintrag brauche, um all die verschiedenen Eindrücke und Stimmungen, die es hinterlassen hat zu sortieren.
Netterweise hatte Ginette sich Donnerstagmittag für mich Zeit genommen, da ich für das anstehende Update meiner Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz Passfotos benötige und sich in Obwalden kein Fotograph finden liess. Natürlich war meine Anfrage auch ein Stückelchen weit (okay – natürlich nicht nur ein Stückelchen weit) in der Hoffnung gestellt worden, Zeit mit Ginette zu verbringen. Ich geniesse die Zeit mit ihr.
So fuhr ich Donnerstag nach Zürich und zunächst ging es, Passfotos machen. Ich mag es nicht, Modell zu sitzen! Und noch schlimmer ist, die Vorgaben für ein Passfoto zu erfüllen. „Nicht lachen“, „Schau nicht so ernst“ – ja um Gottes Willen! Wie denn nun?  
Doch schnell war auch das überstanden, die Passfotos eingepackt und Ginette zeigte mir noch kurz ihre Arbeitsstelle und das im Kellerraum ausgestellte Zürcher Stadtmodell.

Anschliessend ging es zum Lindenhof, um die weiteren Pläne zu besprechen.

Nun ging es der Limmat entlang zum Arboretum


Collapse )

und hin zur Sukkulentensammlung.  Wer wie ich mit dem Begriff Sukkulenten nicht viel anfangen kann mag sich vereinfacht Kakteen vorstellen (gemeint können aber noch jede Menge anderer wasserspeichernder Pflanzen sein). Die Sammlung in Zürich ist fantastisch und dank Wyss/Schall’schem Tempo verbrachten wir mehrere Stunden damit, die Pflanzen zu bestaunen. Fantastisch, was die Natur an Farben und Formen zustande bringt! Und auch die Präsentation ist meiner Meinung nach sehr gelungen.



Collapse )

Da es sehr warm war und in der Sammlung sogar geradezu tropisch gingen wir anschliessend gemeinsam noch etwas trinken und nahmen auch etwas zu essen und bewegten und dann Richtung Kunsthaus, um die Ausstellung „Deftiger Barock“ zu sehen. Ich als Fan barocker Kunst versprach mir eine Ausstellung, welche den subtilen Humor barocker Kunst modernen Äquivalenten gegenüberstellt. Leider fehlt den Machern der Ausstellung wohl der Humor, um die Ausstellung auf eine angemessene Art und Weise zu präsentieren. Die barocken Kunstwerke waren sicher keine Highlights der Zeit. Einige der Gemälde waren durchaus ansprechend, doch selten geeignet, die Darstellung von Sinnlichkeit zu illustrieren. Von den modernen Werke gefielen besonders die Emaille-Werke und einige Gemälde – dies aber jeweils unabhängig vom Inhalt, sowie die ein paar Fotos am Anfang der Ausstellung (eine nackte Charlotte Rampling im Kontrast zur Mona Lisa gefiel mir besonders). So liess uns die Ausstellung etwas ratlos zurück – ich vermute, die Macher der Ausstellung haben keinen sonderlich guten Job gemacht (mir kam die Ausstellung platt und lieblos gestaltet vor) während Ginette meint, uns könnte schlicht der Zugang gefehlt haben.
Anschliessend gingen wir noch in die Rössli Bar, um den Abend bei einem Glas ausklingen zu lassen und danach war es Zeit für die Heimreise. Auf dem Weg zum Auto wurde ich noch kräftig geduscht, da sintflutartiger Regen eingesetzt hatte.

Noch einmal ein riesiges Dankeschön an meine liebe "Fremdenführerin" Ginette, dank der dieser Tag ein unvergessliches Ereignis wurde!

Erkenntnis des Tages: Auch auf dem Zürisee gibt es Haubentaucher!

Thomas

Ausflug zur Aarschlucht/Burgkapelle Lungern



Nachdem Ginette die Aareschlucht noch nicht kannte schlug ich vor, dass wir sie uns Samstag anschauen könnten. Ginette trotzte 15 Tunneln und fand den Weg von Zürich in mein verwunschenes Tal. Nachdem sie kurz meine Lady begrüsst und mein Heim besichtigt hatte konnte sie meine Qualitäten als Fahrer über die Passstrasse (Brünig) erleben.
Die Aareschlucht ist imposant, sehr beeindruckend und ist einen Besuch wert. Fotos können nur einen schwachen Eindruck vermitteln.


Collapse )

Nachdem wir glücklich wieder in Lungern waren jagte ich Ginette noch den Berg hoch. Das war ein kleiner Spass zwischen uns, der nun schon eingelöst wurde, indem wir in Lungern zur Burgkapelle gelaufen sind.


Collapse )



Was liebe ich diese Frau! Sie bei sich zu haben macht selbst einen solch unspektakulären Spaziergang zu einem intensiven Erlebnis – ohne das viel gesprochen werden müsste.

Zum Abschluss des Samstags gab es noch ein leckeres Essen, vor allem der Bequemlichkeit halber im Restaurant, bevor sich Ginette wieder durch 15 Tunnel nachhause kämpfte und ich den Abend gemütlich zuhause ausklingen liess.