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Ausflug in den Taunus

Ein Grund, warum ich alte Kameras mag ist, daß sie oft keine Batterien brauchen. Haben sie keinen chemischen Belichtungsmesser (meist auf Selenbasis), dann muß man die Lichtsituation entweder schätzen oder einen externen Belichtungsmesser benutzen. Gerne benutze ich den Pentax Spot Meter V, der zur Messung nach dem Zonensystem perfekt ist und mit dem ich grandiose Ergebnisse bekomme. Der ist aber recht groß und den will ich nicht immer mitnehmen.
Ziemlich zuverlässig und sehr klein, darum meistens in der Tasche ist noch ein alter, kleiner Sekonic  l-208. Und ich habe die Light Meter Tools auf dem Natel. Die habe ich gegen die Lichtmessung meiner Nikon D750 verglichen und sie ist sehr nahe dran, je nach Messmethode, die ich dort wähle.
Warum erzähle ich das? Ein weiterer Ausflug mit dem Roller ging in den Taunus. Nichts Großes, nur den Hügel hoch und ein bißchen rumgefahren, unter anderem, Um die Königsteiner Altstadt und Burg zu fotographieren. Ich hatte meine F6 dabei und die Bessa III. Beide haben batteriebetriebene Lichtmessung. Mit der Bessa III konnte ich gar keine Fotos machen, mit der F6 nur einige Fotos aus der Startphase des Ausflugs.

Kronberg
Kronberg
Frankfurter Skyline
Frankfurter Skyline
Burgbergturm in Bad Soden. Der Taunuslub baute diesen Aussichtsturm 1900
Burgbergturm in Bad Soden. Der Taunuslub baute diesen Aussichtsturm 1900
Hundertwasserhaus: Hundertwasser war streng gegen autoritäre Regimes. Die "im Karree marschierenden Bataillonen der Diktaturen" mögen seine auffälige Ablehnung der graden Linie gefördert haben.Auffällig finde ich, daß es sich um die erste bekanntere Person des öffentlichen Lebens handelt von der ich höre, die noch gegen Ende des 20.Jahrhunderts für die Monarchie eintraten ("Es ist ungeheuerlich, daß Österreich einen Kaiser hat, der niemandem Böses tat, und ihn dennoch wie einen Aussätzigen behandelt. Österreich braucht eine Krone! Es lebe Österreich! Es lebe die konstitutionelle Monarchie! Es lebe Otto von Habsburg!")
Hundertwasserhaus: Hundertwasser war streng gegen autoritäre Regimes. Die "im Karree marschierenden Bataillonen der Diktaturen" mögen seine auffälige Ablehnung der graden Linie gefördert haben.Auffällig finde ich, daß es sich um die erste bekanntere Person des öffentlichen Lebens handelt von der ich höre, die noch gegen Ende des 20.Jahrhunderts für die Monarchie eintraten ("Es ist ungeheuerlich, daß Österreich einen Kaiser hat, der niemandem Böses tat, und ihn dennoch wie einen Aussätzigen behandelt. Österreich braucht eine Krone! Es lebe Österreich! Es lebe die konstitutionelle Monarchie! Es lebe Otto von Habsburg!")

Das gibt mir Gelegenheit, die Geschichte meines Rollers zu erzählen. Ich habe mir, wie viele wissen, bereits vor einigen Jahren einen Trinity Uranus gekauft, einen Elektroroller, mit dem ich sehr zufrieden war und der mich zuverlässig durch die Schweiz transportierte, solange es das Wetter zuließ. Letztes Jahr Ende Juli startete ich, fuhr etwa 5 Meter — und aus. Absolut tot. Ich kontaktierte Hersteller und Verkäufer — der Hersteller verwies mich auf den Verkäufer, den ich anrief. Auf den Rückruf warte ich noch heute und nach dem ersten Anruf war der Verkäufer für mich auch nicht mehr erreichbar. "Kein Problem", dachte ich. Denn in wenigen Wochen würde ich schließlich nach Deutschland umziehen und der Hersteller verspricht ein dichtes Netz aus Werkstätten.
Ich also guter Dinge, Umzug nach Deutschland und gleich eine Werkstatt gesucht. Dabei mußte ich feststellen, daß die Angaben auf der Homepage gelogen waren. Nachdem ich alle möglichen Werkstätten abgeklappert hatte, die entweder nicht (mehr) existieren oder keine Roller reparieren fand ich eine, die offenbar bereit wäre, den Roller zu reparieren. Ich also den Roller dorthin schleppen gelassen. Der ADAC hat auch geprüft, was kaputt ist und, wie eigentlich schon klar und zu erwarten war das der Akku. Der sollte nun von der Werkstatt zum Hersteller zur Reparatur oder Austausch geschickt werden. Okay — Eingangsbestätigung beim Hersteller kam. Fein. Ich ungeduldig gewartet. Nach einigen Wochen habe ich dann mal nachgefragt und — "oach — wir haben uns vertan. Der Akku ist gar nicht angekommen". Ich schon etwas säuerlich, aber ich habe dann den Versand des Akkus an den Hersteller organisiert. Wir sind nun bereits im November.Wieder gehen Wochen in's Land, ich werde immer wütender, weil nichts passiert. Telefonisch ist bei Trinity niemand zu erreichen, auf Mails reagieren sie nicht.
Am 10. Januar dann kommt noch eine Mail, wo ich in's Essen gekotzt habe: Nach den Weihnachtsferien würden sie nun beginnen, die ausstehenden Reparaturen zu erledigen. Danach, bis heute, nichts mehr.
Ich habe mir also einen neuen Roller, bei einer anderen Firma, gekauft.
Ich hatte lange überlegt, ob ich gegen Trinity nicht rechtliche Schritte einleiten sollte. Doch mehr, als mein Eigentum zu sichern wäre wohl nicht drin gewesen. Und was habe ich von einem kaputten Roller, der bei mir rumsteht?
Die Garantieleistung hat der Hersteller natürlich zu erbringen — im Recht bin ich ganz sicher. Und irgendwie ärgert es mich auch, daß die mit dieser Geschäftspraxis durchkommen. Doch fällt mir kein gangbarer Weg ein, mein Eigentum funktionierend zurück zu bekommen. 

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