lautenist

Wölfe zum Abschuß freigegeben

Die widerliche Weinkönigin, die in der Politik als verlängerter Arm des Bauernverbandes tätig ist, die unselige Klöcknerin, will Blut.
Wie vermutet ist nach dem Fall der "letzen Bastion" Svenja Schulze (Vorsicht, Link geht zu Facebook) "Feuer frei" die Maxime dieser unseligen Politikerinnenimitation.
Wenn Landwirte/Weidetierhalter und ihr verlängerter Arm sich den Profit an erste Stelle setzen ist das unvernünftig. Sie leben schließlich von der Natur. Wir alle tun das. Wenn die Bauern das Grundwasser vergiften oder die Artenvielfalt bekämpfen (Insektensterben) dann muß die Politik eingreifen. Denn entgegen der Auffassung der Klöcknerin ist ihr Job, dafür zu sorgen, daß unsere Ernährung sicher und gesichert ist und nicht, daß Landwirte viel Profit machen. Ihr Job ist die Vermittlung gesellschaftlicher Interessen gegenüber den Landwirten. Nicht ausschließlich Interessenvertretung der Landwirte. Relativ neu in der politischen Landschaft (wenn man bedenkt, daß auch das Internet für die CDU Neuland ist) ist, daß Klimaschutz und Biodiversität eine wichtige Rolle spielen. Das erweitert die Aufgabe der Politik dahingehend, daß Landwirtschaft nicht nur für Ernährung zuständig ist, sondern die Frage, wie weit Landwirte in die Natur eingreifen dürfen gesellschaftlich stark an Relevanz gewinnt. Natürlich geht es immer auch um eine Abwägung, wo und wie weit wir in unserer Kulturlandschaft regulierend eingreifen müssen oder nicht. Diese Entscheidung darf man heute aber nicht mehr ausschließlich nach wirtschaftlichen Interessen treffen. Das hat sich aber bis in die Weinberge offenbar noch nicht herumgesprochen.
Somit sehe ich den Kampf für den Wolf nicht nur als Bemühung, eine Tierart zu schützen sondern es geht auch darum, ob unsere Politik die Aufgaben der Zukunft verstanden hat. Es ist natürlich eine Aufgabe, die nicht gelöst werden kann, ohne neue Grenzen zu ziehen. Und natürlich sind Landwirte und Förster unter den ersten, die diese notwendige Umgewichtung spüren und die ersten, in deren Umfeld diese Diskussionen stattfinden.
Wenn man die Tatsachen betrachtet gibt es überall dort, wo ernsthaft Herdenschutz betrieben wird kaum Schäden durch Wölfe. Die zu übernehmen ist Aufgabe der Politik - wenn ernstzunehmender Herdenschutz betrieben wird. Wo das nicht möglich ist (wie auf den Deichen) müssen andere Lösungen her. Die Rolle der Jagd muß überdacht werden. Jäger erfüllen, außer der Jagd wichtige Funktionen. Das Recht gibt ihnen Rechte, die sich eigentlich nur mit mittelalterlichen Traditionen (oder Göring) erklären lassen und die auf eine vernünftige Basis gestellt gehören. Unter der Prämisse dessen, daß wir zusehen müssen, die Umwelt noch besser zu schützen und nach Möglichkeit renaturieren.
Wenn man die Diskussion und die getroffenen Entscheidungen vor diesem Hintergrund betrachtet kann einem nur Angst und Bange vor der Zukunft werden, vor allem, nachdem Svenja Schulze umgefallen ist und den Wolf dem Primat des Profits geopfert hat.
Es ist abzusehen, was mit dem (guten) Entwurf ihres Klimaschutzgesetzes passieren wird.
Die wiederholt unselige Rolle der BILD muß auch erwähnt werden. Jettes tote Schäfchen sind sehr gut in Erinnerung (eines von dutzenden Beispielen). Jette war wohl noch nie mit Papa im Schlachthof, wo ihre lieben Schäfchen zu Ostern landen. Eine widerliche Stimmungsmache.

 

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