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Lohrberg-Gedicht

Wenn ich so auf dem Lohrberg steh
un laß mei Blicke schweife,
guck in die Fern und in die Näh
da kann ich schon begreife,
daß des in Frankfurt ganz gewiß
eins von de schönste Flecke is.

Wer glaubt, mir däte Äppelwoi
alleinig groß nur schreiwe,
versuch der mal den Lohrbergwein,
die Schnut wird der sich reiwe!
Südlich stehn Rebstöck da am Hang,
wie mer im Bild ja sehe kann.

Un guckt mer dorch der Bäum Geäst,
was dut ein da wohl grüße?
So richtig wie e kuschlich Nest,
liegt Seckbach eim zu Füße.
Die Baumblüt, es is net vermesse,
die Bergstraß kannste glatt vergesse!

Mei Lohrberg-Loblied, glaub es mir,
es fände noch kein Ende.
Mer bräucht noch arsch viel Zeit dafür,
um alles zu bedenke.
Warum ich hier so glücklich bin?
Am beste is, geht selwer hin.

Heute war ich auf dem Lohrberg, einem keine 200 Meter hohen (Wein-) Berg zwischen Frankfurt und Bad Vilbel, dem einzigen Weinberg auf Frankfurter Stadtgebiet.

Die Tour bin ich mit dem kleinen Roller entlang einer in Naviki zusammengesuchte Strecke gefahren. Dabei habe ich die Strecke aus Naviki auf meinen Rechner und dann in das Garmin exportiert. Garmin kennt leider keine EInstellung für S-Pedelec wie Naviwiki, welche die für Roller gesperrten Straßen ausschließt. Die Strecke wird einem zuverlässig angezeigt, Piepser weisen darauf hin, daß etwas zu beachten ist und ein etwas ekligerer Ton sagt, wenn man die Streckenführung verlässt. Das hat auf dem Weg zum Lohrberg sehr gut geklappt, den ich entlang der Frankfurter Stadtgrenze gelegt hatte und dann über Kalbach und den Frankfurter Berg zum Lohrberg. Geschwächelt hat es, als ich den Lohrberg verlassen habe, weil er den Anfangspunkt nicht übernommen hat (der Parkplatz war nun mal nicht genau dort, wo ich in der Streckenführung den Abschnitt beendet hatte) und so mußte ich ein paar Meter zusätzlich fahren, um wieder vom Navi geführt zu werden. Die Strecke zurück habe ich nun die Friedberger Landstraße und dann den Marbachweg, am Dornbuch (am Ginnheimer Spargel vorbei)  über Hausen auf die Eschborner Landstraße und von dort über Eschorn Süd zurück nachhause. An der Stelle, an der die Friedberger Landstraße die A661 gekreuzt hat (Höhe Unfallklink) war das Navi dann nicht ganz eindeutig. Da ich weder die Friedberger Landstraße in die Stadt reinfahren wollte noch auf die Autobahn (was ich mit dem kleinen Teil auch gar nicht darf) bin ich auf den Radweg ausgewichen. Beim Nachvollziehen der Strecke habe ich hier eine Lücke im Kartenmaterial von Naviki gefunden, bei dem ich wohl intuitiv die richtige Strecke genommen hatte.



Anschließend war ich eine Weile etwas unsicher, ob ich wirklich wieder/noch auf der geplanten Strecke wäre. Doch bald vertraute ich dem Navi wieder und es führte mich sicher nachhause.

Die Rundstrecke war ca. 48 Kilometer lang, für die ich mit dem Roller etwas mehr als 2 Stunden benötigte. Hier wird die Regel, die sich langsam herauskristallisiert, bestätigt: Angabe im Naviki (für S-Pedelec) geteilt durch 2.

Der Lohrberg selbst ist wunderschön - man hat eine grandiose Aussicht. Ich hatte die Contax mit und bin nun gespannt, wie die Ergebnisse geworden sind. Auf Film zu fotographieren erhöht mächtig die Spannung!

Tags: memories, rollern
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