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gesehen: Cardinal und Bordertown

Selbst HBO scheint keine brauchbaren Fernsehserien mehr zustande zu bringen. Den Hype um Game of Thrones (GoT) kann ich nicht verstehen. Die letzte Staffel habe ich natürlich (noch) nicht gesehen - GoT zählt für mich, wie auch Harry Potter beispielsweise, zu den Reihen, die vielversprechend anfingen und dann immer mehr nachließen. Im Fall von GoT war die letzte Staffel, die ich noch recht sehenswert fand, die dritte. Alles danach läuft unter "wenn ich schon die anderen geschaut habe" - es tut auch nicht weh, sie zu schauen, so daß ich sie mit wenig Überzeugung weiter schaue.
In der Schweiz habe ich begonnen, gute Serien auf DVD oder BlueRay zu schauen, um der Werbung zu entgehen, bis ich mit Swisscom-TV und Video on Demand (VoD) beglückt wurde (es war halt in meinem Abo drin). Zeitversetztes Schauen und die Möglichkeit, die Werbung zu überspringen machten TV dann wieder nutzbar.
Zurück in Deutschland fand ich die Abo-Gebühren zu teuer, da ich Kabel sowieso zahlen müßte und die Gebühren noch zusätzlich drauf kämen. Also reduziert sich mein TV-Konsum fast ausschließlich auf die werbefreien Sender und wieder DVD/BlueRay.
Irgendwann habe ich nach empfehlenswerten Serien gegoogelt und die üblichen Favoriten (GoT, Walking Dead, Lucifer, Sherlock) und die aus den Streaming-Diensten ignoriert. Vielversprechend klangen dabei unter anderem Cardinal als kanadische Serie und Bordertown (Sorjonen).

Kanadische Serien sind eigen: man erblickt ein Land, in dem Restaurants, Autos, Städte amerikanisch wirken, das Englisch nicht klar zuzuordnen ist (ein unbekannter englischer Dialekt?) und die Geschichten, die erzählt werden, noch wirklich Geschichten sind und nicht wie am Reißbrett entworfen wirken. Was mir bei beiden bislang auf DVD bestellbaren Staffeln sehr gut gefällt ist die Kamera, welche die Drehorte wunderbar in die Handlung einbezieht, so daß unaufdringlich eine Stimmung erzeugt wird, die die Handlung unterstützt und ergänzt. Wer sich mit der düsteren Stimmung arrangieren kann wird viel Freude an der Serie haben!

Ist es in der ersten Staffel der Winter, der die Stimmung setzt ist es in der zweiten Staffel der mückenverseuchte Sommer


Kanada - einmal anders. Und für mich gewinnt es eher als daß es verliert!
Bei der Suche nach den Trailern habe ich gesehen: eine dritte Staffel ist produziert und kommt hoffentlich bald heraus.

Noch einmal eine andere Qualität hat die finnische Serie Bordertown (Sorjonen). Hier ist alles herrlich normal - anfänglich dachte ich erschreckt, es wird doch nicht eine Imitation von Monk sein, ohne dessen Humor? Doch das war nur eine Visualisierung, die bei mir diese Assoziation ausgelöst hat. Tatsächlich ist die Stimmung der Serie sehr alltäglich - eine ganz normale Familie mit Problemen, Highlights, hier und da etwas schräg. In Bordertown sind es vor allem die Fälle, die sehr geschickt aufgebaut sind und deren Lösung im Verlauf der Serie die Spannung erzeugt. Dazu interessante Figuren aus dem Leben, mit Stärken und Schwächen - auch nicht so holzschnittartig, wie der Trailer es nahelegt, sondern viel ausgearbeiteter und dadurch interessanter



Zwei Serien, die ich sehr empfehlen kann. 
Tags: film, lautenistenleben, memories
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