lautenist (lautenist) wrote,
lautenist
lautenist

european green deal

Die Vorstellung, man könne aus allem ein Geschäft machen, ist weitverbreitet. Und tatsächlich war ich schon sehr oft überrascht, was für einen Unsinn sich die Leute andrehen lassen: Ob Mobiltelefone oder nun motorisierte Tretroller - ich hätte nie gedacht, daß das Zeugs kommerziell ein Erfolg werden könnte.
Nun wurde erstmals von Al Gore von einem bekannten Politiker die Idee vertreten, man könne so etwas wie einen green new deal etablieren, also eine Umwandlung der Wirtschaft, die zu guten Geschäften bei gleichzeitigem Strukturwandel führt. 


Die Idee wird auch von der Berater- oder Euro-Uschi aufgegriffen, weil sie schön griffig ist und zu suggerieren scheint, der notwendige Strukturwandel ginge mit ein paar Adaptionen vonstatten und würde gute neue Geschäfte bringen, wo andere wegfallen.
Die Idee mag schön klingen, aber wenn wir uns die Inhalte anschauen ist schon von Beginn an klar, daß Uschi hier eine perfide Form von greenwashing betreibt. Nicht nur, was der Sonneborn richtig kritisch anmerkt, doch an konkreten Zielen kommt erst einmal von ihr, Europa soll bis 2050 (!) klimaneutral sein. Alleine mit dem Begriff klimaneutral läßt sich trefflich schummeln (Stichwort Zertifikatehandel), aber selbst wenn wir annähmen, sie meine es ernst: 30 Jahre in der Zukunft ist viel zu spät, um das angestrebte Ziel der Begrenzung des Temperaturanstiegs um max. 1,5°C zu erreichen, wenn es überhaupt noch zu erreichen ist. Die Demokratie frißt hier ihre Kinder, denn wer tut, was notwendig wäre wird nicht gewählt oder, noch schlimmer, grade für eine Wirtschaftshure wie von der Leyen, verdirbt es sich mit der Wirtschaft.
Natürlich führt an einem ökologischen Umbau der Gesellschaft kein Weg vorbei. Wenn wir davon ausgehen, daß wirklich eine Balancewirtschaft angestrebt würde ist es schlicht unmöglich, die ohne Einbußen zu gestalten. Wirtschaftliches Wachstum ist immer mit größerem Ressourcenverbrauch verbunden - oder Diebstahl. Was anhand der globalen Dimension der Aufgabe nur mit Gewalt zu bewerkstelligen wäre. Das ist offenbar der Weg, den die USA gehen wollen. Unter von der Leyen wird Europa zurückgeworfen, weil sie, wie Sonneborn ja auch anhand des konkreten Anfangs beschreibt, nur mit leeren Worthülsen um sich wirft.

Probleme, die auf Europa zukommen sind absehbar: Massenmigration aus Erdteilen, die durch die Klimakatastrophe unbewohnbar werden. Hier scheint Ziel, die Leute mit Gewalt abhalten zu wollen. Wie aussichtsreich das ist kann man sich selbst ausrechnen. Dazu wird die Lebensmittelversorgung der eigenen Bevölkerung kaum funktionieren, weil auch Südeuropa kaum mehr genug Lebensmittel erzeugen wird, wenn es nicht sogar verödet. Die exportorientierte Wirtschaft hat zukünftig wenig, wohin sie exportieren kann. Denn absehbar ist, daß die armen Länder weiter verarmen und Schwellenländer versuchen, was nun Brasilien macht: sich mit exzessiver Ausbeutung der vorhandenen Ressourcen in die Liga der Länder zu bringen, die reich genug sind, den Klimawandel zu überstehen. Dabei wird rücksichtslos gegen die eigene Bevölkerung vorgegangen, klar! Daß Menschen in großer Zahl sterben werden, ist bei der derzeitigen Politik abzusehen. Natürlich wird irgendwann auch ein Punkt erreicht sein, an dem sich die Bevölkerung wehren wird. Das wird zu noch mehr Chaos führen. Die Zukunft hält viele große Aufgaben bereit - ich zweifele, daß Europa die mit einer von der Leyen an der Spitze auch nur erkennt

Tags: die krise der westlichen welt, gedanken, lautenistenleben, meinung
Subscribe

Posts from This Journal “die krise der westlichen welt” Tag

  • Am deutschen Wesen soll das Klima genesen

    Erschreckend, was mit der Welt passiert. Absehbar schon lange, spätestens seit den späten 70ern. Und seit 1990 gab es unzählige Versuche, sich auf…

  • Awareness als Ersatz für Problemlösung

    Nun bedient auch die (schottische) Polizei feministische Propaganda. Alle Männer kennen das ja. Man wacht morgens (mit einem Ständer) auf und…

  • Gender Studies

    Die verlinkte Studie wurde angenommen, ist aber frei erfunden. Hinter der Arbeit stehen der Philosoph Peter Boghossian und der Mathematiker James…

  • Post a new comment

    Error

    default userpic

    Your reply will be screened

    Your IP address will be recorded 

    When you submit the form an invisible reCAPTCHA check will be performed.
    You must follow the Privacy Policy and Google Terms of use.
  • 2 comments