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Städel: Das Geheimnis der Materie / Sammlung alter Meister

Bevor ich heute oder morgen in die van Gogh-Ausstellung im Städel gehe, sollte ich vielleicht von meinem letzten Besuch berichten?

Die Ausstellung "Das Geheimnis der Materie", in der es um die "Brücke" und deren Protagonisten Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff ging, war nicht uninteressant. Die Holzschnitte und Skulpturen fand ich sehr sehenswert





Diese Darstellungen korrespondieren mit dem von mir geschätzen Jugendstil, stehen aber auch in deutlichem Kontrast dazu. Als solches fand ich die Ausstellung eine große Bereicherung, auch wenn diese Art Kunst nicht mein Herz berührt und mein Verstand hinter den Darstellungen oft nur Banales zu entdecken imstande ist.
Das "Programm" der Brücke liest sich denn auch sehr wie von den Wandervögeln abgekupfert - es paßt somit in den Kontext der Zeit.

Neben der Ausstellung wollte ich auch die Gelegenheit nutzen, die Dauerausstellung zu sehen und hoffte, das ich mir keinen Overkill antäte. Die Kunst der Moderne ist sehr sehenswert: Beckmann, Picasso, Monet, Césanne, Paul Klee, Liebermann, Richter und wie sie alle heißen - toll! Natürlich habe ich mir auch Tischbeins berühmtes monumentales Porträt von Goethe mit zwei linken Beinen und einem überlangen linken linken Bein angeschaut. Favorit dieses Besuchs waren Renoir und Rodin

Sehr begeistert war ich von den "Alten Meistern" - hier habe ich dann auch meinen eigenen Foto ausgepackt, weil einige Werke wollte ich in meiner Sicht bzw. mit notwendigen Details versehen, ablichten.

Hier finden sich die großen Namen, aber auch viele Bilder, die mich interessierten, zum Beispiel von Lauten







Natürlich hatte ich auch ein Date mit der schönsten Frankfurterin ...


Simonetta Vespucci - auch heute noch qualifiziert sie als wunderschöne junge Frau (Botticelli, 1480)


Das Medici-Kamee, welches als Indiz für eine Affäre Simonettas mit dem Giuliano di Piero de Medici dienen soll.





DAS waren Frisuren, Mädels!


Stylish - und es sieht trotzdem natürlich aus. Die Mädels dieser Zeit betrieben viel Aufwand - aber es lohnt sich




Venus (Lucas Cranach d.Ä., 1532) - die Stoffmenge könnte einem heutigen Dress entsprechen. Die Qualität dürfte besser gewesen sein.
Damaliges Schönheitsideal: Hohe Stirn, blond und eine knabenhafte Figur


Dürer mal wieder - eine ganz andere Lichtsetzung und Ausgestaltung des Porträts als bei dem nur etwas später entstandenen Cranach


Die Amsterdamer Kathedrale - man sieht: Kirche ist ein Treffpunkt










im Hafen von Venedig war schon immer viel los, wie es scheint










Ich finde die Lichtsetzung in den Gemälden einfach nur genial. Da wird schön und eigentlich gar nicht mal subtil klargemacht, was man sagen will



Georg Baselitz - Oberon





Liebieghaus - da war ich ein paar Tage später


Frankfurt hinter Gittern


Skyline vom Holbeinsteg aus



Skyline vom Holbeinsteg aus

Tags: fotographie, lautenistenleben, memories
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