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Chili-Mac: das schnelle Gericht, das jedem schmeckt

bevor ich zu dem Bereich gesunde Küche zurückkehre und dabei auch verstärkt vegetarische und vegane Gerichte berücksichtige noch ein Beitrag aus dem Bereich Kochen für Singles. Häufig habe ich nicht wirklich Lust zu kochen und da habe ich einen Set an Gerichten, die vor allem schnell und einfach sein sollen, und natürlich wenig Arbeit vorher und hinterher (Spülkram) machen sollen. Spaghetti mit Hackflsich-Tomatensoße oder  Chili con Carne sind solche Gerichte, die recht verbreitet sind. Eine nette Alternative ist das Chili Mac, welches beide Gerichte verknüpft. Als Single-Pot Variante ist es sogar noch spülfreundlicher als Spaghetti (oder andere Nudeln), die ich doch meistens noch extra koche.
Allerdings zählt es nicht zu den gesündesten Gerichten auf meinem Speiseplan.

Da ich gestern wieder verpennt habe, ein Foto des fertigen Chili Macs zu machen muß ich auch dieses Mal auf eine externe Quelle zurückgreifen. Ich gelobe Besserung!  Schließlich ist es für mich eine echte Herausforderung, mein Futter zu fotographieren!

Das Video gibt eine Idee - ich mache es (natürlich) ein bißchen anders. Kochen nach Rezept ist für Warmduscher :-) Lecker ist auch meine Variante.

Aus der indisch inspririerten Kocherei habe ich die Gewohnheit übernommen, zunächst Gewürze anzubraten. Ich tu' also etwas Öl in den Pot und brate 2 Thai-Chili und 3 Zehen Knobi an. Das geht recht schnell. Nach ca. 2 Minuten kommt dann bei mir das Hackfleisch hinzu (250g ist die üblicherweise von mir bestellte Menge - aber alles bis 500g geht genauso. Es wird sowieso zuviel für einmal essen! Und wer es fleischiger mag nimmt eben etwas mehr.). Während das langsam krümelig wird würze ich fertig mit etwas Paprikapulver, Kreuzkümmel, Kurkuma (Pulver - frisches färbt die Finger wie Sau und ist mir darum meistens zu viel Act zum verarbeiten) und Salz. Wenn das schön krümelig ist kommen 2 kleine oder eine große Zwiebel hinzu. Eine Tomate oder einen Esslöffel Tomatenmark benutze ich, damit nichts anbrennt (und es gibt dem Fleisch eine schöne Farbe). Sind die Zwiebeln schön glasig kippe ich eine Büchse Tomatenstückchen (oder passierte Tomaten) hinein, dazu eine kleine Büchse Kidneybohnen und etwas Gemüse (hat in diesem Gericht eher Alibi-Funktion): ich benutze beispielsweise Paprika, Mais, Erbsten und Karotten - einfach nach Gusto - die Menge ist bei mir in diesem Fall die Büchse, in der die Tomaten waren, die ich nun mit TK-Gemüse fülle. Aber frei Hand geht genauso. Dazu kommt dann ein zerbröselter Brühwürfel für Hühner- oder Fleischbrühe und die Tomatenbüchse voll Wasser. Nun werfe ich großzügig Kräuter der Provence drüber. Das wird dann alles durchgement und aufgekocht. Wenn's langsam brodelt kommen ca. 100-150g Nudeln (Älplermakronen, oder Makkaroni) dazu. Deckel drauf und ca. 10 Minuten köcheln lassen (Temperatur nun runter drehen - bei meinem Herd auf 1,5 von 3).
Ich hatte das letzte Mal eine 200g-Packung geriebenen Käse - das ist zuviel! 100g geriebener Käse ist für mich Käsefan dann aber auch schon fast wieder knapp - jedenfalls: nach den 10 Minuten nehmt Ihr den Deckel vom Topf, und hebt Käse unter die Masse, etwa 50g (ich mache das frei Hand und nehme etwa die Hälfte der Menge, die ich grade habe). Der zerfließt und gibt dem  Chili Mac die cremige Konsistenz. Ich lasse das dann noch etwa 2-3 Minuten eher erwärmen als kochen. Es geht nur noch darum, daß der Käse schön zerfließt und alles gleichmäßig warm wird.
Dann gleich ab auf den Teller und mit dem Rest Käse bestreuen. Leggäääää

Die Menge reicht für 2 bis 3 Personen. Man kann das Gericht gut einfrieren oder aufwärmen.

