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Selbstlob der Corona-Verantwortlichen

Wenn man derzeit durch das Land geht (oder in meinem Fall — rollert) hat man den Eindruck, die Seuche sei vorbei und man könne wieder weitermachen wie bisher. Schön wär's Ich jedenfalls rechne noch immer mit weiter stark ansteigenden Fallzahlen, da das Verhalten immer unvorsichtiger wird. Capt. Obvious legt nahe, daß Orte wie Flugzeuge oder geschlossene Räume, besonders mit Klimaanlage, leicht eine Verbreitung anheizen können. 

Bienchen auf meiner Wildwiese
Bienchen auf meiner Wildwiese


Wo ich mich wahrscheinlich geirrt habe ist beim Nutzen der Gesichtskondome, die offenbar doch mehr helfen als gedacht, wenn auch nicht wirklich klar ist, warum. Wäre die Abstandsregel mit 1,5 bis 2 Metern wirklich zu gering gewählt hätte sie weniger Effekt haben dürfen. Daß der Stoff gegen Viren hilft ist jedenfalls ziemlich auszuschließen.
Jedenfalls halte ich angesichts der Beobachtungen in freier Wildbahn, die auch in der Presse so formuliert werden den Selbstlob für arg übertrieben, wir seien doch gut weggekommen (mit der Implikation "es ist so gut wie rum") und man erstaunt tut, warum das wohl so ist. Problematisch sind schließlich nicht nur die Lockerungen, sondern auch, wie sich die Leute verhalten. So kann man natürlich den Flugverkehr freigeben — in der Seuchenstatistik dürfte sich das erst bemerktbar machen, wenn die Leute auch fliegen. Da Reisen aber noch wenig möglich sind wird man jetzt von dieser Maßnahme (die ich für hochgradig dumm halte) noch nichts merken. 

Wenn man sich das Video anschaut frage ich mich, wer da freiwillig einsteigt.

Das ganze Geplauder darüber, wie sicher Fliegen doch sei ist nur interessant, wenn man die Einschränkungen genau beachtet, die gemacht werden (geschlossene Räume, Aerosole, Ganzkörperkondome ... ) , um die Sicherheit des Fliegens zu formulieren. Dabei sollte man generell im Hinterkopf behalten, daß Fliegen ein gutes Geschäft ist. Das wurde über Jahrzehnte gepusht — und eigentlich sollten wir alle froh sein, wenn das sich reduziert. Alle meint natürlich alle, die nicht von dem Geschäft profitieren oder leben.

Der Besuch von Gaststätten und Biergärten erscheint allerdings ähnlich unerfreulich. Aber zu meiner großen Überraschung sind die voll. Ich bin gespannt, was die Infiziertenzahlen in ein bis zwei Wochen sagen werden. Es würde mich wundern, wenn da nicht der ein oder andere Hotspot entstehen würde. 

Jedenfalls ist es sehr anmaßend, sich für die Effektivität der Maßnahmen zu loben und wie gut man doch sei, wenn man nicht sagen kann, was man denn so gut gemacht hat. Tatsächlich dürfte es vor allem Glück gewesen sein, grade noch rechtzeitig den Shutdown gemacht zu haben, bevor die Infektionswelle so richtig durchgestartet ist. 

Wenn endlich die Inspektion des Rollers durch ist habe ich viele Ausflüge geplant (zur Zeit muß ich langsam machen, um nicht zuviele Kilometer über den Inspektionstermin zu machen — auch wenn ich ihn rechtszeitig bestellt habe und schließlich nicht wissen kann, daß die 3 Wochen Vorlauf haben). Danach kann mir der ganze Seuchenscheiß weitgehend gestohlen bleiben.  Es bleiben dann noch Tanken und Arzttermine, wo ich die Zombis — aka andere Menschen — noch aus der Nähe sehen muß. 


Bis dahin muß ich mich nun auf den Garten konzentrieren, wie es ausschaut. Doch auch dort finden sich wunderschöne Fotomotive, vor allem in der Wildwiese hat es jede Menge Blüten, Insekten und inzwischen nutzen die auch viele Vögel.

Mein Garten-Ordner hier quillt langsam über und ich hoffe, ich poste nicht mehrfach das gleiche Foto. Wenn doch, bitte ich um Entschuldigung. Ich hatte zwar mit vielen Motiven gerechnet, aber daß sich so viel finden würde hätte ich nicht gedacht! 

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