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Anti-Valentinstag

Ich mag den Valentinstag nicht.
Nicht, dass ich Blumenhändler nicht mag! Oder gar, Blumen zu verschenken. Auch die zu diesem Anlass besonders beliebten Rosen können schön aussehen. Finanzielle Gründe sind es auch nicht: Ich schenke gerne und finde die liebevoll ausgewählten Geschenke meist stilvoller als die teuren, so dass die finanzielle Belastung durch Geschenke nicht weiter ins Gewicht fällt.
Auch magelt es nicht an potentiellen Empfängerinnen (wenn nach "ernsten Absichten" gefragt würde sähe die Sache wahrscheinlich anders aus).

Was macht mir diesen Tag so widerlich?
Zum Einen frage ich mich, ob es heute so schwierig geworden ist, jemandem seine Gefühle zu gestehen - für einen Liebesbrief, ein liebes Wort stehen immerhin 365 Tage zur Verfügung. Oder werden die Liebesbezeugungen an diesem einen Tag anders bewertet? Doch wie? Sind sie nun ernster zu nehmen oder - weil unter dem Druck des besonderen Tags entstanden - locker und leicht, mehr ein "Ich mag Dich" als eine Liebeserklärung?
Kann ich eine am Valentinstag gemachte Liebeserklärung überhaupt ernst nehmen? (zum Bedeutungswandel der magischen Worte folgt ein extra Blog)
Und wenn ich nicht beurteilen kann, wie ernst diese Liebeserklärung gemeint ist: Was bedeutet sie dann noch?

Die Liebe und Liebeserklärungen sind viel zu wichtig - zu schön für beide - den sich Offenbarenden als auch den/die Empfangenden als dass man sie auf so eine billige Art verkommerzializieren, trivialisieren und ritualisieren kann.

Ich hoffe, all meine Lieben wissen, dass ich sie lieb habe - auch ohne Valentinstag.
Tags: meinung
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