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Ansonsten hatte ich diese Woche viel vor - und habe wenig gemacht. Eine kleine Rollertour hat mir wieder Argumente für das Upgrade geliefert, da mich mitten im Stadtgebiet von Frankfurt auf ein Schild "Autostraße" gestoßen bin und nicht einmal einfach auf einen Fahrradweg ausweichen konnte. Fotographisch hat sich da leider nichts ergeben. Es war auch zu frisch, um ein Vergnügen zu sein - was mir als warm vorkam, als ich aus dem Haus ging war dann auf dem Roller nach einer Viertelstunde frisch.

Ein Mieter zieht aus und bei dieser Gelegenheit mußte ich mich mit den Mietpreisen im Kaff beschäftigen. Ein Wahn! Laut Immoscout haben wir nun einen Schnitt von über 11,- € pro Quadratmeter. Ich bin in einer solchen Situation hin- und gegerissen - sicher kann man den Schnitt verlangen. Tut man es nicht fragen sich die Leute, ob etwas nicht stimmt. Dafür ist sie für viele kaum mehr bezahlbar, wenn man Marktpreise verlangt. Individuell den Preis festlegen - also beispielsweise einem sympathischen Kandidaten einen Nachlaß gewähren kann gewaltig in's Höschen gehen. Ich habe bei der Gelegenheit gesehen, daß mein Bruder für seine neu vermietete Wohnung sogar mehr als den Schnitt verlangt. Er verlangt für eine 2-Zimmerwohnung von ca. 70qm kaum weniger als ich für die 4-Zimmerwohnung mit 110. Wahrscheinlich bin ich zu billig - dabei habe ich das Gefühl, die Preise seien noch okay. Schwierig! Denn die Kosten für ein Haus sind auch sehr hoch und Gewinn aus der geerbten Immobilie ziehe ich kaum. Reparaturen und Steuer fressen, was theoretisch übrig wäre.

Langsam hängt das Wetter wirklich an: ich würde gerne einiges unternehmen, doch fühle ich mich wie eingesperrt. Die Corona-Hysterie sorgt auch nicht grade dafür, fleißig zu planen, da zur Zeit schließlich alle Veranstaltungen unter Vorbehalt stehen. Sicher ist Corona nicht harmlos und eine ernstzunehmende Krankheit. Grade auch, weil es hoch ansteckend ist und viele Leute symptomfrei die Krankheit übertragen - doch die Lähmung im öffentlichen Leben ist nervend. Und bringt auch nichts. Ich hoffe nun, daß wenigstens mein Roller bald ankommt und ich spazieren fahren kann. Und der Garten, vor allem meine Wildwiese, warten auch auf etwas Pflege (also etwas Nachsaat). Ich befürchte nun, daß dann wieder alles auf einmal kommt, was man zur Zeit noch gemütlich verteilen könnte

Da ich keine brauchbaren aktuellen Fotos habe hier noch etwas aus meiner Anfangszeit in Lungern


Und Zürich - es ist erstaunlich, doch Zürich hat wenig Spuren in mir hinterlassen. Als sei ich dort Tourist gewesen verbinde ich die Stadt mit netten Orten, Besichtigungen - aber wenig Emotionen



Dänemark 2012 dagegen war emotional eine ganz andere Nummer. Und das nicht nur, weil dort meine Knieprobleme sehr schmerzhaft auftraten und die Ferien somit einen Wendepunkt in meinem Leben markieren. Es markierte auch gleichzeitig einen Wendepunkt in meinem Leben. Auch wenn es dann noch Jahre dauern sollte, mich selbst einzurichten.


Die Vorstellung, das Leben verlaufe linear, ist irreführend. Wenn man in älteren Zeiten von den sieben Lebensaltern des Menschen sprach, trifft das eher zu

bzw. etwas moderner


Denn sowohl Körper als auch Hormone machen auch einen biologischen Wandel durch, der unser altes Ich entfernter erscheinen läßt als es eine lineare Entwicklung vermuten ließe. Natürlich sind wir die gleichen und sind durch unsere Erfahrungen, unser Wissen und generell unsere Biographie geprägt, aber darüber hinaus ist unser Antrieb und unsere Entwicklung eher wie es der Stich von 1658 aus Johann Amos Comenius' orbis sensualium pictus (die sichtbare Welt) nahelegt.

Ganz hübsch auch diese Darstellung von Jörg Breu (gest. 1537)

Bezeichnend dabei die Darstellung als Treppe - irgendwann geht es nun mal bergab! Und ich würde diesen Wendepunkt 2012 sehen. Ob dieses Datum nun den ersten Schritt abwärts markiert oder ob ich schon weiter bin - darüber muß ich noch etwas nachdenken. 
Tags: gesund leben, kochen, lautenistenleben
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