lautenist

Angriff der Dino-Mörder


Unlustiger Komödiant

Nuhr liegt dort sehr falsch. Daß der Diesel als Antrieb von Autos abgewickelt wird, obwohl er ursprünglich mal als die "sauberere" Technologie beworben wurde stimmt schon. Er wird aber abgewickelt, um der Automobilindustrie vor den sehr berechtigten Betrugsvorwürfen zu schützen, die der Automobilindustrie Kosten zumuten würde, welche sie dank dieser großzügigen politischen Unterstützung auf die Allgemeinheit und ihre Kunden abwälzen kann.
Der Diesel wird außerdem nicht wegen des CO2-Ausstoßes unter Beschuss genommen sondern problematisch ist der Feinstaub, also kleine Schwebeteilchen in der Luft, die durch Abrieb von Reifen, Bremsen und als Ruß im Dieselmotor entstehen  sowie  den erzeugten Stickoxiden (NOx, also irgendwelche Verbindungen zwischen Stickstoff und Sauerstoff, kurz Stickoxide während Nuhr von CO2 spricht, Kohlendioxid, welches hauptsächlich von Benzinmotoren während der Verbrennung erzeugt wird).
Zur Nachbehandlung dieser Schadstoffe wird bei Benzinern ein Katalysator eingesetzt. So etwas gibt es auch für Diesel — die Einführung/Nachrüstung ist teuer und der eigentliche Grund für die Fahrverbote, weil die Autohersteller nicht die Kosten übernehmen wollen.

Was macht so ein Katalysator?

Dort wird ein chemischer Prozeß angestoßen, der die giftigen Bestandteile in ungiftige zerlegt. Die dazu notwendigen Temperaturen werden erst nach einigen Minuten Fahrtzeit erreicht, so daß Katalysatoren auf kurzen Strecken unwirksam sind. Katalysatoren erzeugen selbst natürlich auch Emissionen, im Betrieb unter anderem das sehr problematische MTBE und das krebserregende Benzol. Wird Vollgas gefahren wirkt ein Katalysator nur noch eingeschränkt.
Zur Erzeugung der in Fahrzeugen verwendeten Katalysatoren werden Edelmetalle verwendet und sie braucht viel Energie.
Prinzipiell kann man also sagen, auch Katalysatoren sind nicht unproblematisch, sie vermindern und verlagern das Problem.


Elektromobilität ist nicht sauber, das stimmt. Sie hat aber einige Vorteile , die sie evtl. ausspielen kann, wenn man etwas weiter an ihr arbeitet.
Es werden nicht notwendigerweise tote Dinos verbrannt, um sie anzutreiben. Auch aus Wasser, Sonne, Uran und vielen anderen Quellen kann man Strom erzeugen.
Die Städte werden von den Abgasen entlastet und
Kraftwerke und Fabriken bieten potentiell einen besseren Emissionsschutz als ein Verbrenner.
Die Probleme bei der Herstellung von Batterien (Weißes Gold )  und der Gewinnung von Strom auch aus unsauberen Quellen stehen auf der Negativliste.

Mir kommt die aktuelle Hetze gegen E-Mobilität sehr wie eine Kampagne der Automobilindustrie vor.
Sicher ist es keine Lösung, statt einem Verbrennungsmotor einfach einen Elektromotor in die gleichen Fahrzeuge zu setzen. Aber es kann ein Zwischenschritt sein. Vor allem wäre E-Mobility es ein erstes Durchbrechen der Blockade, die die Leute grade hier in Dschörmenie bekommen, wenn das geliebte Auto infrage gestellt wird
Tatsächlich ist aber doch die ganze Mobilität, wie sie zur Zeit gelebt und propagiert wird daneben und es muß sich etwas ändern. Das, was wir erleben ist wahrscheinlich der Todeskampf eines Systems, das in der Gesellschaft sehr tief verankert ist, aber in dieser Form nicht weitergehen kann. Statt des Diesels als Aufreger könnte man auch an den Flugverkehr denken. Was ist mit den vollkommen überflüssigen und schädlichen SUV? Der aktuellen Generation LkW? Und warum wird Zeugs überhaupt um den halben Globus transportiert? Sprich: Warum ist Transport billiger als Produktion vor Ort?
E-Mobility ist nicht der Königsweg. Keinesfalls. Sie kann helfen, ein paar schlimme Probleme abzumildern und uns Zeit zu verschaffen - oder zu erkaufen, um wirklich tragfähige Konzepte zu entwickeln. Da hängt viel dran, sehr viel!
Warum setzen sich die Leute den Morgens in ihre Blechkarossen und verheizen im Jahr um die 1000 Liter tote Dinos? Die machen nichts, als sich von der heimischen zur Kaffeemaschine im Büro zu bewegen. Und warum? Weil Arbeitgeber meinen, wenn die bei der heimischen Kaffeemaschine blieben würden sie nichts schaffen. Also ich finde, ein Ansatz könnte sein, Verkehr zu vermeiden.
SUV - wer braucht die? Mir ist nicht ein sinnvoller Einsatz eingefallen. Ich hatte ind er Schweiz eine Weile einen, um über den Schnee drüber zu kommen und ggf. auf miesen Straßen im Winter. Aber das rechtfertigt so eine Kiste nicht. Verbieten - ganz klar!
Innerdeutsche, oder innereuropäische Flüge (sagen wir unter 1000 oder 2000 Kilometern) - sind eine ökologische und energetische Katastrophe. Warum? Weil weiland die Besteuerung von Flugbenzin verhindert wurde. Dadurch haben wir heute eine Situation, daß Fliegen gegenüber anderen Lösungen unanständig subventioniert wird etc.
Außer mir - stellt jemand überhaupt diese Fragen? In der Politik habe ich sie nicht mal bei den Grünen gefunden. Nicht einmal die trauen sich an wirkliche Lösungen. Sie stellen nicht einmal die wichtigen und richtigen Fragen.
Die richtigen Fragen zu stellen wären ein erster Schritt zu konstruktiven und nachhaltigen Antworten. 


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