Thomas

Eine Alternative zu den Grünen?

Sarah Wagenknecht von den Linken sieht die Grünen als Lifestyle-Partei, die uns eine Mogelpackung verkaufen will. So weit, so bekannt und nachvollziehbar. 

Der interessanteste Teil der salbungsvoll vorgetragenen, naturgemäß sehr polemischen Analyse des Hypes um Baerbock und das Grüne Programm finde ich persönlich, wenn sie (für eine Linke nicht grade oft: machbare) Alternativen zu dem aufzeigt, was die Grünen vorschlagen (so ca. von Min.11 bis 15 m Video) bedenkenswert. 

Es geht schließlich darum, nicht nur die Situation zu beschreiben, sondern auch darum, gangbare Wege zu finden, wie wir mit dem Schlamassel umgehen, in den uns die Politik, im Prinzip schon seit der Ära Schröder, geführt hat. Sondern wir müßten mal endlich einen Weg finden, wie wir weiter gehen wollen. Natürlich kann man auch sagen, eigentlich ist doch alles okay und CDU SPD oder, wegen deren nicht grade Vertrauen erweckender Politik in der GroKo, die FDP als marktradikale Alternative ("Der Markt wird's schon richten" *höhöhö*). Mein Eindruck aber ist, daß die meisten Menschen im Land genug von dieser Politik haben, die als lobbygetrieben und gegen die Interessen der Wähler gerichtet wahrgenommen wird. Das gibt den Grünen diesen immensen Auftrieb.
Für mich sind sie aber wegen der vielen Widersprüche nicht wählbar. Und die deutsche Beteiligung am Angriffskrieg auf ausgerechnet Jugoslawien verzeihe ich denen sowieso nicht. 

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Thomas

Wie erbärmlich

gestern knapp 5 Minuten bei "hart aber fair" hängengeblieben, wo es um die soziale Ungleichheit in Deutschland ging. Während der kurzen Zeit, in der ich geschaut habe ging es um Erbschaften. Das war aber nicht mein Aufreger, sondern ein Einspieler, in dem Leute befragt wurden und der Tenor war, man fände es nicht gut, daß Menschen erben. Die könnten sich eine Eigentumswohnung leisten oder Ferien oder was auch immer (unterschiedliche Nennungen), aber generell fand ich erbärmlich, daß alle, aber auch alle gezeigten Wortmeldungen von Neid gekennzeichnet waren. Und in Folge nicht gefragt haben, wie sie selbst zu Wohnung, Urlaub etc. kämen, sondern fanden, die anderen (also die Erben) sollten das weggenommen bekommen (Hubsi Heil von der SPD hat dem natürlich gleich entsprochen und fand, man müsse das viel stärker besteuern). Als hätte irgendjemand mehr, wenn man es dem anderen wegnimmt! Außer dem, der es wegnimmt. Abgesehen davon, daß ich finde, Einkommen sollte fair und gleich besteuert werden, aber nicht jeder beliebige Vorgang extra und noch einmal und — kann man nicht da noch eine Mark herauspressen? — bedeutet dieser Ansatz Vermögensvernichtung. Es macht keinen Sinn mehr, Vermögen zu sammeln. Entweder vor dem Tod — oder dann eben die Erben — macht man dann ein großes Feuer und verbrennt alles. Ist genauso gut, wie es Papa Staat zum Verbrennen zu geben. Will man den Gleichheitsgrundsatz befolgen, müßte das übrigens auch für Unternehmen gelten. Bauernhöfe, Handwerksbetriebe, Einzelhandel — auf Wiedersehen! (unter anderem deswegen wurde die Vermögenssteuer in der Vergangenheit vom Verfassungsgericht kassiert) Das führt als zur Konzentration des Vermögens in anonymen Gesellschaften, die aber kein Kapital mehr bekommen, weil es sich nicht lohnt, Kapital zu akkumulieren. Du erkennst die Richtung? 

