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The meaning of life - Thomas discusses with an esoteric-freak

Der Blog, der die Diskussion auslöste war:
Was ist der Sinn des Lebens
Es ist erstaunlich und bestürzend zugleich, wie wenig Menschen eine Antwort auf diese Frage haben. Wenn überhaupt, bekommt man meistens als Antwort: "Ich möchte ein möglichst gutes Leben führen", oder "Ich bin hier auf der Welt, um für meine Familie zu sorgen" und ähnliches. Natürlich gehört dies alles zu einem sinnerfüllten Leben, ist aber keineswegs eine Antwort auf die Frage 'Was ist der Sinn des Lebens ?'. Obwohl das die wichtigste Frage überhaupt ist für unser Leben, wird sie meistens verdrängt. Trotzdem steckt in jedem Mensch eine tiefe Sehnsucht nach dem wahren Sinn des Lebens.

Kein Mensch kann in seinem Leben Frieden finden, solange er die Antwort darauf nicht gefunden hat.

Worin liegt der Sinn in deinem Leben?

Das fand ich so schön (anhand der Fragestellung ist ja schon klar, dass sie meint, die allgemein gültige Antwort gefunden zu haben), dass ich mir nicht verkneifen konnte zu schreiben :

der Sinn des Lebens ist eine sehr individuelle Sache: Den kann man nur für sich selbst finden. Sofern Du die Frage, wie die meisten, auf den Sinn Deiner Existenz beziehst. Und dann lautet die Antwort: Der Sinn Deines Lebens ist der, den Du ihm gibst. Es ist allein Deine Entscheidung, worin Du ihn findest.

Wenn es um die philosophische Frage nach dem Sinn des Lebens an ich geht ("Warum gibt es Leben überhaupt?" - DA kann man streiten. Letzten Endes hat das Leben an sich keinen Sinn, denke ich. Biomasse wird bewegt und umgewandelt in andere Formen von Biomasse - und selbst das ist universell gesehen ein bedeutungsloser Vorgang. Bestenfalls ist es kurios, dass es so etwas wie Leben gibt.

Braucht es Leben? Wenn ja, wozu?

und habe sie offenbar glücklich gemacht, denn ich bekam eine typische Esoteriker-Antwort (ich frage mich aber, ob sie verstanden hatte, was ich geschrieben habe):
c'est possiblement le caprice de dieu?
äusserlich und durch unseren äusseren sinnen betrachtet, könntest du sogar recht haben. nur liegt es an uns, mit unserem freien willen unserem leben einen sinn zu geben. haben wir das, so können wir es umfangreich geniessen. da fehlt aber noch was ganz wesentliches, nämlich unser innenleben - unsere empfindungen, gefühle, liebe, leidenschaft etc., das uns bereichert, was das äusserliche nicht vermag, nämlich erfüllung, wohlbefinden und glückseligkeit. die quelle hierfür liegt im kosmos, wo wir uns über unseren feinstofflichen antennen durch inspiration mit unserer seele verbinden.
bist du nicht auch dieser meinung?
herzlichst


Nun hat mich dann der Teufel geritten und ich Beschloss, es der guten Dame nicht so einfach mit ihrer Missionierungsarbeit zu machen und schrieb:

ja, Du hast im Grossen und Ganzen sicher recht.
Wo die Quelle für unser Menschsein liegt ist allerdings reine Glaubenssache - und bei mir ist der Name Programm (der "ungläubige Thomas" eben). Wenn Du die Quelle im Kosmos siehst - das kann sein. Andere mögen diese Quelle in Gott sehen oder in etwas anderem. Wieder andere behaupten, man findet sie in sich selbst.  Das sind Glaubensfragen, über die es sich gut streiten lässt. Mir widerstrebt diese dualistische Sicht des Menschen, auch wenn sie etwas Tröstliches hat ("Unsterblichkeit der Seele" zum Beispiel ist offensichtlich nur möglich, wenn die Seele vom Körper losgelöst gedacht werden kann).
Man hat früher dann zur Widerlegung der ganzheitlichen Sicht auf den Menschen diskutiert, ob die abgeschnittenen Haare, die Du bei dem Friseur lässt oder abgeschnittene Fingernägel Deine Seele in sich tragen. Den heutigen Wissensstand berücksichtigt kann das auch heute noch eine spannende Diskussion ergeben.

Den Kosmos ein Wesen zu geben, um die Götter und die Mythen der alten Zeit zu ersetzen finde ich etwas weit hergeholt. Der Fluch der Gabe des Denkens ist, dass man nach Erklärungen sucht. Schon von Alters her wurde das Unerklärliche dann gerne mit Rückgriff auf Mythen und Götter erklärt und greifbar gemacht. Die Esoterik folgt einem ganz ähnlichen Ansatz.  
Im Sanskrit gibt es die Formel vom Einssein allen Lebens. Auch das ist eine Glaubensformel, doch sie hat wenigstens einen klar belegbaren Nenner. Das Leben an sich ist ewig (als Thomas muss ich wohl sagen: zumindest sprengt die Zeitspanne des Lebens unsere Vorstellungskraft) und das Leben verbindet uns mit jedem anderen Leben, sei es Pflanze oder Tier.
Ich mag an dieser Sicht, dass sie uns nicht so sehr reduziert wie die Idee von feinstofflichen Antennen, die uns mit dem Kosmos verbinden.

Viele liebe Grüsse vom
Thomas
Tags: fun
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