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Rolleiflex: Kurpark in Bad Homburg

ich bin hoffnungslos mit meinen Berichten über Ausflüge und andere Unterehmungen im Rückstand. Der goldene Herbst, den wir grade genießen dürfen, verführt dazu, lieber die letzten Sonnenstrahlen einzufangen, bevor die neblig-feuchte Zeit anfängt, in der man sich lieber mit einer Tasse heißem Tee und einem guten Buch einmümmelt. Ich vermute, dann werde ich auch wieder fleißiger posten und vielleicht bringt dann das Nacharbeiten ein Wiedererleben mit sich, welches dann auch ein bißchen der eingefangenen Spätsommersonne erstrahlen läßt.

Ich wollte ja vor einiger Zeit das Rolleinar testen und war zu diesem Zweck im Bad Homburger Kurpark. Die Fotos des Tests finden sich hier.
Der große Kurpark mit seinen Wiesen und seinem alten Baumbestand beherbergt aber auch noch ganz andere Schätze


Das Fürstentum Homburg fiel 1866 an Preußen, ohne anektiert werden zu müssen, da die Herrscherlinie ausstarb und das Land an Hessen-Darmstadt fiel, welches das Fürstentum an Preußen abtreten mußte. Der Dank Wilhelms an das Homburger Geschlecht hat also einen bitteren Beigeschmack.



Die olle Hygenia am Elisabethenbrunnen: Fons levat invalidos. Animum qui vertit ad artem. Emendat mores. Excolit ingenium. Gleich wie der sprudelnde Quell die Kranken erquickt und heilet, lenket zur Kunst er den Sinn, adelt er Sitten und Geist.




Bad Homburg ist seit über hundert Jahren dem Thailändischen Königshaus verbunden. Mit dem Besuch und dem Kuraufenthalt S.M. des Königs Chulalongkorn im Jahre 1907 in Homburg, damals noch Sommerresidenz des Deutschen Kaisers, wurde der Grundstein für mehr als 100 Jahre freundschaftliche Beziehungen gelegt. Im Park hat es zwei Thai-Salas (siamesische Tempel)



Der Kaiser für 100 Tage


Die Kaiserin Friedrich nahm ihren Witwensitz in Kronberg, doch war sie schon vorher mit Bad Homburg verbunden und nahm großen EInfluß auf die Gestaltung der Anlage


Der Elisabethenbrunnen von Hans Damman, der 1918 vollendet wurde


die Orangerie


Der Rosenkavalier Proworoff, der wie viele Russen Bad Homburg über die Spielbank kennenlernte, initiierte die Allerheiligenkirche - oder russische Kapelle genannt und gehörte ursprünglich zur Diözese Sankt Petersburg.




Es ist wohl Pflicht, mit der Rolleiflex ein Spiegelselfie zu machen ...














Kaiser-Wilhelms-Bad







Kaiserin-Auguste-Viktoria-Brunnen (1910), benannt nach Willi Zwos Ehefrau, Inschrift oben: Augustae Victoriae matri patriae benignissimae sacrun A.D. MCMXI, Heiligtum der Auguste Victoria, der gütigen Mutter des Volkes. Im Jahr 1911
Die Inschrift des Altars lautet:
Fune salutferos aegrotis nympha liquores, deus salvos hinc hilaresque donum. Spende den Kranken, o Nymphe, gesundheitsbringendes Wasser. Führ sie genesen und froh, Gott, zu den Ihren zurück.



Tags: fotographie, lautenistenleben, memories
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