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Thomas

Perspektive

Mich scheißen die Doofheit unserer Regierungen immer mehr an: Jedem strunzdoofen Nazi fällt auf, daß die Häufigkeit von positiven PCR-Tests in einer beliebigen Teilgruppe der Bevölkerung ein vollkommen bekloppter und nichts aussagender Wert ist. Sowohl die Getesteten sind vollkommen willkürlich gewählt: werden nur Leute getestet, bei denen ein Verdacht besteht, sie hätten die Seuche gibt das ein anderes Bild als wenn man eine zufällige Stichprobe wählt. Als auch die Grundgesamtheit, zu der man diesen Wert in Beziehung setzt. Das ist typischerweise irgendeine Teilgruppe der Bevölkerung. 

Was wollen sie mit diesem Wert ermitteln? Man kann vermuten, sie wollen wissen, wie stark die Durchseuchung ist. Dazu wäre aber beispielsweise eine zufällige Stichprobe geeigneter — ob man an den PCR-Tests an sich zweifeln kann oder muß lasse ich mal außen vor. Aber generell muß man natürlich auch ein geeignetes Verfahren verwenden, um eine Information zu gewinnen. Also das sollte man nicht aus den Augen verlieren.
Hilfsweise wird immer mal wieder eine Positivenquote bemüht, welche die Anzahl positiver Tests gegen die Gesamtzahl durchgeführter Tests angibt. Schon besser! Aber wenn ich nur Verdächtige teste ist das Ergebnis auch nichtssagend. Ich prüfe damit nur, in wie vielen Fällen mein Verdacht bestätigt wurde. 

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Thomas

Rosinenbrot aus dem Römertopf

Eigentlich hat mich Valery auf die Idee gebracht, indem er dieses leckere Rezept vorgeschlagen hat. Als ich es ausprobiert hatte kamen mir Kindheitserinnerungen an leckere Rosinenweck — und so habe ich ein Brot gebacken, welches der Kindheitserinnerung nahe kommen sollte. 

500g Weizenmehl (Typ 550) mit 500g Magerquark, 100g Rosinen, 1TL Zimt, 2 Eiern, 2 guten Esslöffeln voll Honig (oder Agavendicksaft) und 1 Packung Backpulver mischen.
1 Packung Trockenhefe in etwa 100ml warmer Milch lösen und zu dem Gemisch geben.
Den Römertopf ca. 40-45 min. wässern .
Wieder benutze ich meinen Handmixer mit Knethaken, um den Teig durchzukneten. Anschließend lasse ich den Teig ein bißchen ruhen (ca. eine halbe Stunde — das paßt dann in etwa mit der Zeit, in der der Römertopf wässert), bevor ich ihn in Form bringe, also noch einmal mit der Hand durchwalke.
Den Römertopf lege ich mit Backpapier aus und gebe den Teig hinein.
Der geschlossene Römertopf kommt in den kalten Ofen und ich backe bei 200°C Umluft ca. 50 Minuten. Dann nehme ich den Deckel ab und backe noch einmal ca. 15 Minuten bis zur gewünschten Bräunung.


Thomas

Erleichterungen?

Geht es nur mir so, oder sind die Privilegien (alleine das so zu nennen ist schon eine Frechheit) für Geimpfte (und Genesene) genau die sinnlosen Schwachsinnigkeiten, die grade erst als Notbremse (was wird da gebremst?) eingeführt wurden, nicht einhalten zu müssen?

Ich muß ja gestehen, daß ich nun bedauere, keinen Corona-Tag eingeführt zu haben. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, daß die Seuche das Leben so deutlich bestimmen würde. Und auch wenn ich seit geraumer Zeit versuche, auch und vor allem andere Nachrichten wahrzunehmen fällt es schwer, dem Thema zu entgehen.
Sicher wird es irgendwann einmal interessant sein, diese Zeit Revue passieren zu lassen. 

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