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gelesen: Whispers Underground von Ben Aaronovitch

In der Reihe um PC Peter Grant als Zauberlehrling in der Londoner Met hole ich langsam auf. "The furthest Station" war natürlich weit vorne, doch das dritte der Reihe, welches ich grade beendet habe paßt - die quirrlige, junge Abigail kommt dort erstmalig vor. Band 4 und 5 warten bereits. 

Der Titel legt nahe, daß es in den Untergrund geht, in die Londoner Untergrundbahn genau genommen. Das Buch besticht wie auch die anderen Bände viel Witz und originelle Charaktere, dieses mal aber mit einem Mordfall, der ziemlich konventionell daher kommt. Doch wenn Lesley, Lady Ty, Nightingale und natürlich Peter an dem Fall (zusammen mit der Mordkommision) arbeiten muß es natürlich eine übersinnliche Komponente geben. Doch ich will nicht spoilern.
Sprachlich gefällt es mir sehr gut. Das Englisch ist für mich gut verständlich und das Buch läßt sich dadurch sehr flüssig lesen. Der Aufbau der Geschichte ist gekonnt, wenn sich auch der Täter für mich nicht logisch aus der Geschichte ergibt (ich hoffe, das verrät nicht schon etwas). Dafür treffen wir alte Bekannte und erleben viele skurrile und phantasievoll beschriebene Szenen - und lernen auch viel.
Ich freue mich bereits auf die nächsten Abenteuer mit PC Grant - allerdings liegen auch einige andere Bücher zum Lesen bereit, auf die ich gespannt warte.

Ich hatte eigentlich erwartet, nun im Sommer eher weniger zu lesen als im Winter. Tatsächlich gestaltet sich meine Zeit aber etwas anders als ich erwartet hatte. Dadurch, daß mein Know-How in einer abhängigen Beschäftigung nicht gefragt ist (sei es wegen Preis, Alter, mangelnder Reisebereitschaft oder was auch immer es sein mag) gliedert sich mein Tag nicht in "Schaff" und anschließend maximal eine Tätigkeit: ich kann meine Aufgaben erledigen und zusätzlich noch einen kleineren Ausflug oder eine Rollertour machen und komme doch noch zum Lesen. Und ich bekomme tatsächlich sogar genügend Schlaf!
Genau analysiert habe ich das noch nicht, doch allein anhand der Einträge hier auf LJ ergibt sich doch, daß ich ein recht aktives Leben zu führen scheine. Und ich bin immer noch hinten dran und habe lange noch nicht alles an Erlebnissen und Erinnerungen, die ich hier so halb öffentlich machen kann und will, verarbeitet. 
Ob mein aktuelles Leben "sich treiben lassen" entspricht? Ich glaube weniger - es war für eine Weile eher ein "zur Ruhe kommen", welches sich langsam in eine Form findet. Die produktiven Elemente waren zunächst darauf ausgerichtet, mich hier einzurichten. Das ist noch nicht wirklich abgeschlossen. Ich würde es gerne schaffen, wieder etwas mehr kreativ zu arbeiten. Das wird sich sicher auch hier auf LJ zeigen. Problematisch daran ist vor allem, daß mein Vertrauen in meine kreativen Möglichkeiten zuletzt nicht ausgeprägt war - ich hatte mir vorgestellt, daß ich mich mit Zettel, Stift und Tablet in den Garten setze, an der Apfelschorle oder dem Apfelwein nippe und Kurzgeschichten und Poesie produziere, vielleicht in Herbst und Winter Audiovisuelle Beiträge rund um die Laute. Die Ideen würde ich auf Rollertouren bekommen und zurückgreifen könnte ich auf Beobachtungen von Menschen und ihren Eigenarten aus Vergangenheit und Gegenwart. Da bin ich noch davon entfernt, aber ich arbeite daran - ich hatte mit den Eigentümlichkeiten der Menschen in der Realität zu viel zu verarbeiten als daß ich sie schon in Fantasie transformieren könnte. Realität ist schon ein Störenfried in der Welt der Fantasie, Musik und Poesie. Noli turbare circulos meos, "störe meine Kreise nicht", wie Archimedes sagte.
Tags: buch, lautenistenleben, memories
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