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Buchbesprechung: Song Dog von James McClure

In der Zeit der südafrikanischen Apartheid spielen die Romane von James McClure rund um das Ermittlerduo Kramer und Zondi, das sich in diesem Roman zum ersten Mal trifft. 

"Sogar die Leichen sind besser beschrieben als viele lebende Charaktere in anderen Büchern" lautet eine Werbung auf der Rückseite des Covers. Üblicherweise darf man auf solche Lobpreisungen ja nicht viel geben, in diesem Fall paßt sie schon. McClure beschreibt sehr gut, schafft es, die Stimmung zu steuern. Die Übersetzung des Buches erscheint mir sehr gut gelungen.
Einige besonders politisch korrekte Leser werden sich vielleicht am Jargon stören, in dem Wörter, die heutzutage gerne wegzensiert werden, ausführlich benutzt werden, zum Beispiel "Kaffer" als abfällige Bezeichnung für einen Neger. Und in der Apartheid war so ziemlich jeder Kontakt zwischen Weißen und Schwarzen mit abfälligen Bemerkungen garniert. Doch auch Buren und englischsprachige Südafrikaner sehen sich nicht als gleichwertig an (Die Buren empfinden sich als Afrikaner, die Engländer sind Eindringlinge). Tatsächlich fügt der Hintergrund der Apartheid dem Team aus Zulu-Sergeant und SAP-Detective eine interessante Ebene hinzu.
Ein meiner Meinung nach sehr guter und unterhaltsamer Thriller, der vielschichtiger ist als man meint und sich dabei doch sehr leicht liest.


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