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gelesen: Die Unvollendete von Kate Atkinson

Daß Kate Atkinson schreiben kann, wußte ich bereits. Doch wurde der Roman Die Unvollendete so sehr in den Himmel gelobt, daß ich mich gefragt habe, ob sie das auch einlösen würde.

Die Vorstellung, all die Fehler, die wir in unserem Leben gemacht haben, korrigieren zu können ist auf den ersten Blick charmant. Doch natürlich geht es hier nicht um eine Variante von "Und täglich grüßt das Murmeltier". Ursula Todd stribt im Verlauf des Buches unzählige Mal und in ihrem neuen Leben, welches immer wieder im Februar 1910 beginnt, führt sie ihr Leben nach anderen Maßgaben. Sie ist die gleiche Person, gestaltet ihr Leben aber anhand anders gesetzter Schwerpunkte. Das ist ein sehr interessantes Gedankenexperiment, welches Atkinson nicht platt zu lösen vorgibt. Das Fragezeichen bleibt während des gesamten Romans präsent.

Die differenzierte und intelligente, sehr durchdachte und gut ausgeführte Gestaltung ihrer Figuren zeichnet Atkinson aus. So ist jede Szene des Romans eine Freude zu lesen. Die Übersetzung von Anette Grube erscheint gut ausgeführt.

Mein Urteil: Lesenswert, auch wenn die begeisterten Kritiken übertrieben erscheinen

Tags: buch, lautenistenleben, memories
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